Der Pakt mit dem Teufel

Wird mit Drogen das Altern beschleunigt und das Depot für Glücksgefühle zerstört?

Nach 6 Minuten entfaltet Alkohol seine Wirkung im Gehirn. Die dadurch freigesetzten Glücksbotenstoffe Serotonin, Endorphine und Dopamin enthemmen und steigern den Redefluss und das Sexualverlangen.
Das Gesichtsfeld wird enger und das Reaktionsvermögen lässt nach, man taumelt und lallt, dann – Filmriss-

Der Vorratstank des Glücksgefühls ist leer, man wird aggressiv. Im besten Falle schläft man einfach ein, weil unser Gehirn, solange es noch kräftig genug dazu ist, sich dagegen wehrt zerstört zu werden, indem es das Schlafzentrum aktiviert.

Wird aber der Schutzmechanismus des Körpers, der sich durch Ekel, Müdigkeit und Erbrechen zeigt, durch zu schnelles Trinken überlistet, werden Atemzentrum und Kreislaufsystem lahmgelegt und der Mensch fällt ins Koma.

Der Alkohol lässt Hirnzellen schwinden, zerstört das Gedächtnis, ähnlich wie bei Demenzkranken. Er zerstört Motorik, Bewusstsein und das Sprachzentrum. Es findet keine Kommunikation zwischen den Hirnarealen mehr statt.

Psychedelics wie LSD können halluzinogen wirken und Amphetamine induzieren starke Omnipotenzgefühle.
Psychedelische Stoffe wirken aufs Bewusstsein. Drogen wie Alkohol überfluten das Zentrale Nervensystem. Wahrnehmungsbarrieren werden geöffnet.

Durch Kokain wird Dopamin in unserem Gehirn ausgeschüttet und macht uns glücklich. Dadurch werden aber auch unsere Glückstanks geleert und dann sterben die Zellen ab.

Ecstasy sorgt durch die Ausschüttung der Neurotransmitter Serotonin, der unsere Wahrnehmung unseren Schlaf und unser Gedächtniszentrum steuert, ebenfalls für ein paar Stunden Glücksgefühl. Dann aber sind die Zellen zerstört und die Nerven zerfallen oder wachsen verkrüppelt nach, so dass wir dadurch, dass unser Kurzzeitgedächtnis zerstört ist, im Tal des Vergessens landen.

Nach Einnahme von Marihuana bekommen wir außer einem Glücksgefühl Heißhunger, haben Mühe uns zu bewegen und werden paranoid.

Ein Joint mit Cannabis lässt Gefühle verkümmern, die Glieder werden taub und er wirkt auf das Gleichgewichtszentrum, so dass der Boden schwankt und der Hunger schreit. Erst nach Jahren merken wir, dass unser Gehirn mit seinem Mandelkern, der Emotionen verarbeitet und der Hippocampus, der die Erinnerungen vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis überträgt, geschrumpft ist.

Heroin wird im Körper zu Morphin umgewandelt und wirkt dann wie ein Schmerzmittel, blockiert aber auch die Atmung. Er zerfrisst die Nervenzellen sowohl im Gedächtnis als auch im Lern- und wahrnehmungszentrum.

Poppy

Kombinationen mit Drogen
wie Heroin können schon in geringen Mengen tödlich sein, da die Wirkung sich um ein vielfaches erhöht.
Streckmittel wie Blei, Quecksilber, Dünger greifen von sich aus schon das Gehirn an.

Viele junge Menschen, die auf die verrückte Idee kamen Viagra mit Ecstasy zu kombinieren, starben an plötzlichem Herztod, weil sich die Wirkstoffe potenzierten.
Selbst Pfefferspray oder Chili veränderte die Wirkung der Drogen so, dass sie zum Tod führten.

Dagegen ist Musik ja viel harmloser:

Unser Körper kann auch selber drogenartige Substanzen produzieren. Wir können diese so genannten Botenstoffe selbst anregen, um leistungsfähiger zu werden, angeblich sogar durch lächeln. Ob wohl meine Glückstanks bald leer sind, weil ich zu viel gelächelt habe? 

15 Kommentare zu “Der Pakt mit dem Teufel

  1. Tja, wenn auch im „verkehrten“ Sinn nehmen Menschen deswegen wohl Drogen. Als Schmerz und „Allheilmittel“ gegen
    ihre zerstörten Seelen, ihre Ohnmacht gegenüber der Welt, ihre zerrütteten Gefühle und gegen gesellschaftliche Abgeschiedenheit. Arbeitslosigkeit, andersdenkend und Isolation in der Gesellschaft sind mögliche Gründe. Vielleicht auch anfänglicher Spass, wer weiß.
    Es hat nicht jeder mensch auf erden festen Halt und ein gutes Umfeld, um soetwas vermeiden zu können.
    Gut daß du die zerstörerischen Eigenschaften hier beschreibst, doch denke ich das es niemanden abschrecken wird.

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  2. In unserer kleinen Familie haben wir, so gut es eben ging, Aufklärungsarbeit geleistet.Ttrotzdem hat der Große sich ein Umfeld erschlossen, welches damit zu tun hat. Er natürlich inzwischen auch Raucher, ran an den Joint. Gut, daß er eine Freundin gefunden hat, die damit nichts zu tun hat. So lässt er hoffentlich die Finger davon.
    Ich habe auf meine Eltern auch nicht gehört, was das Rauchen angeht, Aufklärungsarbeit der Schulen hat nichts genutzt, trotz abschreckender Bilder —erstmal eine rauchen.
    Inzwischen ist unsere Familie rauchfrei, aber der Große hängt schon drin im“Teufelskreis“.
    So kann´s einem gehen. Die Gefahren sind dabei zweitrangig.
    Familiäre Schwierigkeiten erleichtern dazu noch den leichtfertigen Umgang mit harten Drogen und sogenannten Partydrogen.Ist man da erstmal drin, kommt es nur auf das eigene Bewusstsein an, daß einem sagt—-STOPP.

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  3. Es ist interessant für mich zu beobachten, wie nur eine kleine Flasche Bier am vorherigen Abend, meine morgendliche Meditation negativ beeinflusst. Auch das bewusste Strukturverhalten an einem Arbeitstag geht verloren. Wahrscheinlich bin ich ein Weichei …. – vertrag halt nichts.

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  4. Das Loslassen fällt mir wesentlich schwerer, eine Art körperliche Disharmonie ist zu spüren und allem voraus komme ich nicht ans Licht ran bzw. es gelingt ihr nicht meinen „Wolkenschleier“ zu durchdringen. Nach einer solchen Sitzung habe ich dann so ein unvollendetes Gefühl – es fehlt das Gefühl der Liebe und Wärme und Kraft.

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