Wege zu unserer Individualität

Unsere Individualität entspricht unserem Wesenskern und unserer eigentlichen Natur. Auch versinnbildlicht sie das innere Licht, das nach außen strahlt und die uns von Gott mitgegebenen Gaben. Er hat uns diese Gaben verliehen, damit wir damit unsere Berufung finden und er sich durch uns offenbaren kann.
In unserem Herzen erfahren wir die geistige Führung und die Gewissheit das Richtige zu tun.

Unsere Aufgabe ist es dafür zu sorgen, das innere Licht nach außen strahlen zu lassen. Dies geschieht, indem wir uns von unseren Einbildungen, selbstgesetzten Zwänge, lösen. Das ist die Erlösung. Mit dem Herzen können wir die Illusion, Maya, von der Wahrheit unterscheiden.

Sonnentanz

Wenn wir in unserem Alltag ein Sehnen verspüren, so ist es ein langsames Erwachen. Unsere Seele zieht uns zum Licht. Folgen wir diesem Licht, so können wir Maya erkennen.
Das Licht zeigt uns nämlich, dass unsere Erfahrungen und unsere Begegnungen Bedeutung haben. Wir öffnen uns dem Göttlichen.

Dies ist z. B. möglich durch reines Betrachten einer Rose in der Meditation oder einer Landschaft bei einem Spaziergang in der Natur. Wir lassen dabei unsere Gedanken ruhen. Nachdenken darüber können wir dann hinterher.

Eine andere Möglichkeit die Liebe zum Göttlichen erwachen zu lassen ist über die Erfahrung von Leid und Schmerz. So wie Paul Coelho schreibt:

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben,
sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten,
sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.
Ich danke allen, die mich belogen haben,
sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben,
sie haben mir zugemutet Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben,
sie haben meinen Mut geweckt.
Ich danke allen, die mich verlassen haben,
sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben,
sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben,
sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben,
sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.
Vor allem aber danke ich allen,
die mich lieben, so wie ich bin,
sie geben mir die Kraft zum Leben.

Natürlich können wir auch durch die Musik erwachen, die uns berührt.

Rachamim (Barmherzigkeit)

Ofra sings here about a guy, called „Rachamim“ whose name means compassion and she uses it as a metaphor to describe her desire for this guy and to meet him.

3 Kommentare zu “Wege zu unserer Individualität

  1. In dem Lied, ja.
    Das hebräische Wort der hebräische Ausdruck für „Erbarmen“ [„rachamim“] wird zwar im Deutschen mit „Erbarmen“ übersetzt, dieses Wort hat aber keineswegs den gleichen abstrakten Horizont wie in unserer Sprache.

    Das wird schon dadurch deutlich, dass der hebräische Ausdruck für „Erbarmen“ [„rachamim“] nichts anderes ist, als der Plural von der hebräische Ausdruck für „Mutterleib“. Den Plural von „Mutterleib“ verwendet der Hebräer um zu umschreiben, was er unter „Erbarmen“ versteht. Erbarmen haben, das ist demnach für ihn nichts anderes als sich wie eine Mutter zu ihrem Kind zu verhalten, also mütterlich sein.

    Wenn der Hebräer demnach von Jahwe sagt, dass Gott sich der Menschen erbarmt, dann ist das für ihn keine abstrakte Geisteshaltung Gottes. Schon im Wort schwingt für ihn da mit, dass Jahwe dann wie eine Mutter zu ihrem Kind ist, dass Gott ein mütterlicher Gott ist; ein Zug übrigens, der im Gottesbild Israels nichts außergewöhnliches darstellt. Wir werden, wenn wir das Gottesbild Israels untersuchen, feststellen, dass es für Jahwe genauso viele mütterliche wie väterliche Prädikate gibt.
    http://www.joerg-sieger.de/einleit/allgem/01spra/all07.htm

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