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Die Großen Schwarzen Löcher

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Ich schaue zurück zum Abgrund der Kälte und des Eises und ich weiß, dass ich meinen Weg nun alleine gehen muss.

Besonders traurig wurde ich, als der Tag zur Nacht wurde und morgens erschrak ich darüber, dass ich noch am Leben war. Unbeschreiblich war der Schmerz als mein Herz zerriss und meine Seele verzweifelt schrie.

Nun irre ich durch die vernebelte Welt und suche nach einem Ausgang. Jede Bewegung schmerzt. Nichts ergibt einen Sinn. Die Gefühle rennen wild umher…

Die ewigen Fragen „wie geht´s“ verstummten mit der Zeit. Die Einladungen der Verwandten und Bekannten wurden immer weniger.

Zuweilen sehe ich aber noch die Schönheit der Welt durch den Schleier meiner Tränen, wenn die Vögel zwitschernd den Frühling ankündigen, vergesse ich für einen Moment meine Schmerzen.

Nachdem ich mich eine Zeitlang noch ablenken konnte, glitt ich dann mit dem Einbruch der Dämmerung wieder in das Große Schwarze Loch.

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Es ist wie in einem Alptraum: eine düstere und grausame Welt in einer finsteren Zeit, in der ich von allen getrennt bin und nicht mehr weiß, wo ich hingehöre. Der Schmerz zerfrisst mich. Meine lautlosen Schreie verhallen unbemerkt.

Sollen die Wunden meiner Seele durch diese tiefe Dunkelheit etwa geheilt werden? Werde ich hier den verschwundenen Teil meiner Seele wiederfinden? Kann ich im Schwarzen Loch Berührungen und Schwüre vergessen?

Nichts ist mehr wie zuvor, alles ist anders. Das Vertrauen ist zerbrochen. Die Sicherheit ist verschwunden. Das Licht in meinem Herzen ist verloschen. Ich fühle mich fremd vor mir selbst in meiner Einsamkeit.

Die Angst vor der Welt ist hereingebrochen zusammen mit einem mir fremden unbekannten Gefühl.

Nun bin ich alleine mit meinen Gedanken, mit einer verletzten Seele und einem Leben ohne Wurzeln.

Mir bleibt nur suchend vorwärts zu gehen in der Hoffnung irgendwann wieder ans Licht zu kommen.

In meinen Träumen gibt es zuweilen noch Nähe, liebevolle Worte, Geborgenheit, Liebe und Licht. Aber in meinem Leben fühle ich dies nicht mehr.

Auf den regennassen Asphaltboden spiegelt sich das Licht der Straßenlaternen. Mich umfängt dunkle Nacht.

Ohne Halt schwebe ich  umher, vor mir selbst auf der Flucht. Am Leben verzweifelnd, mich wertlos fühlend, weiß ich nicht wohin, um Liebe, Halt und Geborgenheit zu finden. Der steinige Weg scheint nicht zu enden. Die tiefe Traurigkeit will nicht weichen.

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Ich bin irgendwo in einer falschen Welt und will heim.

 

Meditation mit Tönen

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Ich beobachte wie ich atme und spüre wie sich meine Bauchdecke hebt und senkt. Ich spüre meine Sitzfläche unter mir, während das Becken sich nach unten senkt. Ich entspanne mich beim Licht einatmen ins 1. Chakra. Alles was mir nicht gut tut, wie Unruhe, Angst und düstere Gedanken atme ich aus. Mein Körper entspannt sich.

Nun richte ich meine Aufmerksamkeit ins 2. Chakra. Das Becken wird breiter und ich sinke tief in meine Unterlage ein. Im 3. Chakra löse ich meine Spannungen und löse durch meinen Atem das was ich festgehalten habe.

Ich nehme eine goldene Lichtkugel wahr, die in mein 4. Chakra, das Herzchakra schwebt. Um sich herum hat sie eine rosa-grüne Aura. Sie erfüllt mein Herz mit einem Gefühl von Liebe, Glück und Sicherheit.

Im 5. Chakra geht es um Wahrhaftigkeit. So wie ich meine Aufmerksamkeit aufs 6. Chakra richte, lockert sich mein Unterkiefer und hängt leicht nach unten. Die Kopfhaut entspannt sich.

Zwischen den Augenbrauen öffnet sich ein 3. Auge, das sich immer weiter öffnet. Ich erfahre die Welt hinter meinen Augen. Das Licht welches durch meine Energiezentren strömt, eröffnet mir eine andere Welt in der ich mein Inneres leuchten sehe.

Mit meinem 3. Auge sehe ich die feinstoffliche Welt, wie sie schwingt, leicht vibriert und wunderbar sphärisch klingt. Es ist ein schönes Gefühl. Diese Welt hinter den Augen wächst und wächst, weitet sich immer mehr aus und verbindet mein 7. Chakra mit dem ganzen Universum. Wie durch einen riesigen Trichter fließt das Licht von dort in meinen Kopf und Energien von mir ins Universum. Es ist wie ein gewaltiges Geben und Nehmen

Meinen physischen Körper nehme ich nicht mehr wahr und ich befinde mich wohl in einer anderen Zeit in der ich mit allem verbunden bin und mich sicher aufgehoben fühle.

Die Welt hinter meinen Augen breitet sich noch weiter aus und ich bin nur noch Energie. Hier, wo ich mit meinem Ursprung verbunden bin, kann ich den Urton vernehmen.

Aus der Dunkelheit des Universums schwebt wieder die goldene Kugel mit der rosagrünen Aura heran. Sie sammelt meine verströmte Energie wieder ein und legt sie in mein Herz. Ein Gefühl von Freude, Geborgenheit und Sicherheit wohnen nun darin. Diese Welt werde ich immer wieder aufsuchen können und ich bin dankbar dafür, dass ich diese Welt besuchen durfte.

Langsam spüre ich meinen Körper wieder.

Solange der Ton der aus der Kristallklangschale noch durch den Raum schwebte, atmeten wir friedlich vor uns hin.

Zuletzt durfte sich jede einmal in die Mitte setzen und sich betönen lassen:

https://www.youtube.com/watch?v=IEq6U0Oodkc

Ich ging in die Stille zwischen den Klängen nach innen, in die Leere zwischen Ein- und Ausatmen und erfuhr was die Schwingungen in den menschlichen Energiefeldern bewirkt. Blockaden, die sich als Gefühle und Gedanken zeigten, lösten sich auf.

Once in a Blue Moon

Blue Moon

Heute Nacht wird wieder eine ganz besondere Nacht sein.

Wenn der Vollmond zum 2. Mal in einem Monat erscheint, oder wenn in einer Jahreszeit (zwischen Frühlingsanfang und Sommeranfang) vier Vollmonde erscheinen, heißt die Nacht des 3. Vollmondes  Blaumond (blue moon), weil es so selten stattfindet, also nur etwa alle zweieinhalb Jahre: once in a blue moon, wie die Engländer sagen.

In dieser 15. Nacht im Monat Schaban wird auch Allah von den Muslimen um Vergebung ihrer Sünden gebeten um bis Ramadan wieder rein zu sein.

Es ist die segensreiche Nacht der Vergebung in der das Schicksal für das nächste Jahr festgeschrieben wird.

Diese Nacht wird auch oft mit Feuerwerk begrüßt und die Moscheen strahlen hell erleuchtet, wie in den anderen heiligen Kandil- Nächten(Kandil heißt leuchten). So wurde diese heiligen Nächte schon im Osmanischen Reich zelebriert.

Am nächsten Morgen ist dann Fasten angesagt und die Gräber der Angehörigen werden besucht.

Wie feiert ihr denn diese Nacht?

Meditation mit Energiekugeln

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Ich beruhige meinen Geist indem ich Gedanken, Wahrnehmungen, Gefühle und Geräusche ebenso wie die Luft an mir vorbeiziehen lasse. Alle Probleme sind Trugbilder des Geistes.

Etwas von mir entfernt bildet sich ein kleiner Energieball. Ich atme ihn in mich hinein und er bewegt sich durch meinen Körper nach unten. Alle meine negativen Energien, die sich durch Sorgen und Nöte in mir angehäuft haben, fließen nun in diese Kugel hinein. Beim Hinaufkommen nimmt sie diese negativen Energien mit sich empor und fliegt damit ins All um sie zum Kosmos zur Transformation zurückzuführen

Immer neue Energiekugeln dringen beim Einatmen in meinen Körper und reinigen ihn auf diese Weise so lange bis mein Inneres hell und klar erstrahlt und ich die Schwingung der Silbe OM hören kann.

Alles was ich wahrnehme ist das Produkt meines eigenen Geistes und so lasse ich die Welt neu erstrahlen und kehre frisch gestärkt zurück in den Alltag.

Allerheiligen bei den Nebelgeistern

Gestrüpp im Nebel

Zunächst bedeckte Nebel den Ort und nichts ließ auf einen Sonnenstrahl hoffen. Von Kohlberg aus erklomm ich den 973m hohen Jusiberg.

Nebel versperrte mir die Sicht und ließ dunkle Schemen erahnen. Unheimliche Wesen aus den mystischen Dimensionen der Anderswelt lauerten in den Bäumen und Büschen. Gespenstische Licht- und Schattenphänomene ließen mir eiskalte Schauer über den Rücken laufen. Langsam schob sich ein kreisförmiger Ball durch die Nebelschwaden. Bunte Lichtphänomene und unwirkliche Traumgebilde eroberten das Gelände mit ihren zarten Schleiern. Es war, als ob der Jusiberg die Energien aus dem Kosmos zu sich herabzöge.

Versonnen betrachtete ich den Nebel von weiter oben und spürte die vibrierende Urkraft des Berges. Ich tauchte tief ein in die Magie dieses Ortes.

Die ersten Wanderer mit ihren klappernden Stöcken tauchten aus dem Nebel auf. Die Sonne bahnte sich ihren Weg durch die Nebelschwaden. Die Landschaft wurde herbstlich bunt und die verwunschenen Wälder erwachten zum Leben. Knochige Büsche säumen den steinigen Pfad und ab und zu zogen nasskalte Nebelschwaden geisterhaft an mir vorbei.

Geheimnisvolle Steinformationen ragen vor mir empor.

Zuweilen sehe ich gar nichts mehr. Es wird immer unheimlicher. Eine Orientierungstafel beschreibt welcher Ort wo ist, aber ich sehe dort nichts. Die Orte sind nicht da. Alles erscheint geheimnisvoll und unwirklich. Hier oben haben die meisten Bäume schon alle ihre Blätter verloren. Nur eine von den drei Linden hat noch kräftige gelbe Blätter.

Ich lasse langsam meinen Blick über den verschwundenen Albtrauf schweifen:

https://www.youtube.com/watch?v=jnwK_ysg6cM&feature=youtu.be

Durch einen Buchenwald laufe ich wieder talwärts und genieße das Licht- und Schattenspiel der Sonnenstrahlen. Unten am Waldrand kommen mir schon die Spaziergänger aus den Streuobstwiesen entgegen. Die Nebelschwaden sind nun verschwunden und ich lasse meine Blicke über den Albtrauf schweifen. Ein kleines Erdmännlein, das den Eingang zu dem riesigen Vulkanschlot bewachen soll, schaut mir verwundert nach, als ich seinen mit einer Wacholderheide bedeckten Rücken besteige.

Männchen

Herbstmeditation zwischen Eschenbach und Schlat

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Ich liege auf einer wellenförmigen Bank zwischen Schlat und Eschenbach und lausche der herbstlichen Stille. Nur ab und zu blinzelt die Sonne zwischen den Wolken hervor. Sie wärmt mich aber kaum. Während meine Gedanken mit den Wolken  an mir vorbeiziehen,  betrachte ich das bunte Farbenspiel der Blätter.

Morgens lag noch der kalte Nebel über den Tälern, als die Waldarbeiter bereits ihre Bäume fällten. Bunte Astern und andere Herbstblumen leuchteten aus den Gärten hervor. Rote Äpfel warteten in den Bäumen darauf gepflückt zu werden. In den Wäldern roch es stark nach Feuchtigkeit und Moder zwischen den unzähligen  Pilzen, die überall hervorsprosen.

In den Orten waren die Vorgärteneinladend geschmückt mit allerlei illustren Gestalten. In Eschenbach war die Andreaskirche wieder mal abgeschlossen, so dass ich jetzt immer noch nicht weiß, wie es darin aussieht. Den doppelten Bürgergeistern wurden es ganz bunt, als mir die Naturgeister meine Kamera verhexten. Erst nach einer Weile verschwand der Zauber wieder von selbst.

Oder hatten sich  etwa die Naturgeister so sehr über den wilden Hund erschreckt, der zähnefletschend mit großem Gebell aus dem Bauernhof Rommental bei Schlat heraus auf mich zu fegte,  um mich zu verjagen. Nachdem ich ihm erklärt hatte, das dies hier eine öffentliche Straße sei und er sich mal lieber um sein blödes Herrchen kümmern soll, das weit und breit nicht zu sehen war und vielleicht irgendwo seinen Rausch ausschlief, ließ er sich davon überzeugen, mich vorbeigehen zu lassen ohne mich zu beißen.

https://www.youtube.com/watch?v=Zb3eukhYUJs

Der restliche Weg war dann sehr gemütlich und nur durch gelegentlich vorbeirasende Traktoren und Waldfahrzeuge unterbrochen.

Hier könnt Ihr noch mehr von meinen früheren Abenteuern in Eschenbach erfahren: https://dschjoti.wordpress.com/?s=B%C3%BCrgermeister+Eschenbach

Der tanzende Blutmond

Blutmond

Heute Nacht weckte ich mein Handy mit einer Melodie, die ich zuerst mal in meinen Traum einbaute. So dachte ich, der Mond singt mir ein Ständchen.

Als ich dann endlich wach wurde, konnte ich nur verschwommen sehen und brauchte eine Weile bis ich mich in Bademantel, Wollsocken und Schuhe gewickelt hatte um die Mondfinsternis am 28. September 2015 zu erleben.

Bis ich dann endlich den Blutmond sah, war die Anfangszeit  bereits haushoch überschritten. Aber wenigstens wurde es richtig romantisch.

Der Mond war nicht statisch, sondern tanzte am Himmel inmitten der Sterne und vorbeifliegenden Flugzeuge. Ich erfreute mich am Spiel der Farben und Bilder und entdeckte eine andere Welt jenseits der Wirklichkeit. Ich spürte das pulsierende Leben im All und fühlte wie mein Herz mitschwang.

Mit meinem Smartphone konnte ich den Mond näher und näher zoomen so dass er mal punktförmig, mal sichelförmig erschien und auch aufgeblasen wie eine Kugel. Mal war er silbern, mal errötete er kupferrot.  Manchmal sah ich ihn überhaupt nicht, nämlich dann, wenn eine Wolke vorbeizog oder ich die Linse in die falsche Richtung hielt.

Ich war ganz in ihren Anblick des Sternenhimmels versunken, der hell und klar in schwindelnder Höhe schimmerte. und ich kam mir winzig vor in all dieser geisterhaften Pracht. Wie ich so dastand und den Mond betrachtete, ertönte um mich herum eine liebliche Sphärenmusik.

Ich sah wie der pralle Mond in den Erdschatten eintauchte und dabei errötete vor Vergnügen. „Blutmond“ heißt er deshalb, weil bloda im Germanische anschwellen, quellen oder fließen bedeutet und das machte er in dieser Nacht ausgiebig.

Weil auf die Erde strahlendes Sonnenlicht in der Erdatmosphäre gebrochen wird und in den Erdschatten gelenkt wird und die blauen Lichtanteile in die Atmosphäre gestreut werden, dringen nur die roten Wellen bis zum Mond. Diese roten Wellen erregten den Mond derartig, dass er um sich wieder abzukühlen, in den Erdschatten eintauchte.

https://www.youtube.com/watch?v=rUTX2pCNgaw&feature=youtu.be

„Die Sonne soll sich verkehren in Finsternis und der Mond in Blut, ehe denn der große und offenbare Tag des Herrn kommt“, steht in der Apostelgeschichte 2:20.

Dazu konnte mir der Mond aber leider auch nichts sagen.