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Alleine

anderwelt

Heute, an Totensonntag floh ich aus meiner zerstörten Welt in die Anderwelt um dort nach meinen verlorenen Seelenanteilen zu suchen:

https://www.youtube.com/watch?v=Cj8k4Pb4DbQ

Aber ich konnte sie nicht finden…

Ein kleines Mädchen, welches ich hören, aber nicht sehen konnte, malte mir „weil ich so alleine bin“ mit bunten Farben eine neue Welt mit Schutzgeistern, die über mich wachen sollen, bis der große Kreis wieder von vorne beginnt.

Das verzauberte Land um Bad Boll

Alte A8 verzaubert

Ich wanderte zu Ferienbeginn durch das gut beschilderte Labyrinth am Albtrauf und schaute zu, wie sich die Blechlawinen über die A8 ergossen.

Die Naturgeister geleiteten mich mit ihren Gesängen und so wie sie mit Worten zauberten, so taten sie dies auch mit allem um mich herum, bis ich nur noch mit ihren Augen die Wunder der Natur wahrnahm.

Beim Deutschen Haus rastete ich an einem wunderschönen Teich.

Oben auf dem Kornberg angekommen, suchte ich die sagenhafte Bertaburg. Ich konnte dort weder eine Ruine, noch Mauerreste sehen. „Deshalb heißt diese Behausung Burgstall“, meinte die plötzlich auftauchende Tante vom Kaiser Barbarossa.

Als Witwe war Berta nach Boll gezogen um dort auf dem Kornberg, oberhalb von Bad Boll in ihrer Bertaburg zu wohnen.

Sie gründete den Chorherrenstift und die romanische Stiftskirche in Boll, in der sie begraben wurde.

Berta verriet mir, dass sie jahrelang Mehl und Brot, das sogenannte Bertamahl, an die Boller gestiftet hatte und dann von ihnen so lange verehrt wurde, bis ihre Gebeine zu leuchten begannen. Seither besitzt die Gräfin Berta von Ravenstein und von Boll auch noch den Heiligentitel. Kein Wunder, da sich ihr Name vom althochdeutschen Wort „berath“ ableitet, das glänzend und strahlend bedeutet, genauso wie das keltische Wort belos.

Bei der 200 Jahre alten Silberpappel schien mir der keltische Gott Belenos, des Lichtes und der Heilung in dieser verzauberten Gegend auch noch stark präsent zu sein. Damit ihm niemand zu nahe tritt, war ein Eichenzaun drum herum errichtet worden.

 

Von der Boller Heide aus lassen sich übrigens wunderschöne Sonnenuntergänge beobachten.

Meditation durch die Spiegelbilder

Geistertorte

Ich begebe mich auf die Reise um im Inneren etwas zu erleben.

Überall zwischen den Pflanzen und Kunstwerken wirken die Naturgeister und versuchen, die Menschen auf das Wesentliche aufmerksam zu machen. Was ihnen besonders gefällt, verzaubern sie und wenn wir durch die Spiegelbilder hindurch dringen und dem Kobold oder Narren folgen, können wir dahinter ein holografisches Zauberreich erblicken, das zwar nicht in unserer materiellen Welt existiert, dafür aber umso plastischer und realer erscheint, unser Herz berührt und unsere Seele schweben lässt.

Ich schaue gelassen in die Ferne, seitlich an der Peripherie befinden sich rechts und links die beiden gespiegelten Objekte aus der Welt der Materie. Ganz verschwommen nehme ich sie als Tor zu meiner Inneren Welt noch wahr.

Dann konzentriere ich mich nur noch auf die Mitte in der ich mein Krafttier erblicke, welches mich mit auf die Wanderung in meine Innere Welt nimmt. Es vereinigt die beiden Seiten der Materiellen Welt, ist selbst aber nur ein Abbild, wie eine Holografie welches ganz anders ausschaut als seine beiden Eltern.

Es ist eine fantastische farbige und verzauberte Welt, voller geheimnisvoller Muster und Ornamente, in der ich nun schwebe. Ab und zu dringen Augenblicke aus der materiellen Welt in meine innere Betrachtung hinein wie Wesen aus einer anderen Welt:

https://www.youtube.com/watch?v=bTZNe3Vumiw&feature=youtu.be

Wenn ich aus meiner Meditation zurückkehre, habe ich wieder für eine Weile genügend inneres Feuer gesammelt um weiter in der materiellen Welt leben zu können.

Die Naturgeister in den Offenen Gärten

0907_acanthus

Da ich keine Lust hatte, den Sonntag ins Wasser fallen zu lassen, hatte ich heute die Gelegenheit ergriffen um durch Privatgärten zu bummeln und zu schauen, wie es in anderen Gärten ausschaut:

https://www.youtube.com/watch?v=sqE0Um6au60&feature=youtu.be

Natürlich fand ich jede Menge Quell- und Wassernymphen. Bei dem Nieselwetter, wo ab und zu die Sonne hervor lugte, hatten sie richtig Spass.

Nur die Pflanze Akanthus erzählte ihre traurige Geschichte, dass sie einst als sie noch die Nymphe Acantha war, dem liebestollen Apoll sein Antlitz zerkratzte, als er sie vergewaltigen wollte. Aus lauter Wut verzauberte er sie in die Pflanze, die die Künstler seit der Antike überall auf den Kunstwerken und Säulen abbildeten.

Hier ist noch ein anderer verwunschener Garten vom vorletzten Jahr vom Tag der Offenen Gärten zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=DtWo4OzJYZk

Frühlingsfest im Gewächshaus

Tropenhaus

Während draußen die Frösche quakten und die Besucherströme sich durch die Blumenbeete führen ließen, konnten HSP (hochsensible Personen) drinnen in den Gewächshäusern leise Zaubermelodien vernehmen, mit denen sich die Pflanzen unterhalten. Die Hitze und die Feuchtigkeit im Tropenhaus schienen ihnen so sehr zu gefallen, dass sie mit der Zeit immer lauter wurden. Hier könnt ihr mit ihnen den Frühling feiern:

https://www.youtube.com/watch?v=hpudz5ungbQ&feature=youtu.be

Frühlingszauber am Blautopf

Die schöne Lau

Nicht nur Elfen tummelten sich damals in der Gegend von Blaubeuren, als vor 40 000 Jahren die Menschen Kunstwerke wie die Venus vom hohlen Fels gestalteten, die kürzlich in den Höhlen um Blaubeuren gefunden wurden.

Die Steinzeitmenschen beim Blautopf spielten sogar schon auf Flöten aus Gänsegeierknochen und Mammutelfenbein über Sehnsuchtsschmerz, Freude und Erkenntnis und über Liebe und Trennung.

So verzauberten sie die ganze Gegend um Blaubeuren mit den lieblichen Melodien ihrer prähistorischen Flöten, die sie von den Naturgeistern erhalten hatten und zogen mich in ihren Bann.

Mörike erzählte von der wunderschönen Wasserfrau, der schönen Lau, die so traurig war, weil sie keine lebendigen Kinder gebar. Ihre Schwiegermutter wusste, dass sie zuerst fünf Mal von Herzen lachen musste, bevor ihr Wunsch in Erfüllung ging. Ihr Mann, der Donaunix verbannte sie dazu in den Blautopf. Als sie sich traute, dort in die Brunnenkeller zu tauchen, lehrten sie die Frauen aus Blaubeuren das Lachen. Ob daher vielleicht der Ausspruch „zum Lachen in den Keller gehen“ kommt?

Die schöne Lau lacht übrigens heutzutage nicht nur mit den Frauen von Blaubeuren, sondern auch mit den Mitgliedern des Tauchklubs.

Ich kletterte auf den Berg hinauf nach Sonderbuch und wanderte durch die Zauberwälder. Ich schaute vom Knoblauchfels ins Blautal hinab und rastete bei der Ruine Rusenschloss.

Dort traf ich auf ein gar wundersames Völkchen, das sich am Wein ergötzte und weithin zu hören war. Kinder dürfen hier oben in der Mittagspause aber nicht auf dem Spielplatz spielen, um die Leute nicht beim Mittagsschlaf zu stören.

Spielplatz

Aber sie schliefen so fest, dass nicht einmal eine bellende Krähe, die ihr Revier verteidigte, sie aufzuwecken vermochte.

Als ich wieder  wieder hinab ins Tal, an exotischen Blumen vorbeilief,  wandelte ich auf dem Tugendpfad  durch das Naturschutzgebiet, das zahlreiche Spaziergänger, Hunde und Radfahrer bevölkerten.

Während das Blautopfbähnle diejenigen, die nicht mehr laufen konnte durch die schöne Landschaft fuhr, ließ ich den Zauber dieses sonderbaren Frühlingstages noch einmal an mir vorbeiziehen:

https://www.youtube.com/watch?v=qjodLxqW9sY&feature=youtu.be

Unten in Blaubeuren tanzten die Schatten der Vergangenheit zu den uralten Melodien überall um die Häusern herum.

Meine Abenteuer mit der chinesischen Malerei 18

Rappen

Vor meinem Fenster fliegt ein Rabe vorbei. Er verwandelt sich vor meinem inneren Auge in ein rabenschwarzes himmlisches Ross, einen Rappen mit übersinnlichem Ahnungsvermögen.

Dieses Krafttier ist ein Symbol für Stärke und Lebenskraft aber auch für Unabhängigkeit und Freiheitsdrang.

Springend, mit seinen über dem Boden schwebenden Hufen kündet es das leichte Überwinden von Hindernissen an.

Meine Abenteuer mit der chinesischen Malerei 6

Reiher 1

In der letzten Zeit traf ich des Öfteren Reiher auf meinen Wanderungen und da sie in China ein Symbol für den richtigen Weg sind, war es wohl der Weg zu einem neuen Krafttier.

Als Krafttier steht der Reiher u. a. für Geduld, Ausdauer, Gelassenheit und Selbstachtung und er begleitet mich nun auf meinen Wegen um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Da sein Schrei Glück in den kleinen alltäglichen Dingen verheißt, freue ich mich immer, wenn ich ihn treffe. Leider ist er aber so scheu, dass ich ihn kaum einmal filmen kann. Deshalb habe ich beschlossen ein Pärchen davon zu malen.

Als ich ihn beobachtete, wie er Mäusen und Schlangen auflauerte, wie eine Katze, wurde ich ganz ruhig und nicht einmal die Hunde und deren Besitzer, die vorbeikamen, sahen ihn. Als sie schon lange fort waren, flog ich mit ihm über die Wolken und als er mit seinem spitzen Schnabel hinein pickte, schneite es endlich:

https://www.youtube.com/watch?v=cwLFRCIr64o&feature=youtu.be

Reiher knicken übrigens den Hals im Flug, Kraniche fliegen mit gestrecktem Hals.

Meine Abenteuer mit der chinesischen Malerei 2

KräheWährend ich noch überlege, welches Motiv ich nun auf mein nächstes Papier malen will, fliegt eine Krähe, ein Begleittier der Hindu Göttin Kali krächzend an meinem Fenster vorbei und ich folge ihr mit meinem Pinsel um ihr Ki, den Geist des Lebendigen, zu erfassen.

Es heißt, dass sie in die Zukunft sehen kann und mit den Nornen die Schicksalsfäden webt. Sie fliegt zwischen den Welten hin und her und überbringt Botschaften und Nüsse, die ich ihr als Geschenk ins Vogelhäuschen lege.

In ihren Augen sehe ich die Anderswelt und während ich mit ihr dorthin fliege, spüre ich ihre Kreativität auf mich übergehen. Sie vermittelt mir mit ihrer anderen Realität die Illusion unserer Wirklichkeit.

Meine Abenteuer mit der chinesischen Malerei 1

SchwalbeAls meine Seele begann in den Pinsel zu fließen, sträubte er sich so sehr dagegen, dass die Haare in alle Richtungen abstanden und sogar einige von ihnen ausfielen. Also blieb mir nichts anderes übrig als mit einem weniger wertvollen, dünneren und weniger widerborstigen Pinsel aus dem Supermarkt vorlieb zu nehmen.

 

Eigentlich hätte ich ja mit einem Bambuspinsel mit Wolfs- oder Wieselhaaren malen sollen. Aber nicht mal mein Marder rückt ein einziges seiner Haare heraus, weil er sich dann unwohl fühlen würde und dann seine Seele nicht ins Nirwana käme…

 

Das Reispapier, das ich früher einmal in einem Chinaladen gekauft habe, habe ich leider aufgegessen, obwohl es nach gar nichts geschmeckt hatte und so muss ich mich mit den leeren Karten als Malgrund begnügen.

 

Der blöde chinesische Tuschestein lässt sich einfach nicht so leicht auf dem Mischstein zerreiben, wie es in der Anleitung steht. Nachdem mir schon das Handgelenk weh tut, habe ich endlich etwas schwarzen Abrieb in meinem Gefäß, leider aber auch hellgrauen. Mein Pinsel ist nun voller schwarzer Punkte, die vermengt mit Wasser auf dem Papier wie Dreck aussehen.

 

Mir reichts jetzt! Ich hole meine Wasserfarben und gehe wieder in die Meditation. Immer wieder beschäftigen sich meine Gedanken mit den hellgrauen Punkten und ob das wohl der Inhalt aus einer chinesischen Urne war…

 

Auf einmal fliegt eine Schwalbe durch meine düstere Aura und erhöht die Schwingung in meiner Umgebung so, dass der Raum ganz hell wird. Ich beginne mich auf den Frühling zu freuen und fliege mit ihr ins Glück…