Rauhnächte oder die Nichtzeit

Zwischen dem Mond- und Sonnenjahr fehlen 12 Nächte, die die alten Kelten als Nicht- Zeit kannten. Weihnachten (wih heißt heilig) bedeutete einen Zeitraum von 11 Tagen und 12 Nächten, den Rauhnächten, die zwischen dem Sonnenjahr (365Tage) und dem Mondjahr (12mal 29,5 Tage gibt 354) Tage liegen.

Rauhnacht

Es sind die 12 Rauhnächte zwischen den Jahren in der die physikalischen Gesetze außer Kraft gesetzt sind und die Grenzen zu anderen Welten und Bewusstseinsebenen verschwimmen und alles geschehen kann. Das Tor zur Geister- und geistigen Welt klafft besonders weit auf.

Ich habe heute beim Einkaufen eine Klobürste erworben und damit meine Chakren gereinigt. Danach habe ich auch ein wenig Hagazussa gespielt.

Ich nahm nämlich ein wundersames Flimmern wahr und als die ersten Sonnenstrahlen durch den Nebel krochen, konnte ich ein paar Geister erblicken, die ich natürlich gleich fotografiert habe. Sie bemerkten mich gar nichtund ich konnte hingerissen ihrem Zaubergesang lauschen:

Manche Menschen versuchen zu Weihnachten mit Räucherwerk böse Geister auszutreiben oder zu Silvester die Geister und Dämonen mit Feuerwerk zu verscheuchen.

Die Nichtzeit ist auch eine Zeit des Stillstandes, in der man weder Geschäfte abschließen noch Wäsche waschen sollte. In dieser Zwischenzeit, sollten sich die Menschen anstatt zu arbeiten, besinnen und im Kreise ihrer Lieben die Wiederkehr des Lichtes feiern.

Hängt man weiße Unterwäsche auf lockt man lüsternen Geister an.
Wer draußen nur seine Wäsche aufhängt, könnte noch Schlimmeres erleben.

Draußen tobt nämlich die wilde Jagd Wotans (Odins) mit dem einäugigen achtfüßigen Schlachtross Sleipnir durch die Lüfte zusammen mit den Verstorbenen, auf der Jagd nach einem Eber, begleitet von seinen Raben Mugin und Munin („der Gedanke und die Erinnerung“) und den Wölfen Geri und Freki („der Gierige und der Gefräßige“).

Deshalb feiere man besser daheim mit Julbier, reichlich Kerzen– und Lichterschmuck, Plätzchen, warmen Met und einem Festtagsschmaus und opfere wie unsere Vorfahren Äpfel, Nüsse und Honig.

Während die Natur draußen unter ihrem Schneekleid oft leblos erscheint, schenkt die große Mutter dem Sonnengott neues Leben. Mit den länger werdenden Tagen erwacht auch die Natur und das Leben wieder um uns herum und wir erkennen, dass jeder Tod nur ein vorübergehender Schlaf ist.

Ich wünsche Euch noch ein paar besinnliche Rauhnächte.

Advertisements

2 Kommentare zu “Rauhnächte oder die Nichtzeit

  1. …so geschieht es bei mir schon seit langem, ich falle schon vor Weihnachten in eine Art Winterschlaf…der bis Anfang Januar anhält…geruhsam nichts tun…danach kehren die Ideen und Energien zurück und es gibt einen neuen Aufbruch ins Leben…ganz natürlich…

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s