Trost

Wenn ich etwas verloren habe und mein Gleichgewicht dadurch verloren habe, bin ich dankbar, wenn mich jemand stützt und ermutigt. Dies tut er, indem er mich tröstet durch Worte, Gesten und Berührung. Oft reicht allein seine Anwesenheit aus, um mir seine Anteilnahme entgegenzubringen.

„Wer nie gelitten hat, weiß auch nicht, wie man tröstet“, Dag Hammarskjöld.

Natürlich kann ich jemanden auch mit Worten trösten, die von meinem zu seinem Herzen vordringen, damit er nicht mehr allein in seiner Not ist. Ich muss es nur tun. Die meisten scheitern nämlich nur deshalb, weil sie sich allein und hoffnungslos fühlen und zu früh aufgeben.

Tröste dich, die Stunden eilen,
Und was all dich drücken mag.
Auch das Schlimmste kann nicht weilen,
Und es kommt ein andrer Tag.

In dem ew’gen Kommen, Schwinden,
Wie der Schmerz liegt auch das Glück,
Und auch heitre Bilder finden
Ihren Weg zu dir zurück.

Harre, hoffe. Nicht vergebens
Zählest du der Stunden Schlag:
Wechsel ist das Los des Lebens,
Und – es kommt ein andrer Tag.

Theodor Fontane

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4 Kommentare zu “Trost

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