Wie Frauen im Mittelalter gebändigt wurden

An unserer Kirche gibt es ein Relief, auf dem Trauernde schön brav nach Geschlechtern getrennt, dargestellt sind. Links der Vater mit den Knaben und rechts die Mutter mit den Mädchen.

Gebende

Die Mutter trägt ein „Gebende“. Das sind ein weißes mit Mehl gestärktes Stirnband mit Kräuselrand und eine Kinnbinde, welche höhergestellte verheiratete Frauen in der Kirche tragen mussten, nachdem sie „unter die Haube“ gekommen waren.

Die Kinnbinde war ganz schön unbequem beim Essen und Sprechen und hat sicher auch gekratzt. Gleichzeitig wurden so auch die Haare „gebändigt“. Nur unverheiratete Frauen durften die Haare offen tragen.

In Frankreich hieß die Kinnbinde kleiner Bart (Barbette) und wurde Mitte des 12. Jahrhunderts Mode.

Hier wird die Mode aus dem Mittelalter vorgeführt und erklärt

Erst nach den Pestepidemien des 14. Jahrhunderts, als die Menschen wieder lebenslustiger wurden, änderte sich diese Mode.

Hier gibt es eine Nähanleitung für ein Gebende:

http://www.tempus-vivit.net/bibliothek/buch/gebende

4 Kommentare zu “Wie Frauen im Mittelalter gebändigt wurden

  1. Das ganze dient doch nur dazu, dass Frau vorzeitig kein Doppelkinn kriegt. Schon damals waren für Frauen Opfer notwendig, um schön zu sein. Heutzutage gibt es Geräte, die die Haut straff halten.

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  2. Also ich kann auf so eine Verzierung gut verzichten, trage mit Stolz mein kleines Doppelkinn, und die Haare offen :). Die armen Frauen, die so ein unbequemes Ding am Kopf hatten, ich bin froh heute und hier zu leben 😀

    Liebe grüße
    Sirenia

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