10. Die reinigenden Wasserspiele

 

Ich erfreute mich am Zauber der Musik und wandelte mit Shiva und den Béatricen in den wundersamen exotischen Paradiesgärten umher. Wir suchten den Fluss der Erkenntnis mit dem reinigenden Wasser der Reuetränen.

Wasserspiele

Aber immer wieder störten uns die Gespenster die als dunkle Schatten vergangener Zeiten umher huschten. Daran war Shiva schuld, weil er mal wieder gierig wie er war, das Wasser des Styx, das das Reich der Lebenden von dem der Toten trennte, ausgetrunken hatte.

Als schließlich die Naturgeister auftauchten, wurde die Musik lebhafter:

https://www.youtube.com/watch?v=I0RDg0Hj3M0

Die Naturgeister hüpften munter zwischen den Wasserfontänen im Zaubergarten mit seinen kunstvollen und farbig leuchtenden Wasserspielen hindurch und feierten ein rauschendes Fest.

 

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9. Ist Béatrice auch Beatrice ?

Béatrice Parc

Béatrice in ihrer Villa auf der Halbinsel Cap Ferrat, war gewiss nicht zu beneiden und Shiva meinte, wenn sie alles hat, muss ihr als Ausgleich auch etwas sehr Wichtiges fehlen…

Mit 19 Jahren wurde sie mit einem 15 Jahre älteren Mann verheiratet, der sie betrog und mit einer entsprechenden Krankheit beschenkte, so dass sie auch noch kinderlos blieb.

Ich bewunderte gerade ihre schönen Gemälde, ihre Porzellansammlung und die Innenräume ihrer von dunklen Schatten bewohnten Villa, als mich liebliche Töne in den Garten riefen:

https://www.youtube.com/watch?v=kJBvPAg6wq8&feature=youtu.be

Hier befanden sich die Heiligen Hallen des Paradieses und eine wunderschöne Gestalt schwebte mit Shiva auf einer Blumenwolke zu mir herab.

Es war Dantes Beatrice und sie begannen sogleich mit mir zu philosophieren. Ob die Béatrice von vorhin denn nun dieselbe sei wie sie, die Geliebte Dantes und ob sie dann gleichzeitig und nebeneinander her oder nacheinander existierten.

Shiva führte natürlich die Wiedergeburt an. Aber auf meinem Handy stand immer noch dasselbe Datum von heute.

8. Die Schatten im Hause Renoirs

Renoirs Villa mit seinen Gemälden fand ich in einem wunderbaren uralten Olivenhain, wo sie sich gut versteckte. Die Villa enthielt auch noch alte Möbel und sie war zwar innen sehr interessant, aber dort spukte es.

Schatten von Renoir

 

Überall huschten die wunderschönen, aber düstere Geister der Vergangenheit herum. Renoir selbst malte wohl auch lieber im Freien.

Später, im Rollstuhl, malte er dann unter Schmerzen, mit einem an die Hand gebundenen Pinsel.

Hier war wirklich ein Modell-verschlingender Vampir am Werk, den ich nur Dank Shivas Dreizack von mir fernhalten konnte.

https://www.youtube.com/watch?v=xnpJcWBoDbQ&feature=youtu.be

So floh ich dann recht bald hinaus zu den Vögeln, die im Schatten der Olivenbäume herumflogen und dort beobachtete ich dann auch die Naturgeister.

 

 

7. Die Sonne will nicht gestört werden

Die Stadt war völlig verzaubert von Touristen und anderen Naturgeistern und dann trafen wir im Grimaldi Schloss die Ziege Esmeralda, die sogar die Sonne, bzw. den berühmten Maler Picasso stören durfte.

Sie zeigte uns seine Bilder. Den Macho, den ich noch nie leiden konnte, der mit der Schattenseite des Lebens kämpft, der einen stinkenden Ziegenbock mehr liebte als seine Familie, wollte ich gar nicht kennenlernen.

Picasso malte sich sogar selbst als alten Ziegenbock, der eine junge Frau umwirbt. Das mussten die Naturgeister gleich mal spiegeln:

Pic Zig

Ausgerechnet Picasso meinte, Matisse sei verrückt. Aber wenn ich mir Picassos Friedenstempel ansehe, in den auch der Krieg mit wohnen darf… und seine Figuren mit den Körperteilen an den falschen Stellen….

Shiva meinte dass die Sonne schließlich auch schon vor dem Klimawandel recht heiß am Mittelmeer brannte, wo die alternden Künstler mit ihren Musen ihr Leben ausklingen lassen:

https://www.youtube.com/watch?v=Tt-EpMTQdEg&feature=youtu.be

Und so lästerten wir lange noch über die verzauberten Gemälde, Skulpturen, Tiere und die von ihm ausgemalte Schlosskapelle, während wir den wunderschönen Sonnenuntergang genossen und die Ziege fütterten.

 

 

 

 

6. Die uralte Stadt Antibes

Antibes

Shiva sauste im den Yachthafen von Antibes mit den schnittigen Reisegefährte der Reichen herum und ich freute mich über den schönen Sandstrand und das Meer, die die Naturgeister zusammen mit der Stadt völlig verzaubert hatten.

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=hByqs2GYddY&feature=youtu.be

 

Nacktbaden dürfen die Menschen hier allerdings nicht, meinte Shiva. Sowas dürfen hier nur die Götter, seit 2011…

Also wurden wieder meine wieder mal Kleider nass…

Antibes Meer

Eigentlich ist Antibes eine uralte Stadt, die schon vor Christus von den Griechen und später von den Römern bewohnt wurde. Der keltische Gott Olludius wurde hier verehrt und Napoleon floh hier hin, nachdem er es auf Elba nicht mehr aushielt.

Jetzt fliehen hierher die Touristen, die es zuhause nicht mehr aushalten.

5. Die erleuchteten Buddhas und Apollos Lingam

Shiva und ich gingen zum Platz mit den vielen Buddhas, die er natürlich alle erleuchtet hatte, wie er behauptete und machten Selfies vor den Springbrunnen.

Hier machte mich Shiva dann mit dem Sonnengott Apollo bekannt und der wollte doch tatsächlich von mir wissen, ob ich etwas an seinem Lingam auszusetzen hätte.

https://www.youtube.com/watch?v=-tYFPyYIHhE&feature=youtu.be

Als ich mit der Antwort zögerte, um Apoll nicht zu verletzen und um seinen Schöpfer Zeus nicht zu verärgern, erklärte mir Shiva, dass sich deswegen große Streitereien zugetragen hätten und man Apollo, dem Gott des Lichtes 1970 verboten hätte, sich auf den Sonnenbrunnen zu stellen.

Wer hätte das von den Franzosen gedacht?

Erst 2011 durfte er wieder in voller Pracht im Kreise seiner Lieben: Erde, Mars, Venus, Merkur und Saturn auf dem Fontaine du Soleil posieren.

Hier posieren Shiva und Apollo extra für Euch:

Shiva und Apollo

4. Im Königreich des Friedens

Friedhof a

Shiva und ich begleiteten Matisse noch zu seinem Grab auf dem Friedhof. Er nannte es sein Königreich des Friedens, in dem die Seele nicht mehr im Körper gefangen ist.

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=8CrCBMUA2E4&feature=youtu.be

Als ich mich beim Verabschieden noch einmal nach im umdrehte, sah ich wie er in ein anderes Grab verschwand. Es war leicht geöffnet. Aber es war zu dunkel um zu sehen, wer da noch drin war. Außerdem zerrte Shiva mich schon wieder energisch in Richtung Ausgang. Er murmelte etwas von Vampiren…