Von Kühen und Ameisen

Von Kühen und Ameisen
Kälbchen

Die Kühe waren gleich neben unserem Grundstück und wir mussten achtgeben, dass sie uns nicht die Handtücher wegfraßen, so gierig machten sie sich über das saftige Gras her.

Überall hatten sie schon ihre „Kuhgangerln“ in den Matsch an den Hängen eingegraben (Pfade, die sie immer wieder entlang liefen).

Jeden Tag tauchten neue Kühe auf, so dass wir uns bald auch wie Kühe in der Herde vorkamen:

Besonders wenn sie mit uns zu Abend speisten, konnten wir ihr lautes Schmatzen und Schnaufen hören. Dies und das gelegentliche Muhen waren mal eine Abwechslung, weil wir ja sonst nur das Konzert der Rasenmäher unserer Nachbarn zu Hause kannten:

Sie düngten auch fleißig und erhöhten den Stickstoffgehalt im Boden. Deshalb gediehen die Blumen auf den Weiden umso prächtiger:

Dann kamen die Fliegen, Bremsen und Ameisen, von denen sich eine sogar in einer Sänfte tragen ließ:

Manchmal wollten die Kühe auch mal unsere Almhütte besichtigen.

Eine Kuh nahm Anlauf:

und dieser Bulle probierte es auf diese Art:

Für den Fall, dass das Zauneinreißen mal gelang, hatten sie Glocken umhängen, damit man weiß, wo man sie suchen muss:

Die Bäuerin vom Nachbarn schenkte uns leckere Milch, aus deren Rahm wir sogar Schlagsahne machen konnten.

Milchtasse

8 Kommentare zu “Von Kühen und Ameisen

  1. Die Kuh

    Ich stehe gern am Weidezaun,
    Um dort den Kühen zuzuschauen,
    Wie sie sich anscheinend freuen,
    Wenn sie ihr Fressen wiederkäuen.
    Doch tun mir in der letzten Zeit
    Die armen Tiere wirklich leid:
    Es fehlt ihnen der Kopfschmuck vorn,
    Die Kuh von heute hat kein Horn.
    Und ganz scheußlich kommt mir vor:
    Die gelbe Marke je am Ohr.
    Das Bild von diesen armen Tieren
    Kann einen nicht mehr amüsieren.
    Zu traurig schauen die Viecher aus:
    Für jeden Tierfreund ist’s ein Graus.
    Heut‘ ist die Kuh, so könnt‘ man meinen,
    Nichts als ein Euter auf vier Beinen.

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  2. Du hast Recht mit Deinem Gedicht.
    Mir schien es aber, als ob sich diese Kühen ganz wohl fühlten. Sie durften in der Herde im freien leben und konnten in den Stall, wann sie wollten.
    Verglichen mit denen die nie raus dürfen und denen man die Kälbchen wegnimmt haben die es dort gut.

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  3. diese Kühe hatten ja auch noch ihren Kopfschmuck, wie ich sehe. Und zwar sehr prächtige Hörner… Sind halt „freilaufende Kühe“.
    Jedenfalls sieht das alles nach sehr geruhsamer Erholung aus, wenn soviel Zeit bleibt, Ameisen zu beobachten.
    Naja, andere bei der Arbeit zu beobachten, das macht halt Spaß.

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