Archiv

Flüchtlingskinder zu Goethes und Beethovens Zeiten

Marmotte xy

Murmeltier heißt auf französisch marmotte. Ich kenne sie eigentlich nur von Postkarten oder Tierfilmen aus der Schweiz.

Doch als ich zu »Avec que la marmotte« in den Mai hinein tanzte und mir dazu Gedanken zu dem Text machte, erfuhr ich dass Goethe den Text des Marmottebuben für das Theaterstück „Jahrmarkt in Plundersweiler“ schrieb und Beethoven das Lied vertonte:

https://www.youtube.com/watch?v=wdJZEqYaXEc

 Ich komme schon durch manche Land,

avec que la marmotte.

Und immer was zu essen fand,

avec que la marmotte

. Refrain: Avec que si, avec que la, avec que la marmotte. Avec que si, avec que la, avec que la marmotte.

  Ich hab‘ geseh’n gar manchen Herrn,

avec que la marmotte.

Der hat die Jungfrau gar zu gern,

avec que la marmotte.

Refrain:

 Hab‘ auch geseh’n die Jungfer schön,

avec que la marmotte.

Die täte nach mir Kleinem seh’n!

avec que la marmotte.

Refrain:

 Nun lasst mich nicht so geh’n, ihr Herrn,

avec que la marmotte.

Die Burschen essen und trinken gern,

avec que la marmotte.

Refrain:

Es geht hier um die Wander- und Flüchtlingskinder aus Savoyen und der Schweiz, die mit dressierten Murmeltieren als Straßenmusikanten mit der Drehleier und auf Jahrmärkten auftraten um zu überleben. Niemand wollte sie haben und deshalb wanderten sie immer weiter, manche bis nach Schweden.

Im 19. Jahrhundert wurde es dann schick, mit den Murmeltieren spazieren zu gehen und die Wände der Salons wurden mit Gemälden von weinenden und zerlumpten Bettelkindern mit Murmeltieren geschmückt.

Bei der Teufelsmauer im Schwäbischen Wald

Baumgeist

Die Teufelsmauer, auch Limes genannt, verlief bei Lorch 80 Kilometer schnurgerade von Norden nach Süden. Sie wurde auch Heidenmauer genannt weil sie vor den bösen Heiden schützen sollte.

Die gefährlichen dichten Wälder und unzugänglichen Gegenden östlich des Rheins wurden von den Römern als nicht einnehmbar eingestuft. Dort wohnten dunkle Dämonen und sündhafte Fabelwesen.

Bei den Germanen liefen nämlich die Götter frei in der Natur herum, wohnten in Bäumen, spielten in heiligen Hainen an Quellen mit Elfen, Elben Riesen und Nixen.

In den Bäumen verehrten die Germanen ihre Götter und brachten ihnen Opfergaben. Die Linde war der Liebesgöttin Freya geweiht, die Eiche dem Donnergott Donar.

Die 3 Nornen sitzen gerne am Fuße der Esche Yggdrasil, der Himmel, Erde und die Unterwelt miteinander verbindet. Unter seinen Wurzeln wacht der alte weise Riese Mimir über die Brunnen, deren Wasser Erkenntnis über das Sein schenkt.

Hels Reich der Unterwelt wird vom Höllenhund Garm bewacht.

DONAR, der Gott des Ackerbaus, fährt blitzeschleudernd mit seinem von Ziegenböcken gezogenen donnernden Wagen über den Himmel.

Odin, der schreckliche Wind- und Totengott, der sich nur von Met ernährt, hat in seiner Wut zahlreiche Bäume umgeknickt. Er ist ein alter graubärtiger Schamane, der ein Auge für den Runenzauber opferte und sich im Baum aufhängte, um seine Seele durch Qualen zwang seinen Leib zu verlassen. Er trägt einen Speer und wird von zwei Wölfen und zwei Raben, Gedanke und Erinnerung genannt, begleitet, die ihm alles was auf der Welt geschieht, berichten.

https://www.youtube.com/watch?v=isM8xXHL-bI&feature=youtu.be

Die Teufelsmauer gegen die Germanenflut hat nicht viel genützt und die sündhaften Fabelwesen treiben immer noch ihr munteres Spiel…

 

 

Was ist die Wirklichkeit?

fischuvogel

Während ich eifrig mitdiskutierte, ob es Multitasking gibt oder nicht und was irgendwelche Wissenschaftler dazu meinen, malte meine Hand das Fisch- Vogelpaar, von dem ich vor einiger Zeit folgende Geschichte des von Vassilis Vassilikos hörte:

Ein Fisch mit dem Unterleib eines Vogels und ein Vogel, mit dem Unterleib eines Fisches verliebten sich ineinander. Der eine ärgerte sich darüber, dass sie nie zusammenleben konnten. Der andere empfand es als Glück, weil er meinte, dass sie durch die Trennung immer ineinander verliebt sein könnten.

Übrigens sollen die hübschen flinken Silberfischchen das fehlende Bindeglied zwischen den echten Fischen und den Vögeln sein.

Warum ich mich nicht gleichzeitig mit Ohr und Mund an einer Diskussion beteiligen können soll, während Hand und Auge sich den schönen Künsten widmen, habe ich schon in der Schule nicht verstanden. Wir Menschen besitzen schließlich zwei Gehirnhälften und viele Areale, in denen wir alles verarbeiten können.

Was mir auch noch durch den Kopf ging: was ist denn nun die Wirklichkeit?

Die bewusste Welt, in der ich mit anderen diskutiere oder die unbewusste Welt, deren Bilder heraufsteigen und sich auf dem Papier manifestiert?

Oder gar die www-Welt in der ich diese Gedanken verbreite?

Was meint ihr denn dazu?

Welches ist die richtige Welt?

sechs Seerosen

Pünktlich zum Erdbeermond öffneten sich sechs Seerosen in meinem Tümpel. Eine fehlt noch, damit es eine Lotusblüte für jedes Chakra gibt.

Das erinnert mich daran, dass ich nicht wie die Indianer auf diesen besonderen Zeitpunkt des Vollmondes gewartet habe, sondern meine Erdbeeren schon vorher vernascht habe, um sie vor den Schnecken zu retten. Aber überlassen wir doch die Vollkommenheit den Göttern…

Tümpelpferd

 

Während buddhistische Heilige und hinduistische Götter oft auf einem Lotus dargestellt werden, verspeist mein Tümpelpferd einfach die Blätter der heiligen Wasserlilie und macht sich überhaupt nichts aus diesem seltenen Ereignis der Sommersonnenwende, dem längsten Tag des Jahres.

Tümpelpferd mit Seerosen

Welches ist denn nun die richtige Welt?

Die der Feier- und Gedenktage oder die der Nilpferde?

Der verzauberte Remswanderweg

Flederigel 1

Warum hat wohl der Künstler auf den Korber Kopf einen hohlen Kopf kreiert?

Während ich diesem Gedanken nachlief, kam ich an einen Weinberg. Dort hielt mich wohl eine Weinbäuerin für Ungeziefer, als sie ihr Gift direkt in mein Gesicht verspritzte und grinsend mit ihrem Gefährt zwischen ihre Weinstöcke davon fuhr. Der Wind trug ihr Gift noch weiter auf die Straße hinaus, so dass ich es noch kräftig einatmen konnte.

Später hatte ich ganz schön Kopfweh bekommen. Hoffentlich wirkt das Gift nicht dahingehend, dass ich von nun an meine Bäume so kubisch schneide, wie die Gärtner an der alten Römerstrasse in Waiblingen.

In einen Regenguss, der das Gift hätte abwaschen können bin ich leider nicht mehr gekommen.

Bei der Kreuzeiche im Stadtwald von Waiblingen gab es zwar Wetterhäuschen zum Unterstellen, aber das Wetter blieb trotz drohender Wolken schön.

https://www.youtube.com/watch?v=uT5E2p49qcM&feature=youtu.be

Einmal kam sogar eine Fledermaus vorbei.

Hier im Rems-Murr-Kreis leben mindestens 16 verschiedene einheimische Fledermäuse, die ich bis dahin gar nicht kannte: Wasserfledermaus, kleine Bartfledermaus, braunes Langohr, Graue Langohr, Bechsteinfledermaus, Abendsegler, Zwergfledermaus, Mausohr, Mopsfledermaus großer Abendsegler und noch andere Arten. Eigentlich müssten sie Flederigel heißen, weil sie mit Igeln näher als mit Mäusen verwandt sind.

Hier gibt es noch mehr Wunderliches vom Korber Kopf: https://dschjoti.wordpress.com/2010/05/18/stammen-figuren-osterinseln-skulpturenpfad-korber-kopfes-8620962/

 

Von schwäbischen Spätzle und Spatzen

Spätzle und Spatzen

Seit März 2012 sind nicht nur Tierarten geschützt, sondern auch Schwäbische Spätzle. Ich habe sie zwar hier in Baden- Württemberg wie verlangt erzeugt, verarbeitet und hergestellt, aber ich bin nur eine Neigeschmeckte, weil ich nicht hier geboren bin. Ob ich sie wohl trotzdem „Schwäbische Spätzle“ nennen darf?

Hier ist mein Rezept:

1 Kilo Dinkelmehl

6 Eier

250 ml Kefir (Sprudel geht auch)

2 Teelöffel Salz

2Esslöffel Frischkäse

2 Hände voll Kräuter aus dem Garten

200g Streukäse

Röstzwiebeln

 Zubereitung:

Alles außer dem Streukäse und den Röstzwiebeln zu einem zähen Teig verrühren bis er Blasen wirft.

Diesen Teig von einem nassen Brett mit einem großen langen Messer in dünnen (Spätzle) oder dicken(Spatzen) Streifen in einen Topf mit kochendem Salzwasser schaben. Wenn sie an der Oberfläche schwimmen, werden sie mit einem Schaumlöffel herausgefischt und in einem Sieb abtropfen gelassen.

Die Kässpätzle werden dann mit Streukäse und Röstzwiebeln geschichtet in einer Schüssel serviert.

Meine Abenteuer mit der chinesischen Malerei 21

Mandarinenten 2016 b

オシドリ

Die letzte Aufgabe war, ein Mandarinentenpaar zu zeichnen. Oshidori オシドリ , wie sie in Japan heißen, leben monogam und verkörpern deshalb in China eheliche Treue und Eheglück.

Werden die Brautenten im Schlafzimmer aufgestellt, symbolisieren sie Liebe und Romantik. Aber es müssen zwei sein, nicht etwa drei! Sonst wirkt das Feng Shui vielleicht nicht so, wie man es sich gedacht hat.