Tag-Archiv | Adelberg

Die Naturgeister am Herrenbachstausee im November

An diesem schönen Tag im Herbst trieben es die Naturgeister es besonders wild. Die meisten Spaziergänger hatten sich schon gar nicht hierher getraut und sogar das Schwanenweibchen hatte Reißaus genommen. Aber vielleicht war ihm ja das aggressive Männchen auch nicht geheuer.

Dabei waren die Naturgeister im Sommer noch recht friedlich:

Nun aber waren überall die zerstörerischen Kräfte am Werk und verwirrten die Gemüter der Menschen und der Geister. Die Windgeister pfiffen uns um die Ohren. Der Verfall kennzeichnete die Natur. Bedrohlich grinsten uns die Waldgeister an, so dass uns nasskalte Schauer über den Rücken liefen. Da hatte es die hervor blinzelnde Sonne nicht leicht dagegen anzustrahlen.

Die schönen geschnitzten Holzfiguren hatten sie angenagt und bei einem Baumstamm die Türe abgerissen.

Irgendeinem Wanderer hatten sie die Schuhe geklaut und nur so zum Possen über dem Barfußpfad wieder aufgehängt. Dazu hatten sie auch noch ein Schild geschrieben, dass man ausgerechnet dort seine Schuhe abstellen sollte.

Die Wassergeister hinderten mich massiv daran, auf dem Barfußpfad über den Bach zu laufen, so dass ich mit meinem Rollator umkehren musste und natürlich im Kies stecken blieb.

Zuletzt flüchtete sogar die Katze der Herrenbachmühle vor den umher tollenden Geistern ins Auto. Sie kroch blitzschnell unter den Sitz und wollte gar nicht mehr hervor kommen. Nur mit viel Überredungskunst gelang es mir schließlich, sie davon zu überzeugen, dass es hier viel mehr Mäuse als bei mir zuhause zu fangen gibt.

Als ich wieder zuhause war und meine Wanderschuhe auszog, merkte ich, dass die Waldgeister mir beide Sohlen so zerbissen hatten, dass ich sie wegwerfen musste.

Die Naturgeister am Herrenbachstausee

Beim Flyten am Abend um den Herrenbachstausee freute ich mich, jede Menge Naturgeister wiederzutreffen.

http://dschjotiblog00.blog.de/2012/07/20/flyten-schweben-lernte-14155046/

Die Radfahrer fuhren viel zu schnell um sie wahrzunehmen.

Hier ist das Video mit eingebettet:

http://dschjoti.blogger.de/stories/2302559/

Der 18 Meter tiefe Herrenbachstausee wurde weder für die Naturgeister, noch für die Spaziergänger angelegt, sondern soll als Hochwasserrückhaltebecken dienen. Die Angler freuen sich natürlich auch, dass hier keine Motorboote herum rasen dürfen.

Meditation beim Kloster Adelberg

Ich verband mich mit dem Geist der Umgebung und wurde ein Teil von ihm. Ganz fremdartige Gefühle nahm ich nun wahr…

(hier ist der Link mit eingebettetem Video:

http://dschjoti.blogger.de/stories/2302119/

Meditativ versuchte ich herauszufinden, was an diesem Ort wohl gewesen sein mag, bevor die Nonnen wegziehen mussten, weil nebenan ein Männerkloster war und die Mauer dazwischen angeblich nicht hoch genug…

Hinter der Mauer stellen riesige Figuren die Szenerie am Ölberg dar.

Dort steht auch die spätgotische Ulrichskapelle. Der heilige Ulrich trägt wohl einen Fisch in der Hand, weil er damit zeigen will, dass er kein Fleisch essen mag.

Wenn ich gewusst hätte, dass man diesen Quellheiligen anrufen kann, wenn man mal durstig ist, hätte ich meine Wasserflasche an diesem heißen Sommertag nicht mit auf den Berg geschleppt. Er kann nämlich mit seinem Bischofsstab einfach eine Quelle hervorsprudeln lassen.

Bei den Germanen ließ der Gewittergott Donar einen Blitz in die Erde fahren um eine heilige Quelle hervorsprudeln zu lassen, genauso wie der keltische Gott Benacus, der am Gardasee wohnt.

Heute stehen oft Kapellen auf früheren Quellenheiligtümern. Ob es hier wohl eine heilige Quelle gibt, von deren heilender Wirkung niemand mehr weiß?

Ein eingezäunter grüner Teich, voller Algen liegt direkt gegenüber…

Hundsholz

So hieß Adelberg früher, als die Einwohner noch für das Kloster arbeiteten.

Seitdem sich die Hausmeister jetzt Facility Manager nennen, heißt der langgezogene Ort mit einem schönen Dorfteich und schmucken Häusern und schönen Gärten nach dem nahegelegenen Kloster Adelberg.

hier ist das Video eingebettet:
http://dschjoti.blogger.de/stories/2301712/

Aber eigentlich finde ich den Hund im Wappen auch ganz hübsch:

http://www.adelberg.de/gemeinde/geschichte_dorf.html

Ereignisreiche Schweigewanderung

Bei unserer Schweigewanderung durften wir nicht sprechen. Und so zog bei jedem Schritt mehr Zauber und Magie in unsere Herzen ein.

Herrenmühle

Direkt am Gasthof war ein großer Parkplatz. Es war schon etwas peinlich, einigen Bekannten zu begegnen, die wir nur lächelnd und winkend grüßen durften.

Aber die Katze der Herrenmühle verstand auch ohne Worte, dass sie auf diesem gefährlichen Stuhl posieren sollte:

Katzenstuhl

Am Froschteich wurden wir von lautem Froschgequake begrüßt:

Froschteich

Wir liefen auf dem Walderlebnispfad beim Herrenstausee Adelsberg entlang:

Per Zeichensprache beratschlagten wir, ob wir die Abkürzung nehmen sollten. Wir entschieden uns aber auf dem Rehweg weiterzuschweigen und wiesen uns mit Gesten auf allerlei Getier und Gehölz hin.

Ab und zu erhaschten wir einen Blick auf den See. Es gab auch kleine geheimnisvolle Pfade dorthin. Sie sind aber nicht ungefährlich.
In dieser Idylle hatte ich so ein aggressives Verhalten nämlich nicht erwartet:

Kaum dass ich deswegen vor Schreck bei der Flucht in die Büsche fiel, da lauerte schon das nächste Abenteuer:

Ohrweg

Weiter hinten am See hatte sogar irgendein Waldgeist sein Ohr verloren, aber immerhin soll man damit noch das Rauschen der Bäume und den Gesang der Vögel hören können:

Ohrtrichter

Die Koboldklinge war besonders geheimnisvoll weil die Dämmerung einsetzte und man dann allerlei Spukgestalten wahrnehmen konnte, die die Kamera aber nicht immer sichtbar machen will:

Wenn man genau hinschaut, sieht man wie ein Fischschwarm wie durch Geisterhand im Kreis schwimmt, seine Spirale immer enger zieht, damit er sich vor dem Feind schützen kann und dann davon schwimmt um sich selbst auf Futter zu stürzen. Sie stoßen dabei aber niecht zusammen, weil sie wie wir, bei der Schweigewanderung der einfachen Regel folgen: 1.Folge dem Fisch vor dir und 2.halte die Geschwindigkeit des Fisches neben dir.

Das Gequake der Frösche am Weiher wurde immer lauter und wies uns den Weg zurück.

Plötzlich sah ich kleine helle Lichter aufblitzen. Ich hatte sie schon einmal gesehen, diese elfenhaften Wesen die geheimnisvoll durch den finsteren Wald schwebten. Es waren Glühwürmchen, die uns umtanzten und uns aufforderten uns als Krafttiere begleiten zu dürfen. Sie wollten uns zeigen, wie wir Licht in die Dunkelheit bringen können.

Selbst diejenigen, die immer noch mit ihren Alltagsgedanken beschäftigt waren, hielten nun staunend inne, freuten sich und erinnerten sich an ihr inneres Licht.

Die Glühwürmchen erinnerten mich daran, dass es immer Jemanden gibt, der unser Wirken bemerkt und begrüßt, gerade wenn es am dunkelsten ist.