Meditation mit Ebru

Ebru Nelken

Es wird bei der Ebru- Malerei quasi auf dem Wasser gemalt. Die Farben mischen sich nicht untereinander, sie führen aber einen lebendigen Tanz umeinander herum auf, so dass die Fantasie der Künstlerinnen angeregt wird und sie damit wie mit Marionetten spielen kann:

https://www.youtube.com/watch?v=NKLml9IhvQI&feature=youtu.be

Ebru ist ein alt-türkisches Wort für Wolken und so sehen die Bilder auch aus. Sie eignen sich hervorragend als Mandala zur Meditation.

Um Gott näher zu kommen, versenkten sich Spirituelle Sufigemeinschaften des Osmanischen Reiches in dieser Wasseroberfläche ( persisch: abru) zur Meditation.

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Die zerfallenen Schuhe

zerfallene Schuhe

Endlich hatte ich mal wieder eine Gelegenheit meine schönen goldenen Sandalen aus dem Schuhschrank zu holen und dann sehen sie aus, als ob Ratten daran genagt hätten. Aber der Schuhschrank war verschlossen und die anderen Schuhe waren alle in Ordnung.

Klar, dass Kunststoffe unterschiedlich auf die Umwelt reagieren, aber mit so etwas hatte ich nicht gerechnet.

Hydrolyse heißt dieser chemische Prozess, bei dem sich die Weichmacher verflüchtigen. Aber eigentlich waren diese Sandalen schon immer ziemlich hart.

Und jetzt heißt es wieder, dass die Konsumentin zu viel Müll macht. Und wenn ich jetzt barfuß zur Geburtstagsfeier gehe, gehen ja wieder Arbeitsplätze in der Schuhindustrie verloren…

Jetzt weiß ich jedenfalls, warum sich die Frauen früher ihre Schuhe selber gehäkelt haben. Hüttenschuhe zum Selberhäkeln gab es übrigens auch schon beim Aldi.

Der verzauberte Albtraufweg bei Spitzenberg und Grünenwald

Elfe im Feuchtbiotop Grünenberg

Ich wanderte von Gingen zum Spitzenberg , nach Oberböhringen, Burren und Grünenberg. Nach dem starken Regen, der in der Nacht gefallen war, hatte sich die Natur mit Wasser vollgesaugt und war ganz grün und frisch. Überall tummelten sich die Insekten.

Bei Grünenberg erfreuten sich die Naturgeister an einem wunderschönen Feuchtbiotop, das ich auf dieser Höhe nicht erwartet hätte. Aber durch den wasserundurchlässigen Lehmboden und die Naturschützer wurde dieses Paradies Wirklichkeit. Ich spürte die regenerierende die Kraft der Natur und blieb ganz still um die E aufzunehmen und möglichst lange in diesem Traum vom Paradies bleiben zu können:

https://www.youtube.com/watch?v=rmHWNQco984&feature=youtu.be

Wer sich genauer über das Feuchtbiotop informieren möchte, kann hier weiterlesen:

http://www.swp.de/geislingen/lokales/feuchtbiotop_-der-quell-des-lebens-12909255.html

Seht Ihr die Elfe in der Mitte des Sees?

 

Frühstück mit Muffinbrötchen

Muffinbrötchen 1

 

Nachdem ein Teil meines letzten selbstgebackenen Brotes an der Schnittkante verschimmelt ist und sich die Form noch in der Spülmaschine befand, dachte ich, ich könnte doch mal die Form für die Muffins für die Brotmischung ausprobieren.

Hier ist das Resultat:

Frühstück mit Muffinbrötchen 2

Es schmeckt auch himmlisch 🙂

 

Flüchtlingskinder zu Goethes und Beethovens Zeiten

Marmotte xy

Murmeltier heißt auf französisch marmotte. Ich kenne sie eigentlich nur von Postkarten oder Tierfilmen aus der Schweiz.

Doch als ich zu »Avec que la marmotte« in den Mai hinein tanzte und mir dazu Gedanken zu dem Text machte, erfuhr ich dass Goethe den Text des Marmottebuben für das Theaterstück „Jahrmarkt in Plundersweiler“ schrieb und Beethoven das Lied vertonte:

https://www.youtube.com/watch?v=wdJZEqYaXEc

 Ich komme schon durch manche Land,

avec que la marmotte.

Und immer was zu essen fand,

avec que la marmotte

. Refrain: Avec que si, avec que la, avec que la marmotte. Avec que si, avec que la, avec que la marmotte.

  Ich hab‘ geseh’n gar manchen Herrn,

avec que la marmotte.

Der hat die Jungfrau gar zu gern,

avec que la marmotte.

Refrain:

 Hab‘ auch geseh’n die Jungfer schön,

avec que la marmotte.

Die täte nach mir Kleinem seh’n!

avec que la marmotte.

Refrain:

 Nun lasst mich nicht so geh’n, ihr Herrn,

avec que la marmotte.

Die Burschen essen und trinken gern,

avec que la marmotte.

Refrain:

Es geht hier um die Wander- und Flüchtlingskinder aus Savoyen und der Schweiz, die mit dressierten Murmeltieren als Straßenmusikanten mit der Drehleier und auf Jahrmärkten auftraten um zu überleben. Niemand wollte sie haben und deshalb wanderten sie immer weiter, manche bis nach Schweden.

Im 19. Jahrhundert wurde es dann schick, mit den Murmeltieren spazieren zu gehen und die Wände der Salons wurden mit Gemälden von weinenden und zerlumpten Bettelkindern mit Murmeltieren geschmückt.

Bei der Teufelsmauer im Schwäbischen Wald

Baumgeist

Die Teufelsmauer, auch Limes genannt, verlief bei Lorch 80 Kilometer schnurgerade von Norden nach Süden. Sie wurde auch Heidenmauer genannt weil sie vor den bösen Heiden schützen sollte.

Die gefährlichen dichten Wälder und unzugänglichen Gegenden östlich des Rheins wurden von den Römern als nicht einnehmbar eingestuft. Dort wohnten dunkle Dämonen und sündhafte Fabelwesen.

Bei den Germanen liefen nämlich die Götter frei in der Natur herum, wohnten in Bäumen, spielten in heiligen Hainen an Quellen mit Elfen, Elben Riesen und Nixen.

In den Bäumen verehrten die Germanen ihre Götter und brachten ihnen Opfergaben. Die Linde war der Liebesgöttin Freya geweiht, die Eiche dem Donnergott Donar.

Die 3 Nornen sitzen gerne am Fuße der Esche Yggdrasil, der Himmel, Erde und die Unterwelt miteinander verbindet. Unter seinen Wurzeln wacht der alte weise Riese Mimir über die Brunnen, deren Wasser Erkenntnis über das Sein schenkt.

Hels Reich der Unterwelt wird vom Höllenhund Garm bewacht.

DONAR, der Gott des Ackerbaus, fährt blitzeschleudernd mit seinem von Ziegenböcken gezogenen donnernden Wagen über den Himmel.

Odin, der schreckliche Wind- und Totengott, der sich nur von Met ernährt, hat in seiner Wut zahlreiche Bäume umgeknickt. Er ist ein alter graubärtiger Schamane, der ein Auge für den Runenzauber opferte und sich im Baum aufhängte, um seine Seele durch Qualen zwang seinen Leib zu verlassen. Er trägt einen Speer und wird von zwei Wölfen und zwei Raben, Gedanke und Erinnerung genannt, begleitet, die ihm alles was auf der Welt geschieht, berichten.

https://www.youtube.com/watch?v=isM8xXHL-bI&feature=youtu.be

Die Teufelsmauer gegen die Germanenflut hat nicht viel genützt und die sündhaften Fabelwesen treiben immer noch ihr munteres Spiel…

 

 

Die Großen Schwarzen Löcher

schw Loch 23

Ich schaue zurück zum Abgrund der Kälte und des Eises und ich weiß, dass ich meinen Weg nun alleine gehen muss.

Besonders traurig wurde ich, als der Tag zur Nacht wurde und morgens erschrak ich darüber, dass ich noch am Leben war. Unbeschreiblich war der Schmerz als mein Herz zerriss und meine Seele verzweifelt schrie.

Nun irre ich durch die vernebelte Welt und suche nach einem Ausgang. Jede Bewegung schmerzt. Nichts ergibt einen Sinn. Die Gefühle rennen wild umher…

Die ewigen Fragen „wie geht´s“ verstummten mit der Zeit. Die Einladungen der Verwandten und Bekannten wurden immer weniger.

Zuweilen sehe ich aber noch die Schönheit der Welt durch den Schleier meiner Tränen, wenn die Vögel zwitschernd den Frühling ankündigen, vergesse ich für einen Moment meine Schmerzen.

Nachdem ich mich eine Zeitlang noch ablenken konnte, glitt ich dann mit dem Einbruch der Dämmerung wieder in das Große Schwarze Loch.

schw Loch 23gespre

Es ist wie in einem Alptraum: eine düstere und grausame Welt in einer finsteren Zeit, in der ich von allen getrennt bin und nicht mehr weiß, wo ich hingehöre. Der Schmerz zerfrisst mich. Meine lautlosen Schreie verhallen unbemerkt.

Sollen die Wunden meiner Seele durch diese tiefe Dunkelheit etwa geheilt werden? Werde ich hier den verschwundenen Teil meiner Seele wiederfinden? Kann ich im Schwarzen Loch Berührungen und Schwüre vergessen?

Nichts ist mehr wie zuvor, alles ist anders. Das Vertrauen ist zerbrochen. Die Sicherheit ist verschwunden. Das Licht in meinem Herzen ist verloschen. Ich fühle mich fremd vor mir selbst in meiner Einsamkeit.

Die Angst vor der Welt ist hereingebrochen zusammen mit einem mir fremden unbekannten Gefühl.

Nun bin ich alleine mit meinen Gedanken, mit einer verletzten Seele und einem Leben ohne Wurzeln.

Mir bleibt nur suchend vorwärts zu gehen in der Hoffnung irgendwann wieder ans Licht zu kommen.

In meinen Träumen gibt es zuweilen noch Nähe, liebevolle Worte, Geborgenheit, Liebe und Licht. Aber in meinem Leben fühle ich dies nicht mehr.

Auf den regennassen Asphaltboden spiegelt sich das Licht der Straßenlaternen. Mich umfängt dunkle Nacht.

Ohne Halt schwebe ich  umher, vor mir selbst auf der Flucht. Am Leben verzweifelnd, mich wertlos fühlend, weiß ich nicht wohin, um Liebe, Halt und Geborgenheit zu finden. Der steinige Weg scheint nicht zu enden. Die tiefe Traurigkeit will nicht weichen.

schw Loch 23gespli

Ich bin irgendwo in einer falschen Welt und will heim.