Die Geister von Eschenbach

Der Spuk ging schon beim Eierautomat am Anfang von Eschenbach los. Irgendwelche Geister gönnten mir die Eier nicht. Sogar das 2 €- Geldstück, das ich vorschriftsmäßig hinein warf, wollten sie behalten und gaben es nur auf meine wütendes Getrommel wieder heraus.

Danach stellten sie den ganzen Ort auf den Kopf. Beim Rathaus genügten ihnen zwei Bürgermeister nicht, sie mussten die Bürgermeister auch noch mehrfach klonen.

So hatte ich mir die Geister von Eschenbach eigentlich nicht vorgestellt.

Einer flog die ganze Zeit dröhnend über unseren Köpfen herum und andere zischten von hinten heran oder klingelten, damit wir zur Seite sprangen. Sie machten wohl heute ein Geisterrennen.

Die Wassergeister ließen es von oben tröpfeln, so dass wir den ursprünglich vorgesehenen Weg abkürzten. Gegen die kalten Geister des Windes hatten wir uns warm eingepackt, dafür schien die Sonne dann umso wärmer, wenn sie mal hinter den Wolken hervorlugte.

Etliche Häuser sahen aus, als ob ein Feuergefecht mit Kugeln stattgefunden hätte. Die Schindeln und die Rolläden waren durchsiebt und die Blechverkleidungen hatten eigenartige Dellen. Wir liefen an einem riesigen verwüsteten Maisfeld vorbei, über das die wilde Meute getrampelt war. Zwischen den übriggebliebenen Stengeln grinsten die Kobolde hervor.

Vielleicht sollte hier mal ein Geisterjäger vorbeikommen…

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2 Kommentare zu “Die Geister von Eschenbach

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