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Der verzauberte Albtraufweg bei Spitzenberg und Grünenwald

Elfe im Feuchtbiotop Grünenberg

Ich wanderte von Gingen zum Spitzenberg , nach Oberböhringen, Burren und Grünenberg. Nach dem starken Regen, der in der Nacht gefallen war, hatte sich die Natur mit Wasser vollgesaugt und war ganz grün und frisch. Überall tummelten sich die Insekten.

Bei Grünenberg erfreuten sich die Naturgeister an einem wunderschönen Feuchtbiotop, das ich auf dieser Höhe nicht erwartet hätte. Aber durch den wasserundurchlässigen Lehmboden und die Naturschützer wurde dieses Paradies Wirklichkeit. Ich spürte die regenerierende die Kraft der Natur und blieb ganz still um die E aufzunehmen und möglichst lange in diesem Traum vom Paradies bleiben zu können:

https://www.youtube.com/watch?v=rmHWNQco984&feature=youtu.be

Wer sich genauer über das Feuchtbiotop informieren möchte, kann hier weiterlesen:

http://www.swp.de/geislingen/lokales/feuchtbiotop_-der-quell-des-lebens-12909255.html

Seht Ihr die Elfe in der Mitte des Sees?

 

Bei der Teufelsmauer im Schwäbischen Wald

Baumgeist

Die Teufelsmauer, auch Limes genannt, verlief bei Lorch 80 Kilometer schnurgerade von Norden nach Süden. Sie wurde auch Heidenmauer genannt weil sie vor den bösen Heiden schützen sollte.

Die gefährlichen dichten Wälder und unzugänglichen Gegenden östlich des Rheins wurden von den Römern als nicht einnehmbar eingestuft. Dort wohnten dunkle Dämonen und sündhafte Fabelwesen.

Bei den Germanen liefen nämlich die Götter frei in der Natur herum, wohnten in Bäumen, spielten in heiligen Hainen an Quellen mit Elfen, Elben Riesen und Nixen.

In den Bäumen verehrten die Germanen ihre Götter und brachten ihnen Opfergaben. Die Linde war der Liebesgöttin Freya geweiht, die Eiche dem Donnergott Donar.

Die 3 Nornen sitzen gerne am Fuße der Esche Yggdrasil, der Himmel, Erde und die Unterwelt miteinander verbindet. Unter seinen Wurzeln wacht der alte weise Riese Mimir über die Brunnen, deren Wasser Erkenntnis über das Sein schenkt.

Hels Reich der Unterwelt wird vom Höllenhund Garm bewacht.

DONAR, der Gott des Ackerbaus, fährt blitzeschleudernd mit seinem von Ziegenböcken gezogenen donnernden Wagen über den Himmel.

Odin, der schreckliche Wind- und Totengott, der sich nur von Met ernährt, hat in seiner Wut zahlreiche Bäume umgeknickt. Er ist ein alter graubärtiger Schamane, der ein Auge für den Runenzauber opferte und sich im Baum aufhängte, um seine Seele durch Qualen zwang seinen Leib zu verlassen. Er trägt einen Speer und wird von zwei Wölfen und zwei Raben, Gedanke und Erinnerung genannt, begleitet, die ihm alles was auf der Welt geschieht, berichten.

https://www.youtube.com/watch?v=isM8xXHL-bI&feature=youtu.be

Die Teufelsmauer gegen die Germanenflut hat nicht viel genützt und die sündhaften Fabelwesen treiben immer noch ihr munteres Spiel…

 

 

Ist der Friedwald eine Alternative zum normalen Friedhof?

friedwald

Was man heute nicht alles Kaufen kann! Zum Beispiel einen Bestattungsplatz mitten im Wald, ganz einfach per Katalog.

Den Eingang finde ich mit meinem Navi. Dort befinden sich Broschüren mit Preisen

für Einzel-, Doppel-, oder Mehrgräber mit dicken oder dünnen Bäumen je nach Geldbeutel, wie im Hotel. Je länger man bleibt, desto mehr kostet das Grab. Es kann bis zu 99 Jahre gemietet werden.

Babys werden übrigens unter dem kostenlosen Sternschnuppenbaum begraben.

Für immer im Grünen? Von wegen! Heute war es eisig kalt dort. Das weiße Gewand des Winters hatte sich über die Erde gelegt. Oder besser: über die Asche der Verstorbenen, die sich in Bio- Urnen befindet.

An manchen Bäumen hängen Täfelchen mit Sprüchen und manchmal auch Namen.

Wenn ich mich mal dazu entschließe sollte, meine Asche hier in die Baumwurzeln bringen zu lassen, darf ich sogar „Dschjoti“ auf das Schild schreiben, was ich auf einem normalen Friedhof bestimmt nicht darf und diejenigen, die leise in den Schnee: “ diese hab ich auch gekannt“ schreiben wollen, werden mich dann über GPS- Koordinaten finden, sofern die Urne nicht auf dem Weg vom Krematorium zum Friedwald verlorengegangen ist. Sowas soll ja vorkommen, vor allem, wenn der Postbote die Pakete einfach irgendwo abstellt, weil keiner da ist.

https://www.youtube.com/watch?v=pqgjCmB-1hc&feature=youtu.be

Am besten finde ich, dass es hier im Wald ein WC-Häuschen gibt. Die Verantwortlichen haben wirklich auch an die Lebenden gedacht.

 

 

 

Schneespaziergang

schneespaziergang

Nachdem ich heute früh schon mehrmals Schnee schippen musste, war ich heute Morgen nicht so gut auf den Winter  zu sprechen, zumal mein Nachbar wieder vor mir draußen war und überall auf dem Gehweg seine Eisspuren hinterlassen hatte, die ich nicht mehr wegbekam, weil sie festgefroren waren. Außerdem waren seit gestern ständig Schneegestöber vorhergesagt.

Nachmittags grinste die Sonne zu den Fenstern herein und da ich ihr Angebot nicht ablehnen konnte herauszukommen, machte ich mich auf zu einem Schneespaziergang. Es war nicht mehr so kalt und der Wind war auch nicht mehr da. Unter meinen Füßen knirschte der Schnee so schön und ich war ganz verzaubert von der weißen glitzernden Winterlandschaft.

Es waren nur wenige Leute unterwegs, hauptsächlich welche mit Kindern, die Schlitten fuhren. Ob die anderen wohl alle mit Grippe im Bett liegen?

Die Naturgeister trieben wieder ihre Spielchen und so konnte ich sie gut fotografieren.

https://www.youtube.com/watch?v=8Xw_ipSloUo&feature=youtu.be

Als ich zurück nach Hause kam, wurde ich schon sehnsüchtig von einer Amsel erwartet. Sie wollte Futter. Das von morgens war schon aufgefressen, jedenfalls die besten Stücke davon.

 

 

Am See des Vergessens

Traurig war ich auf der Suche nach einem Ort der Ruhe und des Friedens, nach einem Ort an dem ich wieder fühlen kann, nach dem glitzernden See des Vergessens.

Der Dunst schwebte durch das Tal und der Horizont schien sich aufzulösen, als ich stumm und sprachlos einsam am Ufer des Sees entlang lief. Die Atmosphäre war hier äußerst mystisch und gespenstisch, weil der Reif die Farben und Geräusche in eine grauweiße Landschaft reduzierte. Auch die Hügel waren in weißgraue Schleier gehüllt.

Die Zeichen der Natur sprachen ihre eigene Sprache und der Alltag verschwand für eine Weile. Meine Gedanken versuchten den Schleier der Zeit zu lüften, blickten zurück und versuchten vorwärts zu schauen.

https://www.youtube.com/watch?v=xLCoF8Mteso

Ich stapfte über das vermodernde Laub und fühlte den Winter am See zwischen dem Schilf, der wie ein Spiegel in den Tiefen der Seele lag. Die Natur ruhte erstarrt in glänzender Sonne.

Ein einsamer Reiher versuchte sich unsichtbar zu machen und flog davon, als er merkte, dass es ihm nicht gelang. In der Stille vernahm ich wieder die Schreie des Schmerzes.

http://www.songtexte.com/songtext/nenia-calladhan/der-see-des-vergessens-4bf6af96.html

Alleine

anderwelt

Heute, an Totensonntag floh ich aus meiner zerstörten Welt in die Anderwelt um dort nach meinen verlorenen Seelenanteilen zu suchen:

https://www.youtube.com/watch?v=Cj8k4Pb4DbQ

Aber ich konnte sie nicht finden…

Ein kleines Mädchen, welches ich hören, aber nicht sehen konnte, malte mir „weil ich so alleine bin“ mit bunten Farben eine neue Welt mit Schutzgeistern, die über mich wachen sollen, bis der große Kreis wieder von vorne beginnt.

Das verzauberte Land um Bad Boll

Alte A8 verzaubert

Ich wanderte zu Ferienbeginn durch das gut beschilderte Labyrinth am Albtrauf und schaute zu, wie sich die Blechlawinen über die A8 ergossen.

Die Naturgeister geleiteten mich mit ihren Gesängen und so wie sie mit Worten zauberten, so taten sie dies auch mit allem um mich herum, bis ich nur noch mit ihren Augen die Wunder der Natur wahrnahm.

Beim Deutschen Haus rastete ich an einem wunderschönen Teich.

Oben auf dem Kornberg angekommen, suchte ich die sagenhafte Bertaburg. Ich konnte dort weder eine Ruine, noch Mauerreste sehen. „Deshalb heißt diese Behausung Burgstall“, meinte die plötzlich auftauchende Tante vom Kaiser Barbarossa.

Als Witwe war Berta nach Boll gezogen um dort auf dem Kornberg, oberhalb von Bad Boll in ihrer Bertaburg zu wohnen.

Sie gründete den Chorherrenstift und die romanische Stiftskirche in Boll, in der sie begraben wurde.

Berta verriet mir, dass sie jahrelang Mehl und Brot, das sogenannte Bertamahl, an die Boller gestiftet hatte und dann von ihnen so lange verehrt wurde, bis ihre Gebeine zu leuchten begannen. Seither besitzt die Gräfin Berta von Ravenstein und von Boll auch noch den Heiligentitel. Kein Wunder, da sich ihr Name vom althochdeutschen Wort „berath“ ableitet, das glänzend und strahlend bedeutet, genauso wie das keltische Wort belos.

Bei der 200 Jahre alten Silberpappel schien mir der keltische Gott Belenos, des Lichtes und der Heilung in dieser verzauberten Gegend auch noch stark präsent zu sein. Damit ihm niemand zu nahe tritt, war ein Eichenzaun drum herum errichtet worden.

 

Von der Boller Heide aus lassen sich übrigens wunderschöne Sonnenuntergänge beobachten.