Tag-Archiv | allerheiligen

Erdbeeren an Allerheiligen!

Nachdem ich gestern Abend zu Samhain sehr viel Besuch von Drüben hatte, wollte ich mich heute etwas ausruhen. Als ich so auf dem Bett lag und vor mich hin döste, leuchtete plötzlich etwas Rotes durch die Balkontür:

Erdbeeren im November

Ich konnte es kaum fassen: Erdbeeren in meinem Blumenkasten, im November und das nach dem Schnee und der Eiseskälte der letzten Tage.

http://www.myvideo.de/movie/8832546
Sat Chit Ananda – MyVideo
http://www.myvideo.de/watch/8832546/Sat_Chit_Ananda

Ob mir dieses Geburtstagsgeschenk wohl meine Besucher hinterlassen haben?

Halloween lies between…

Halloween liegt zwischen dem evangelischen Reformationsfest und dem und dem katholischen Allerheiligen.

Heute am Reformationstag haben die Kinder in Baden- Württemberg schulfrei, damit sie Halloween, den Tag vor Allerheiligen feiern können. In manchen neuen Bundesländern müssen sie den gesetzlichen Reformationstag feiern. In Niedersachsen müssen sie, sofern sie evangelisch sind, einen Antrag stellen, wenn sie zum Gottesdienst gehen wollen.

Das alles haben wir Martin Luther zu verdanken, der an so einem Tag seine 95 Thesen an die Kirchentür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen hat, weil ihn die Bischöfe nicht anhören wollten. Weil dies der Anfang war, die Kirche zu reformieren, heißt dieser Tag Reformationstag.

Hierzu einige Sprüche, die allesamt von Martin Luther stammen:

Wer lieber Samhain und Halloween feiert kann hier nachschauen:

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/10/30/halloween-samhain-9857225/

Allerheiligen 2010

Allerheiligen
Am Montag, dem 1. November gedenkt die katholische Kirche allen Heiligen und Verstorbenen, auch der, die niemand kennt.

Dazu Grablichter, vielleicht eher für Halloween, zum Gruseln :

Ich nehme jedenfalls ein Grablicht zum Anzünden, es muss auch nicht bis Weihnachten brennen, sonst macht es ja meinen Adventskerzen Konkurrenz.

Allerheiligen in Mexiko

Allerheiligen in Mexiko
Jedes Jahr am 2. November, dem Dia de los Muertos, einem farbenprächtigen Volksfest, treffen in Mexiko die Seelen der Verstorbenen in Gestalt von Schmetterlingen ein. Die Ankunft dieser Monarchfalter wird von den Indianern sehnsüchtig erwartet und gebührend gefeiert. Mehrere 100 Millionen Schmetterlinge fliegen auf dem Highway der Winde aus dem 8000km entfernten Nordamerika um auf wenigen Hektar in der mexikanischen Sierra Nevada zu überwintern.
Natürlich gibt es Pappskelette und Totenköpfe in allen Farben, aus Marzipan und mit Zuckerguß zu kaufen. Für den feierlichen Empfang der Verstorbenen werden die Gräber mit Blumen und Kerzen geschmückt, die Häuser geputzt, Opferaltäre errichtet und das „Pan de muertos“ (Totenbrot) gebacken. Der Heimweg für die Verstorbenen wird mit signalfarbenen gelben Blumen gekennzeichnet damit sich die Verstorbenen den Weg nach Hause finden. Zum Abschied wird an den Gräbern gegessen, getrunken, musiziert und getanzt.
Das Totenfest wurde 2003 von der UNESCO als „Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit“ proklamiert.
http://www.myvideo.de/watch/3835437/Seele_der_Verstorgenen_Monarchfalter_Folge_1

Allerheiligen – Allerseelen

An Allerheiligen wird aller Heiligen, Märtyrer und Verstorbenen gedacht, auch der Heiligen, von denen nur Gott weiß.
Seit Anfang des 4. Jahrhundert gab es schon Allerheiligenfeste, damit man keinen der vielen Heiligen zu gedenken vergaß. Papst Gregor III. legte den Feiertag im 9. Jhdt. auf den 1. November. Seither wird Allerheiligen und Allerseelen an den ersten beiden Novembertagen begangen. In manchen Gegenden wird auch einige Tage später gefeiert.
In Irland entstand dieses Fest im 8./9. Jahrhundert und markiert hier den Winterbeginn und ist zugleich Jahresanfang. Hintergrund ist die Wandlung in der Natur, durch die die ewige Welt der Heiligen sichtbar wird.
Am Vortag von Allerseelen, dem Nachmittag an Allerheiligen, werden die Gräber mit Grün und Blumen (Astern und Chrysanthemen) geschmückt und es wird ein „ewiges Licht” aufgestellt.
Der Armseelenkult besagt, die Seelen Verstorbener, die vor Gottes Gericht bestanden hätten, seien vor ihrer Aufnahme in den Himmel an einem Ort der Reinigung (Purgatorium, Fegfeuer). Die Lebenden könnten den Toten durch Armseelenspenden helfen: Messopfer, Gebete, Opfer und Fasten.
Nach einer jüdischen Legende werden die Seelen in der höllischen Unterwelt der Sünder, jeden Freitagabend nach Sonnenuntergang durch den dunkle Engel des Todes, zeitweise in die Welt der Lebenden gelassen. Die Seelen sitzen dann an einem fließenden Wasser, um sich zu kühlen. Strenggläubige Juden tranken darum am Sabbat kein Wasser, damit der Wasserspiegel nicht sank, damit die aus der Hölle Beurlaubten auch noch trinken können. Nach altem christlichen Volksglauben, stiegen die Armen Seelen an Allerseelen aus dem Fegfeuer zur Erde auf und ruhten für kurze Zeit von ihren Qualen aus.

In früheren Jahrhunderten findet man auch abergläubische Bräuche an Allerseelen. Die Gräber wurden mit Weihwasser bespritzt um die Qualen der Seelen in der heißen Hölle zu lindern. Man stellte Speisen auf das Grab und zündete Kerzen an. Allerdings durften auf den Gräbern von Selbstmördern keine Kerzen entzündet werden, damit deren Kinder dadurch nicht auch zu Selbstmördern werden. Das Licht auf den Gräbern soll die Seelen anlocken und ihnen den Weg zu dem Ruheplatz des Körpers weisen oder es soll die Seelen wärmen. Das Licht ist eine Schranke zwischen den Lebenden und den Toten oder es vertreibt die bösen Geister. Wer sich nachts auf einen Grabhügel stellt, soll diejenigen, die nächstes Jahr sterben, über die Gräber gehen sehen.

Zuwendungen für Arme, Mönche, Nonnen und Patenkinder (z.B. Seelenkuchen, Seelenbrote, Seelenzopf, Allerseelenbrötchen) wurden für diesen Tag gebacken. Auch zu Hause verköstigte man die Toten mit Speisen und Getränken.
Keine leere Pfanne darf auf dem Ofen stehen, damit sich nicht eine arme Seele versehentlich hinein setzt, keine Ofengabel darf verkehrt herum stehen, es würde die arme Seele schmerzen; kein Messer darf verkehrt herum auf dem Tisch liegen, die arme Seele müsste darauf sitzen. Das Herdfeuer brennt Tag und Nacht , damit die Seelen sich wärmen können. Man stellte in den Räumen Lichter auf und betete für die Ruhe der Seelen. Die ganze Nacht über brannte ein Licht, damit die Seelen ihre Brandwunden kühlen konnten.
Wer sich in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen ins Freie wagte, war in Gefahr zu sterben, denn Spuk und Zauber drohten von Geistern und Dämonen. Am Tag war es verboten, zu säen oder die Gämsen zu jagen. Mit dem Allerseelentag endete in früheren Jahrhunderten das alte Wirtschaftsjahr, das neue begann mit Martini.