Dschjoti in Thailand

Als ich in Thailand war, glich es laut Spiegel einer belagerten Festung, deren Grenzen von kommunistischen Guerillas, Roten Khmer und kommunistischen Partisanen umzingelt war:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40916971.html

Wenn nicht mal Thailands betroffene Normalbürger wussten, was los war, woher sollten wir es denn dann wissen?

Unsere Verwandten meinten, alle asiatischen Länder seien gefährlich und wir kämen mit Elefantitis oder sonstwas zurück.

Die Leute im Reisebüro versicherten uns, dass dort wo wir hin gingen nichts gefährlich sei und wir nur auf der Hut sein müssen, dass uns niemand irgendwelche Päckchen zusteckt, weil wir sonst in einem thailändischen Gefängnis elendig zugrunde gehen würden.

Die Kollegen witzelten darüber, dass wir mit dem Bumsbomber fliegen würden. So war es dann aber auch: lauter alleinstehende Männer, die sich nicht vorstellen konnten, was ich denn in Thailand will.

Dann nervten mich die Taxifahrer, die meinen damaligen Freund immer zu irgendwelchen Damen fahren wollten, obwohl ich daneben stand. Die bewussten Damen in unserem Billighotel waren zu mir aber sehr freundlich und ließen uns in Ruhe und das Frühstück war auch super.

Im Hotel gab es sogar eine Badewanne, die ich jeden Tag zu einem Schlammbad machte, soviel Straßenstaub klebte abends an Körpern und Haaren.

Dann ging es ab ins Bett:

http://dschjotiblog00.blog.de/2011/03/30/vogelsprache-sprache-engel-10916862/

Wir besichtigten auch die wunderschönen Tempel, deren Innenhöfe Oasen im Großstadtverkehr waren. Dort labten wir uns an der köstlichen Erdbeermilch die es in den Supermärkten gab, bevor wir uns wieder in die staubigen Straßen begaben um die Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Gedanken verarbeiten

Bei unseren Ausflügen zu den Märkten auf den Klongs stellten wir fest, dass das Wasser nur noch eine schwarze stinkende Kloake war. Trotzdem wuschen die Menschen sich darin, putzen sich die Zähne und nahmen das Wasser zum Kochen. Da war das Wasser bei den Seezigeunern wieder sauberer.

Leider hatten wir sehr wenig Geld und ich konnte nicht so viel einkaufen. Aber das Kleid, der Modeschmuck und ein paar Haushaltsutensilien die ich preisgünstig erwarb, hielten später ewig lang.

Ein Jahr später kamen wir wieder nach Thailand, aber dieses Mal flogen wir nach Phuket, das damals noch richtig leer war.

Wir fuhren dort mal mit einem Sammeltaxi mit lauter quirligen Bauersfrauen und ihren Tieren. Sie wollten uns immer füttern. Weil ihre Kinder noch nie blonde Haare gesehen hatten, fassten sie uns an, um sich zu vergewissern, dass wir keine Geister sind.

Das Meerwasser war glasklar und an einer Stelle mussten wir sogar über einen riesigen Baumstamm balancieren um den ins Meer fließenden Fluss zu überqueren, weil es dort keine Brücke gab.

Hier sieht man noch wie unser Neckermann- Hotel in Phuket aussah und wie menschenleer es dort war:

Wir haben weit und breit keinen roten Khmer gesehen, nur ein paar Sandflöhe.

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