Hölderlins verzauberte Landschaft

Mit meinem Wanderfreund Hölderlin bestaunte ich die total verhexte Landschaft um den Ulrichstein.

Sonnenbrille

Früher stand er noch etwas weiter oben auf einer Knochenmergelschicht, dann ist er im Laufe der Jahre immer weiter hinuntergerutscht, so dass ich den glitschigen Pfad durchs Gestrüpp hinterher rutschen musste. Hinauf war es dann noch etwas beschwerlicher: Zwei Schritt vor und einer zurück…

Im 16. Jhd. soll sich der landesflüchtige Herzog Ulrich unter dem Ulrichstein versteckt haben. Eigentlich ist das kein gutes Versteck. Auf dem Ulrichweg weisen nämlich überall Schilder zum Ulrichstein hin. Da findet ihn ja jeder Depp. Zwar gibt es zur Irreführung der Verfolger noch einen „falschen Ulrichstein“ in der Nähe, aber da denken seine Verfolger höchstens, dass Ulrich an diesen Tischen seine Mahlzeiten einnimmt und suchen weiter.

Wenn man die Steuern dauernd erhöht, muss es ja eines Tages zu einem Aufstand der Bevölkerung kommen. Dann hat er auch noch den Ritter Hans von Hutten ermorden und die freie Reichsstadt Reutlingen überfallen, bis es dem Schwäbischen Bund zu bunt wurde und dieser Ulrich vertrieb.

In dieser wundersamen Landschaft Hölderlins habe ich auch wieder das Schild vom Jakobsweg gefunden, das die Naturgeister auf einem früheren Spaziergang mal wieder umgesteckt haben.

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6 Kommentare zu “Hölderlins verzauberte Landschaft

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