Soll ich meinen Organspende- Ausweis zerreißen?

Bisher fand ich es immer richtig, nach meinem Tod meine Organe zu spenden, sogar an ganz fremde Leute, die ich vielleicht gar nicht leiden kann.

Vor ein paar Tagen bekam ich die Info meiner Krankenkasse zur Organspende.

Aber irgendetwas gefiel mir nicht an der neuen Kampagne. In den Medien fand ich plötzlich nur noch Pro-Argumente. Klar, was heutzutage nicht mehr benötigt, wird eben recycelt.

Damit ich zur Verfügung stehe, komme ich auf eine Liste, auf der jeder sieht, dass ich schon 80 Jahre alt bin, mit voll funktionsfähigen Organen und immer noch lebe.

Damit meine Organe für die Verpflanzung auch frisch bleiben, darf der Arzt nicht warten, bis ich ganz tot bin. Also werde ich meinem Tod nicht ungestört im Kreise meiner Lieben ins Antlitz sehen dürfen. Wahrscheinlich kenne ich dann nicht mal die Ärzte.

Geht es beim Organ- Business nicht wieder nur um das Geld, anstatt um die Angelegenheiten der Organempfänger? Ich soll spenden und die Pharmaindustrie kassiert. Zerlegt in ihre verwertbaren Teile, kann meine durch Tanzen fit gehaltene Leiche bis zu 100.000 Dollar einbringen.

Werde ich bei einem Unfall, bei dem ich bewusstlos bin, weniger lange reanimiert, wenn ich einen Spenderausweis besitze?

Brauche ich jetzt einen Ausweis, in dem steht: ich will mich NICHT spenden?
Wann bin ich denn eigentlich tot? Es heißt, dass mein Stoffwechsel in den Körperzellen noch eine Weile weiterläuft und meine Seele sich langsam vom Körper ablöst, wenn ich schon als hirntot bezeichnet werde.

Genau während der Null-Linie im EEG werde ich operiert. Dann geben die Körper- und Organzellen keinen elektrischen Impuls mehr ab, und sterben allmählich ab. Erst nach etwa einer halben Stunde hat sich die Seele endgültig vom Körper gelöst. Manchmal dauert es aber auch Tage.

Wenn sich dann meine Lieben von mir verabschieden möchten, damit meine Seele ins Jenseits hinübergleiten kann, werden sie vielleicht aus dem Sterbezimmer hinaus geschickt, damit ich für die Organentnahme vorbereitet werden kann.

Danach sehen sie mich erst wieder, wenn ich schon ausgestopft und mit Besenstielen statt Knochen bestückt worden bin. Dann wird auch noch behauptet, dass mein Leichnam in würdigem Zustand zur Bestattung überführt wird.

Spezial-Teams von Ärzten schneiden mir dann während meines Sterbeprozesses, in dem ich Rückschau halten sollte, die Organe heraus, um sie sofort einem anderen einzupflanzen.

Per Definition ist das Rückenmark, das die Bewegungen bewirkt, nicht Teil des Gehirns. Trotzdem speichere ich dort meine Tanzbewegungen ab, weil es während des Tanzes viel zu lange dauern würde, sie aus dem Hirn abzurufen.

Da sich viele Hirntote noch bewegen, könnte es sein, dass ich hirntot noch auf dem Operationstisch Zumba tanze und Schmerzen empfinde.

Mediziner behaupten auch, dass das nur Reflexe seien, aber der Zahnarzt sagt ja auch immer „ es tut gar nicht weh.“ Klar doch, ihm tut es ja auch nicht weh! Hirntote Frauen brachten sogar schon Kinder zur Welt.

Die Nabelschnur, die meine Seele noch mit dem Körper verbindet, überträgt auch die Schmerzen, die ich dann noch empfinden kann.

Wie soll ich in dieser Situation noch jemandem seine Untaten verzeihen oder selbst um Vergebung bitten? In diesen Minutenläuft nämlich mein Lebensfilm ab.

Angeblich tote Patienten wehrten sich schon mal auf dem Operationstisch gegen die Organentnahme. Blutdruck und der Herzschlag stiegen und die Glieder zuckten. Dabei stießen die „Toten“ „gurgelnde“ Laute aus. Deshalb bekommen die gehirntoten Patienten in der Schweiz immer eine Narkose oder wurden festgebunden. In anderen Ländern nur dann, wenn der „Tote“ deutliche Lebenszeichen von sich gibt.

Sterben bedeutet in eine andere Welt hinein geboren zu werden.

Einzelne Teile meines Körpers, die ich mein Leben lang mit meinen Erfahrungen und Gefühlen belebt habe, sollen nun in einen anderen Menschen als Ersatzteil eingebaut werden. Was werden meine Schwingungen beim Empfänger anrichten? Wird er mit meinen Visionen der Göttin Kali umgehen können?

Meine Seele kann nicht ins Jenseits hinübergleiten, weil durch Maschinen das Herz und alle weiteren Organe künstlich in Gang gehalten werden. Ist das Organ entnommen und werden die Maschinen abgeschaltet, bleibt meine Seele bei ihrem Organ? Hängen nach der Transplantation etwa zwei Seelen an einem Körper? Wie sollen wir beide in einem Körper unseren persönlichen Auftrag noch erfüllen?

Wie schwierig ist es, mit nahestehenden Menschen auszukommen. Wie wird es sein, wenn wir uns einen Körper teilen müssen? Kommen vielleicht noch mehr Spender in unseren Körper?

Wenn ich als Hirntote mit meinen Organen 7 Menschenleben gerettet habe, wie bekomme ich meine 7 Seelenanteile dann wieder zurück? Stellt mir die Krankenkasse dazu einen Schamanen zur Verfügung?

In anderen europäischen Ländern kann mir sogar ohne meine Zustimmung ein Organ entnommen werden.

1.000 Nieren jährlich werden aus Indien exportiert. Das bisschen Geld das die Spender dafür bekommen, müssen sie für die Behandlung der Nebenwirkungen wieder ausgeben.

Nicht nur in Argentinien, Mexiko, Kolumbien und Indien werden Menschen Organe gewaltsam entnommen. Auch in Österreich werden Deutschen, Schweizern und anderen Touristen auch wenn die Angehörigen protestieren, Organe entnommen werden, sofern sie keine Widerspruchserklärung mit sich führen

Um schneller an die Organe zu kommen, gilt in Spanien und Frankreich bereits der Herzstillstand als ausreichende „Todesfeststellung“ für die Organentnahme, sofern kein Widerspruch vorliegt. Dies gilt auch für Deutsche, die z. B. in Frankreich oder Spanien Urlaub machen.

Soll Krankheit uns nicht auf unsere Fehler aufmerksam machen? Soll ich vielleicht durch Krankheit alte Schuld begleichen?

Warum war dieser Patient mit seinem neu transplantierten Penis nicht glücklich und bestand darauf, dass die Operation sofort rückgängig gemacht wurde?

Seele und Körper passen nach einer Organtransplantation nicht mehr zusammen, was die Abstoßungsreaktion des Körpers erklärt. Der Körper und seine Organe sind ein Spiegel der Seele.

Wohin werden die Organe wohl gebracht?

– Deutschland gilt als „Organ-Importnation“

Ich war entsetzt, als ich folgende Artikel las:

– Ehemals hirntoter Jugendlicher studiert heute an der Universität Rechnungswesen – weil seine Eltern die Organentnahme verweigerten –

– „19-Jährige nach Hirntoddiagnose aufgewacht“ –

Wenn ihr Eure Organe nicht spenden möchtet, seid Ihr in guter Gesellschaft:

– Papst ist kein Organspender mehr, da seine Leiche „intakt“ bleiben müsse
Wer über Organspenden alles noch genauer wissen möchte, findet es hier:

http://www.theologe.de/theologe17.htm

26 Kommentare zu “Soll ich meinen Organspende- Ausweis zerreißen?

  1. Hallo Dschoti,

    Dein Bericht bestätigt eigentlich das, was ich die ganze Zeit schon vermutet hatte…
    außerdem ist es so, laut Marianne Sägebrecht in ihrem neuesten Buch, dass das Gehirn noch 24 Stunden nach dem Tod aktiv ist.
    Wenn uns die Organe einfach so entnommen werden, ohne dass wir in Ruhe sterben können, ist das sicher sehr riskant für unseren Geist und unsere Seele.
    Ich möchte in Würde sterben und den Übergang bewußt erleben und nicht auf einem OP Tisch zerlegt werden. Wir sind ja auf dem Weg in eine andere Welt und nicht auf der Schlachtbank.
    Ich spende nicht und mein Mann auch nicht…und ich kenne noch eine Schamanin, die das auch ablehnt.
    Liebe Grüße
    Nerthus

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  2. Genau genommen fällt die Transplantation unter Kannibalismus und beginnt schon mit der Bluttransfusion.

    Nun ja, unser Organismus besteht aus unzähligen Einzelzellen die ganz unterschiedliche Aufgaben haben und danach absterben. Haut- und Blutzellen sind z.B. solche kurzlebigen Verbrauchszellen. Sie werden ständig neu produziert, weil sie naturgemäß einem hohen Verschleiß ausgesetzt sind.

    So gesehen ist gegen eine Bluttransfusion nichts einzuwenden, denn schon nach wenigen Tagen sind alle „fremden“ Blutzellen durch eigene ersetzt.

    Anders bei Nieren, Herz oder Leber: diese Organe müssen bis zum Tod ausharren. Auch innerhalb dieser Organe teilen sich die Zellen weiter und erneuern das Organ ständig, aber das Organ bleibt als Fremdkörper erhalten.

    Die körpereigene Abwehr versucht sogar, die fremden Zellen abzutöten und durch die Fresszellen zu verdauen, weswegen diese Funktion ständig medikamentös unterdrückt werden muß. Deshalb müssen die eigentlich kerngesunden Fremdorgane trotzdem medikamentös gestärkt werden und die Patienten werden wegen der geschwächten Abwehr dauernd schon bei der harmloseseten Infektion schwer krank.

    In nahezu allen spirituellen Traditionen soll der Leichnam komplett bestattet bzw. verbrannt werden. Dazu gibt es ergänzend sogar die Regel, Fremdblut zu vemeiden und bestimmte Tiere nicht zu verzehren.

    Heutzutage wissen wir, daß man durch Blut z.B. AIDS übertragen kann, durch den Verzehr von fleischfressenden Tieren kann man den „Rinderwahnsinn“ bekommen und das Fleisch der Schweine als Allesfresser ist unserem sehr ähnlich und eigenlich viel zu fettig.

    Unsere monotheistischen Religionen entwickelten sich in Mesopotamien, Palästina, Ägypten und Arabien, also in Gegenden mit tropischem Klima und Wüsten. Schweinefleisch enthielt früher oft Trichinen und verdarb bei der Hitze schnell, war also lebensgefährlich. Ebenso war aufgrund des Wassermangels die Hygiene besonders unter der Vorhaut nicht so verbreitet wie heute wodurch schlimme Krankheiten grassierten.

    Als der sumerische Hohepriester Ab-Ram (Ab = Vater, Ram = Widder, also zu Beginn des Widderzeitalters dessen Vorbote) mitsamt seiner Sippe, Vieh, Gesinde usw. also als reicher Mann mit der gesamten Habe etwa vom heutigen Persien nach Ur (etwa Kurdistan) auswanderte, gan er seinen Leuten auch eine komplett neue Identität durch Gesetze.

    Er schaffte die üblichen Menschenopfer ab und ersetzte sie durch Opferlämmer, er schaffte die vielen Götter ab und behielt nur Jahwe, angeblich als Zeichen des Bundes wurden alle Männer beschnitten und es gab strenge Lebensmittelgesetze.

    So durften nur die Tiere gegessen werden, die man bei vollem Bewußtsein getötet hat. Man sollte den Tieren beim sterben in die Augen schauen und sie um Verzeihung bitten. Die Vorschrift des Schächtens als spiritueller Akt.

    Wir entwürdigen die Tiere und töten sie (mit Betäubung) in riesigen Fabriken.

    Die Jäger haben noch ihre Rituale beim Töten und ehren das Wild, daher esse ich auch problemlos Wildbret.

    Was ist aber mit spirituellen Ritualen bei einer Transplantation?

    Es gibt keinen Priester oder Schamanen, der das Ausweiden des Körpers spirituell / rituell begleitet oder begleiten könnte, weil es keine religiösen Riten, keine Tradition dafür gibt.

    Das Widderzeitalter endete mit der Kreuzigung des „Lamm Gottes“, der gleichzeitig das Fischezeitalter begründete und seine Jünger wie die Fischer in alle Länder sandte. Vielleicht wird es im kommenden Wassermannzeitalter neue Rituale für die Einverleibung der lebenden Organe anderer Menschen geben.

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  3. du schreibst: „Stellt mir die Krankenkasse dazu einen Schamanen zur Verfügung?“
    das ist lustig. Ok, das Thema ist ernst und wer weiß schon was jetzt richtig oder falsch ist…
    Einerseits die Argumente dagegen, andererseits macht man durch den Akt des spendens ja auch gutes Karma, weil man einem anderen Menschen helfen will.
    Muß jeder selber entscheiden

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  4. Ich bin mir da gar nicht so sicher, dass unsere Politiker das Wissen nicht vielleicht haben. Nur wollen sie das Feinstoffliche nicht wahrnehmen, weil sie zu sehr mit ihrem Ego beschäftigt sind.Sie haben es damit immerhin geschafft andere zu manipulieren und im Namen aller zu bestimmen, was gemacht werden soll.

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  5. Ja, warum soll der Körper als ganzes dem Feuer übergeben oder bestattet werden? Die Seele behält doch den Körper so in Erinnerung wie er war als sie noch bewusst war, vor dem Dämmerzustand des Sterbens, vor dem Zerrissen werden durch eine Granate.
    Ist die Bestattungs-Zeremonie nicht eigentlich nur etwas für die Zurückbleibenden?
    Bleibt die Seele noch eine Zeitlang im gestorbenen Körper, ja, auch dann wenn er von der Granate zerrissen wurde?
    Gehirn vom Gegner zu essen war sinnvoll, man gedachte durch diesen Kanibalismus das Wissen des Gegners zu bübernehmen. Das wurde auch durch Rattenexperimente bestätigt. Aber kann in einer Leber oder einem Penis Seele stecken bleiben nach dem Tod?
    Viele Fragen. Die Politik hält sich an die Wissenschaft. Diese verlangt objektiv reproduzierbare Erkenntnisse. Davon haben wir im spirituellen Bereich fast keine.

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  6. Ja, Shangri-la, es ist wirklich ein Akt der Nächstenliebe.Genau die Ungewissheit, was es einem spirituall für Nachteile bringt, macht diesen Karmischen Akt besonders wertvoll.
    Wenn man in seinen Handlungen nur daran denkt, Gutes zu tun, völlig uneigennützig, wenn man also das Ego vollkommen zurückstellt, baut man Karma ab.

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  7. Es gibt viele Berichte über sog. „Nahtoderfahrungen“.

    Diese Erfahrungen beginnen meist beim Herzstillstand als außerkörperliche Erfahrung. Oft wird von einem „Band“ ähnlich einer Nabelschnur berichtet, mit der eine Verbindung zum Körper erhalten bleibt.

    Es können sehr entfernte Reisen während dieser Erfahrung gemacht werden denn das Band hat keine Längenbegrenzung.

    Meist enden diese Erfahrungen mit dem durch Reanimation wieder beginnenden Herzschlag.

    Was mag sein, wenn das Herz wieder zu schlagen beginnt, es sich aber in einem anderen Körper befindet?

    Wird die Seele dann vom „Band“ wieder in den leblosen Körper gezerrt, wo sie dann bis zum endgültigen Herzstillstand eingesperrt ist oder in den anderen Körper, wo sie dann wie ein Sklave dem Treiben der anderen Person ohne Einflussmöglichkeit beiwohnen muß?

    Was passiert bei der Transplantation anderer Organe?

    Kann eine Seele Ruhe und Frieden finden, so lange der letzte Körper tlw. noch lebt oder ist sie erst dann frei für den Weg ins Licht, wenn der Körper wirklich vollständig tot ist?

    Ein Teil unseres Körpers, nur eine einzige Körperzelle kann unendlich lange weiterleben, falls sie sich mit einer anderen Zelle vereinigt und durch Teilung zu einem neuen Lebewesen wird.

    Leben wir wirklich in unseren Kindern weiter?

    Alle diese spirituellen Fragen kann keine Wissenschaft beantworten. Aber es gab zu allen Zeiten spirituelle Meister, die Aussagen über den Übergang gemacht haben und dafür bestimmte Regeln aufgestellt haben.

    Eine Regel lautet, daß ein Körper möglichst vollständig mitsamt allen Gliedmaßen und Körperteilen beigesetzt werden soll.

    Weitere Regeln empfehlen eine Beerdigung oder sogar Verbrennung, so daß kein Weiterleben des Körpers mehr möglich ist. Auch der Verzehr des Körpers durch Angehörige oder Tiere wie bei Seebestattung, Beerdigung oder Raubtiere ist ein üblicher Weg. Bei allen Varianten überlebt keine einzige Zelle, der Körper „verschwindet“ als lebendige Einheit, wird in seine Grundbausteine zerlegt und dem natürlichen Kreislauf zurück gegeben.

    Asche zu Asche, Staub zu Staub und nicht Du bekommst das noch lebende Herz, Du die noch lebende Leber usw. – sowas gibt es in KEINER Tradition.

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  8. Ist alles halb so schlimm. Die Zeit wird kommen, dass wenn du mit einem gebrochenen Haxen im Krankenhaus liegst und gleichzeitig dort eine Person, aber mindestens um 10 Jahre jünger als du, mit dem Leben ringt, man dir die entsprechenden Organe entnehmen wird, weil du ja eh keine Chance mehr gehabt hättest. Dennoch solltest du den positiven Aspekt dieser Aktion nicht vergessen: der Chirurg kann sich nach erfolgter Operation endlich den neuen Porsche leisten …

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  9. meinst Du ich soll statt Zumba lieber Tae Bo lernen?
    Da trainiere ich dann Taekwondo, Kickboxen und Karate gleichzeitig und kicke mit “One-knee-two-kick” im Takt in die Luft. Dann kann ich mich wehren, wenn ein neuer Porsche auf den Markt kommt.

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  10. Nein, das hat keine spirituelle Tradition. Es ist völlig neu.

    Die Hindus verbrennen ihre Leichen, wir beerdigen sie.

    Auch die Tradition des Kannibalismus hat es über das Christentum bis bei uns geschafft: Beim Abendmahl wird rituell der Leib und das Blut Christi in sich aufgenommen.

    Aber nicht direkt sondern übertragen mittels Brot und Wein. Eine spirituelle Transformation also. Der echte Leib Christi wurde traditionell bestattet und nicht von seinen Jüngern aufgegessen!

    Transplantationen sind das technisch Mögliche.

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  11. Dann kann ich also als Akt der Nächstenliebe auch meine Organe rituell, also in Form von Brot und Wein spenden und mich traditionell bestatten lassen? Aber wie erkläre ich das denn auf meinem Organspendeausweis oder den Ärzten?

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  12. Es gibt bekanntlich den Unterschied zwischen Leben und Tod.

    Eine lebender Organismus besteht aus lebenden, sich ständig durch Zellteilung erhaltende und vermehrende Zellen. Diesen Prozess kann man versuchen, so lange wie irgend medizinisch-technisch möglich, aufrecht zu erhalten, um die lebendige Existenz des Organismus aufrecht zu erhalten.

    Man kann teile dieses Organismus durch technische Gegenstände ersetzen, z.B. Zähne, Knochen, Herzklappen usw. um die Lebensqualität oder das Überleben des gesamten Organismus zu gewährleisten.

    Schließlich kann man sogar den Organismus noch im Koma oder sogar nach dem Hirntod medizinisch am Leben erhalten.

    Bestimmte Organe sind aber lebensnotwendig. Falls diese versagen, stirbt der gesamte Organismus. Die Nierenfunktion kann schon durch Dialyse ersetzt werden, Herz und Lunge durch die Herz-Lungen-Maschine, aber der Ausfall von Gehirn, Leber, Bauchspeicheldrüse usw. bedeutet den Tod. Auch Herz oder Lunge können nur sehr kurz maschinell ersetzt werden.

    Das alles betrifft das physisch Leben bzw. den physischen Tod.

    Nach dem Glauben der meisten Spirituell-Religiösen Traditionen ist das Leben aber etwas, was mit der Zeugung in die Materie eindringt, es belebt und somit eine Seele inkarniert, die mit dem physischen Tod vom materiellen ins geistige transformiert wird, also den Körper wieder verläßt und in einer feinstofflich-geistigen Form weiter lebt.

    Diese Traditionen sind uralt. Viele Tiere haben schon solche Traditionen (z.B. Elefanten besuchen ihre Toten regelmäßig auf den Elefantenfriedhöfen). Von unseren Ahnen wissen wir, daß schon die Neandertaler einen Totenkult hatten und daher vermutlich auch an ein Leben nach dem Tod geglaubt haben.

    Diese Traditionen wurden lückenlos bis heute fortgeführt.

    Die Organtransplantation hat damit überhaupt nichts zu tun. Das ist eine Erfindung der modernen Gerätemedizin zu Erhaltung des physischen Lebens und keine spirituelle Tradition seit der Steinzeit für den Übegang der Seele aus dem Körper und deren Neugeburt in der geistigen Dimension.

    Lebewesen können nicht alleine existieren. Wir benötigen die Biosphähre der Erde, die Bakterien im Darm und selbstverständlich andere Menschen. Auch Ameisen kennen eigene Opfer zur Erhaltung des Staats, Vögel kennen die Brutpflege und wir nennen sowas Liebe und in der christlichen Tradition gibt es die Nächstenliebe.

    Somit kann man selbstverständlich seine Organe im Rahmen der christlichen Tradition der Nächstenliebe und sogar dem natürlichen Prinzip der Arterhaltung gemäß spenden.

    Streng genommen gibt es bei den Christen die „Auferstehung im Fleisch“, weshalb die Körper komplett beerdigt werden sollen, weil sie (wie bei Jesus) sich irgendwie zombimäßig am „jüngsten Tag“ aus den Gräbern erheben würden. Irgendwie seltsame und gruselige Vorstellung.

    Es gibt jedenfalls die körperliche Lebensverlängerung um einige Jahre durch medizinische Kunst und spirituelle Traditionen, die eine ewige Lebensverlängerung nach dem körperlichen Tod betreffen.

    Die Medizin endet beim Tod, die spirituellen Riten fangen dort oder auch schon davor erst an.

    Jedenfalls gibt es keine religiöse Zeremonie ähnliche dem Elefantenfriedhof, der letzen Ölung oder einer hinduistischen Feuerbestattung für eine Organtransplantation. Ich habe auch noch keine Verlautbarung vom Pabst, Dalai Lama usw. vernommen, wie in solchen Fällen zu verfahren sei. Dabei haben die vom Exorzismus angefangen jede Menge Riten.

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  13. Der Dalai Lama befürwortet freiwillige Organspenden:
    http://www.shortnews.de/id/676348/Hamburg-Dalai-Lama-au%C3%9Fert-sich-zu-Organspenden
    Der heutige Papst darf nicht selbst über seine eigenen Organe verfügen, weil er der Kirche gehört. Frühere Päpste waren länger haltbar, wenn ihre Organe entnommen wurden:
    http://www.derwesten.de/panorama/papst-ist-kein-organspender-mehr-id4246128.html

    Bei den Christen wird es sich bei der Auferstehung kaum um Zombis handeln, sondern um feinstoffliche Wesen. Aber wenn sie bis dahin Organe eingepflanzt bekommen, können sie ja auch „im Fleisch“ auferstehen.

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  14. Ich weiß, für die Mumifizierung wurden den Pharaonen auch die Organe incl. Gehirn entnommen.

    Aber die monotheistische Religion der Hebräer hat ihre Ursprünge in den Religionen zwischen Euprat und Tigris, dem Nil und dem Mittelmeer.

    Abraham war Sumerer, was heute Iran/Irak ist, wanderte nach Ur aus, was etwa dem kurdischen Gebiet entspricht, hatte ppolitische Kontakte nach Ägypten und Anatolien (Hethhiter), von wo er die Truppen für die Eroberung Kanaans erhielt.

    Seine Religion hatte also Ursprünge aus dem gesamten „Nahen Osten“ zwischen Afganistan und Nordafrika.

    Kanaan umfasste ein Gebiet von Nordägypten, den Sinai, Palästina, Libanaon und Jordanien sowie Syrien und Teile Arabiens. Die Lage zwischen Afrika, Asien und durch das Mittelmeer auch das spätere Europa und mit der Verbindung zum Indischen Ozean machte dieses relativ kleine Fleckchen Erde schon immer wichtig.

    Daher gab es dort auch schon immer heftige Auseinandersetzungen wegen der Religionen. Es wurden schon immer „für irgendwelche Götter“ erbitterte Kriege geführt. Genau deshalb entschied sich Abraham für klare Verhältnisse durch nur einen einzigen Gott. Dummerweise gab es in den Jahrtausenden unterschiedliche Auslegungen und Übersetzungen der Bibel und schließlich sogar andere Namen (Elohom, Jahwe, Jehovah, Allah … ) und daher bis heute noch Kriege um diese Deutungen.

    Durch die sog. „Aufklärung“ wurde ein wissenschaftlich-materielles Weltbild geprägt und Spiritualität zurück gedrängt. Ein Leben nach dem materiellen Tod wird für unmöglich gehalten und daher dieser Körper mit allen Mitteln so lange wie möglich am Leben erhalten. Da demnach mit dem Tod eh‘ alles aus ist, ist auch egal, was mit den Überresten passiert.

    Die Pharaonen glaubten, der physische Körper sei für die Auferstehung wichtig und erhielten diesen entsprechend. Auch die Hebräer und später Christen und Moslems folgten dieser Vorstellung.

    Ich bin der Meinung, die Seele verläßt beim Tod den Körper, der danach beerdigt oder verbrannt werden kann. Aber tot sollte er schon sein.

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  15. Steht nicht an meinem Grab und weint, ich bin nicht da, nein ich schlafe nicht. Ich bin eine der tausend wogenden Wellen des Sees, ich bin das diamantene Glitzern des Schnees, wenn ihr erwacht in der Stille am Morgen, dann bin ich für euch verborgen, ich bin ein Vogel im Flug, leise wie ein Luftzug, ich bin das sanfte Licht der Sterne in der Nacht. Steht nicht an meinem Grab und weint, ich bin nicht da, nein ich schlafe nicht.
    (Lakota, Indianer)

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