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Meine Abenteuer mit der chinesischen Malerei 12

Küken 3

Im Garten liegt Schnee und ich warte darauf, dass die ersten Krokusse erscheinen. Im Hintergrund höre ich das Ballett der Küken in ihren Eierschalen von Tomita.

Vor meinen Augen trippeln plötzlich piepsende gelbe Federbällchen vergnügt im Garten herum.

Sie picken und piepsen überall herum. Ich versuche diesen wunderbaren Augenblick mit meinem Pinsel festzuhalten.

Meine Abenteuer mit der chinesischen Malerei 10

Orchid

Bei der Orchidee habe ich wieder geübt Spitzen zu malen.

Bei der Motifsuche sind mir äußerst interessante Exemplare begegnet. Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen, als ich dieses Video sah:

https://www.youtube.com/watch?v=hyk9dRXKKbg

Jetzt weiß ich auch, warum so viele Einsiedler im Himalaya meditieren. Dort soll nämlich alle 20 Jahre die schöne Narilatha Orchidee in Gestalt einer luftbekleideten Frau erblühen. So haben die Weisen dann garantiert ein Erleuchtungserlebnis.

Orchideen bedeuten in der Chinesischen Malerei übrigens Reinheit, Unschuld und Tugend.

Meine Abenteuer mit der chinesischen Malerei 4

Bambus 1

 

Jetzt schneit es endlich und so lenke ich meine Gedanken zu dem Bambus, der ein Symbol des Winters ist, um sie dort zu sammeln. Geschwind ziehe ich den fast trockenen Pinsel quer über das leere Papier. Mit nasser dunklerer Farbe verbinde ich die Bambusstücke miteinander. Dann versuche ich die spitzen Blätter hinzubekommen.

Die beiden Vögel, die sich auf meinem Bambus niederlassen, rufen in mir das Innere Lächeln hervor, das ich mir vor Jahren mühselig erarbeitet habe.

https://dschjoti.wordpress.com/2009/12/21/innere-laecheln-meditation-7617790/

Nun kann ich mich zufrieden in mein Bild versenken…

Taubenschwänzchen im November

Die zauberhaften Taubenschwänzchen schwirrten auch im November noch wie Kolibris um meine kräftig nach Honig duftenden Blumen herum und saugten mit ihren Saugrüsseln den Nektar aus den Blüten heraus. Der Schwanz des Taubenschwänzchens ähnelt dem einer Taube, daher hat es auch seinen Namen.

Geschickt steuerte eines davon direkt auf mich zu, als ich ihm mit meiner Kamera zu nahe kam und dann flog es mir doch auch noch von hinten unter den Haaren hindurch in meinen Kragen. Dabei brummte es mit einem dunklen Ton und schlug mit seinen Flügeln 81 Mal pro Sekunde um sich.

Dazu sangen die Naturgeister in ekstatischer Weise ihre magischen Choräle:

https://www.youtube.com/watch?v=keuksQgktFA&feature=youtu.be

So ging nach sonnigen warmen und Schnee der November zu Ende und die Naturgeister feierten Advent auf ihre Weise:

Advent Garten

Der Schopf-Tintling

Schopf-Tintling

Schopf-Tintling

Ich lief mitten auf der Wiese so schön vor mich hin, als er mir ins Auge sprang: der Coprinus comatus oder Spargelpilz, Porzellantintling, Tintenpilz, Tintenschopfling und wie er alles genannt wird.

Er ist ein entfernter Verwandter der Champignons und zählt solange  zu den Speisepilzen, wie er strahlend weiße rosige Lamellen hat und sein Hut anliegt.

Sobald er am Hutrand tropft und bei der Autolyse seinen Hut ablegt und sich zusammen mit seinen Lamellen in Tinte verwandelt um so seine Sporen zu verbreiten, wird er ungenießbar. Mit Alkohol kann er schwach giftig werden. Auch sollte er nicht roh verzehrt werden.

Mit seinen giftigen Fangorganen erbeutet er kleine Fadenwürmer und lähmt sie, so dass sein Myzel sie verdauen kann.

Wenn man ihn nicht von seinem Bruder Coprinus atramentarius, dem Grauen Faltentintling unterscheiden kann, muss man den Alkohol unbedingt meiden. Wenige Tröpfchen Alkohol einige Tage vor und nach der Pilzmahlzeit lassen das Coprin wirken, so dass der Alkohol im Körper nicht mehr abgebaut werden kann und so wird das Gesicht dann rot, der Puls rast, das Herz klopft, Hitzewallungen, Übelkeit, Verwirrung und Punkte in Flensburg drohen.

https://www.youtube.com/watch?v=ZQyz_FreUxM&feature=youtu.be

Das erscheint mir doch alles ziemlich giftig und so ließ ich diese Pilze lieber dort wo sie waren und machte ein paar Bilder von diesen hübschen Geschöpfen.

Meditation in meinem inneren Garten

Zierkohldeva

Ich schließe meine Augen, atme tief ein und aus und entspanne mich. Ich lenke meine Aufmerksamkeit ins Kronenchakra, das sich nun in Form einer Lotosblüte öffnet. Dabei  fokussiere ich meinen Bauchnabel. Ein mächtiges Energiefeld entwickelt sich zwischen  diesen beiden Chakren und durchflutet mich mit Licht.

Ich komme im Raum meiner goldenen Mitte, im Raum meines Herzens an.

Eine Biene in meinem Garten weist mir mit ihrem Gesang den Weg und ich betrete ihn einfühlsam. Ich spüre den Boden unter meinen Füßen. Ich fühle mich wohl und verweile gerne in meinem inneren Garten. Ich entdecke das Zentrum des Gartens und bewege mich darauf zu.

Ich stehe im Zentrum des Gartens und entdecke meine Pflanze aus der Orakelkarte, die ich zuvor gezogen habe. Die Pfefferminze bringt Klarheit, Konzentration und Erneuerung.

Ich betrachte und berühre die Pfefferminze und spüre in sie hinein. Ich atme ihren Duft  ganz bewusst in meinen Körper hinein. Jeder Körperteil labt sich an dieser Kraft und jede Zelle meines Körpers  erhält frische Kraft.  Es fühlt sich angenehm und kraftvoll an so tief und rein atmen zu können. Die Energien werden immer kräftiger. Der Duft der Pfefferminze vermischt sich mit denen der anderen Pflanzen. Nach allen Seiten wächst meine wahre Größe und Kraft. Meine Pflanze erreicht mit ihrem betörend sinnlichen Duft alle Stellen  in meinem Körper und in meinem Energiefeld.

Ich verweile eine Zeitlang in diesem meditativen  Zustand und genieße die Verbindung zu meinen Pflanzen und ergötze mich an den  zauberhaften Klängen der magischen Musik der Naturgeister:

https://www.youtube.com/watch?v=6Tf94uHk5p8&feature=youtu.be

Mit dieser heilsamen Energie schicke ich den Segen aus der Mitte des Gartens hinaus in die Welt und mache mich wieder auf den Weg zurück in den Alltag.

Meditation in den Gärten und Streuobstwiesen von Schnait

mystische Ziege

Jetzt in der Dunkelzeit bin ich  auf der Suche nach Energien. Ich entspanne mich und konzentriere mich auf meine Atmung. Dabei fühle ich, wie die kalte neblige Luft meine Nasenhöhle entlang streicht. Es ist ein angenehmes Gefühl, wie sich der Brustkorb bei jeden ein-und ausatmen leicht hebt und senkt. Ich betrachte mich aufmerksam von innen. Bei jedem Atemzug lasse ich los und schicke alles Belastende durch meinen Körper zu Mutter Erde.

Ich entspanne mich mit jedem Atemzug mehr und mehr. Die Gedanken weichen, der Alltag verschwimmt im Nebel. Bei jedem Einatmen und bei jedem Ausatmen sage ich:“ ich bin“ und „ es ist so wie es ist“. Meine Atemzüge werden länger und sanfter.

Ich lenke meine Aufmerksamkeit auf den Kopf und atme tief und langsam. Alles was mir nicht mehr dient darf sich jetzt verabschieden.

Ich richte meine Aufmerksamkeit auf die Augen. Ich fühle sie und atme den Segen in meine Augen hinein. Ich schaue mit den Augen der Göttin und ich sehe das Gute, Schöne und Richtige für mich.

Meine Aufmerksamkeit geht zu meinen Ohren und meinem Gleichgewichtssinn. Ich segne meine Ohren. Ich atme den Segen bewusst in meine Ohren hinein und  höre immer mehr auf die Stimme in meinem Herzen.

Ich lenke meine Aufmerksamkeit zu meiner Nase. Ich spüre die Nasenlöcher und atme den Segen in die Nase hinein. Ich vertraue auf den richtigen Riecher und  nehme die Wohlgerüche und die richtige Spur im Leben auf.

Nun richte ich meine Aufmerksamkeit in den Bauch, in  das Nabelzentrum. Dabei atme ich tief und langsam aus. Mein  Solarplexus ist meine  innere Sonne. Ich atme das goldene Segenslicht in mein Zentrum hinein. Das Licht breitet sich aus, durchströmt meine Augen, meine  Zellen und meine Aura mehr und mehr mit jedem Atemzug. Ich bin in meiner Mitte. Ich bin und bleibe in meiner Mitte, liebevoll gütig zuversichtlich und glücklich.

Ich sende meine Aufmerksamkeit in mein Herz und sende den Segen und die Liebe aus dem Herzen in meine Hände und zurück. Meine Worte und meine Heilungen haben Kraft und lassen mich meine Energie mit Mitgefühl lenken. Meine Hände segnen, senden Liebe aus und heilen. Ich segne meine Hände und mein Herz.

Meine Aufmerksamkeit geht zu meinen Füßen. Ich fühle meine Füße, während ich  atme. Ich sende den Segen in meine Füße, die mich tags auf meinen Wanderungen über die Erde und nachts durchs Traumland tragen. Meine Füße hinterlassen Abdrücke des Lichts und der Liebe. Sie sind die Boten des Guten.

Zuletzt richte ich die Aufmerksamkeit auf den gesamten Körper. Ich hebe die Arme nach oben und fühle die Öffnung und Verbindung mit dem göttlichen Licht, während ich atme. Dabei ziehe ich den Segen in meinen Körper hinein und mit einer sanften Lichtdusche kommt das Licht in den Körper hinein. Lächeln breite sich in meinem Gesicht aus. Mein Körper ist das Gefäß der Schöpfung. Er ist stark und fähig die göttliche Vollkommenheit auszudrücken. Langsam und  behutsam ziehe ich mit den Händen eine Schutzkugel um mich.

Langsam komme ich in meine Mitte. Hier  drin bin nur ich und nur ich allein –  ich selbst. Ich genieße das einströmende Licht und meine starke Gegenwart und die Kraft in mir.

https://www.youtube.com/watch?v=ju2JlqjrxXs

Das Klopfen der Stare und das Krächzen der Krähen wecken mich behutsam aus der Meditation. Ich atme tief ein und aus, erhebe mich von meiner Bank aus geschmolzenen Joghurtbechern  und  genieße die vom Nebel verzauberte Landschaft.

Meditation im Exotischen und Botanischen Garten Hohenheims

Tor zur Anderswelt

Gestern noch war ich im Außen, doch so plötzlich wie das kalte Wetter einsetzte, so wende ich mich auch wieder mehr nach Innen und der Vergangenheit zu.

Gleich zu Beginn meines Spazierganges erschien mir die  rote Göttin in ihrer Verkleidung als rotes Eichhörnchen. Die Dreifaltigkeit der Göttin schließt auch die weiße Göttin mit ein, die leider nirgends zu sehen war. Aber die  Greisin in ihrer  schwarzen  Hülle hüpfte  bereits von Baum zu Baum und verkündete, dass auch wenn alle Blätter herunter  fallen, die Lebenskraft im Innern liegt und daraus das NEUE hervorgehen wird. Das Alte muss sterben, damit das Neue geboren werden kann.

Unter den uralten Baumriesen  gehe ich  auf die Tore der Anderswelt zu.

Bald ist  Samhain, das Ende des keltischen Jahres, an dem die Zeit still steht und die Ahnen wieder unter uns weilen.

Wir ehren dann die Götter des Totenreiches, die die Seelen der Verstorbenen in ihrem Reich begrüßen.  Hier können sie sich ausruhen, bis sie sich wieder reinkarnieren.

https://www.youtube.com/watch?v=lH-HbJ_aI4w

Genauso wie die Natur ruhen wir uns nun aus und lernen uns kennen. Wir blicken zurück auf das, was im letzten Jahr getan wurde.

Altweibersommer beim Filsursprung

Hallimaschglühen

Ich besuchte die Göttin Anfang Oktober beim Filsursprung. Dazu musste ich mich beim Bahnhöfle zuerst durch die Büsche schlagen, die von ein paar Steinwesen bewacht werden. Unmengen von Wanderern, allein und in Gruppen rasten eilends an ihnen vorbei, weil sie so furchterregend dreischauten. Ich wusste aber, dass ich den rechten Weg einschlagen musste, zu dem die spiegelverkehrte Schrift gehört. Als sie mich bemerkten, führten die Bäume mal wieder einen Schlangentanz auf.

Das Reich der Göttin am Filsursprung wird von den Quellgeistern gehütet und von überall her plätscherte es und wisperte es ganz wunderbar.

Die ganze Gegend war verzaubert und manche Naturwesen schauten ganz unschuldig drein.

Grüne Zwerge schauten griesgrämig aus dem Gebüsch.

Als die ersten Regentropfen in die noch junge Fils platschten, erklang eine wundersame Melodie. Dürre Baumgeister bewegten dazu ihre langen dürren Finger im Takt und die hellen Stimmen der Quellnymphen klangen von überall her. Nur die Forellen ließen sich leider nirgends blicken.

Überall sprossen Pilze hervor. Hallimasch, die Leuchtpilze die des Nachts mysteriös im Unterholz glühen und sich von totem Holz ernähren und lugten zwischen den Gräsern an den modrigen Baumstümpfen hervor. Die Feen wussten, dass er früher „Heil-im-Arsch“ hieß, wegen seiner abführenden Wirkung und weil er gegen Hämorrhoiden hilft.

Weiter unten, wo die Fils schon etwas kräftiger war, badeten die Quellgeister und trieben ihren Schabernack. Aber die Wanderer waren so verhext, dass sie schnurstracks an ihnen vorbei liefen, ohne sie wahrzunehmen.

https://www.youtube.com/watch?v=j36kkL8EbiI

Zuletzt machte der Elefant des Wappens von Wiesensteig die Türe zum Reich der Göttin wieder zu, damit niemand Unbefugtes eindringen kann.

Auswanderer

Stare1

Bevor sie in den Süden ziehen, sammeln sie sich immer in den Baumkronen  der riesigen Birke und in den Tannen in der Umgebung.

Alle reden von den Einwanderern, aber niemand schien sich heute Mittag für die Auswanderer zu interessieren, obwohl sie einen Höllenlärm machten. Dabei heißt das Phänomen der riesigen Schwärme am Abendhimmel Murmuration. Aber mit Murmeln hat das ja gar nichts zu tun!

Ihr Gesang wurde mit der Zeit immer lauter. Immer mehr Schwärme gesellten sich zu denen, die schon da waren. Ab und zu flogen wieder einige weg, die später mit anderen zurückkamen. Die Zweige bogen sich schon unter ihrem Gewicht. Einmal wurde es schlagartig totenstill. Eine Krähe flog neugierig vorbei.

Sie ahmen perfekt die Geräusche von Autos, Handyklingeltönen und Nachbarn nach.

Nach einer Weile sang dann nur ein einziger Vogel und alle hörten zu. Dann wieder ging das Gezirpse  und Geplapper los und wurde immer lauter. Ich hörte das rhythmische Singen in Stereo, weil die von den anderen Bäumen im Chor mitsangen. Auch schnalzten einige so laut, dass es sich anhörte wie ein Schmatzen.

https://www.youtube.com/watch?v=E_ZMIqtSRzY

Im Laufe des Vormittags veränderte sich der Gesang und wurde tiefer und voller bis er sich zu einem wunderschönen Konzert entwickelte.