Tag-Archiv | Allgäu

Fly like an Eagle beim Breitenberg

Mit der Breitenbergbahn glitt ich zuerst in einer Viererkabine mit mindestens 100 Guten Geistern und danach mit einem Sessellift nach oben. Das letzte Stück zum 1838 Meter hohen Breitenberggipfel musste ich zu Fuß hochlaufen.

Breitenberggeist

Eine Elfe freilich, fuhr einfach in der Lastenseilbahn mit, obwohl sie doch selber hätte fliegen können. Die Kühe haben dazu mit ihren Glocken ordentlich Stimmung gemacht und die Berggeister lieferten dazu das passende Echo. So klang es von allen Seiten her wie ein Konzert.

Oben konnte man dann auf das Allgäu, auf Tirol und die Schweiz herab blicken. Es ist unglaublich was die Leute alles mit auf den Berg schleppen. Nicht nur riesige Rucksäcke und 5 Kilo Wanderschuhe sowie Gleitschirme, sondern auch Kochrezepte, Verwandte, Nachbarn, ihre Arbeit, und sogar ganze Fußballmannschaften!

Auf dem Weg nach unten warteten alle darauf, dass der Gleitschirmflieger endlich lossprang. Aber er ließ sich reichlich Zeit, weil er auf die Naturgeister achtgeben musste, die überall herumsprangen und auf richtige Thermik natürlich auch. Es ging nämlich lange kein Lüftchen. Als er dann endlich abgesprungen war, sorgten die Windgeister grinsend für einen kräftigen Aufwind, auf den er so gewartet hatte.

Zurück schwebte ich wieder mit der Sesselbahn und der Kabinenbahn den Berg hinunter, in Begleitung der Naturgeister. Jede Menge Gleitschirmflieger gesellten sich dann auch noch zu uns…

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Meditation am Weissensee

Wassermann vom Weissensee

Um mich von dem Schreck mit dem fernbedienten Rasentraktor zu erholen lief ich abends noch eine Runde meditierend um den Weißensee herum:


Die Naturgeister haben sich wieder von ihrer besten Seite gezeigt und die Sonne erst untergehen lassen, als ich wieder zurück war. So musste ich keine Vaterunser beten, damit mir ein Lichtlein aufgeht:

http://www.mythologie-atlas.de/altlandkreis-f%C3%BCssen/wei%C3%9Fensee/irrlichter-wei%C3%9Fensee/

Die Naturgeister am Alpenrosenweg,Baumkronenweg und am Lechfall

Lechfall

Zwischen dem Schwansee und dem Alpsee lockten mich die Naturwesen weg von den Japanern auf den Alpenrosenweg, den einst König Maximilian II für seine Frau Marie anlegen ließ.

Sie zeigten mir wundersame Ausblicke auf die Landschaft mit den Schlössern, Bergen und Seen. Im 19. Jahrhundert blühten hier unzählige Alpenrosen und so erhielt er seinen zauberhaften Namen.

Im Walderlebniszentrum führten mich die Waldgeister noch eine Weile an der Nase herum und wollten mich nicht zum neu gebauten Baumkronenweg lassen.

Vom Ende des Baumkronenweges, der in Österreich lag, wollte ich nämlich am Lech entlang und am Lechfall vorbei nach Füssen laufen und da herrschen schließlich die mit den Waldgeistern verfeindeten Wassergeister.

Der Kassiererin am Eingang zum Baumkronenweg gehörte wohl auch zu den Waldgeistern, weil sie behauptete, dass es so einen Weg am Lech entlang nicht gäbe. Aber die Wassergeister zeigten mir dann den Weg, den sie natürlich überall schon bewässert hatten:

Am Lechfall erwarteten sie mich schon mit ihrem eindrucksvollen Naturschauspiel. Immer wieder stürzten sie sich in die tosenden Wassermassen des Lechs in die Tiefe. Dann hänselten sie mich, als ich es ihnen nicht nachmachen wollte.

http://www.mythologie-atlas.de/altlandkreis-f%C3%BCssen/f%C3%BCssen/lusalten-lechfall/

ミスティック ノイシュバンシュタイン 神秘的新天鹅堡

ミスティック  ノイシュバン

Mystic Schloss Neuschwanstein

Ab dem Parkplatz vor dem Hohenschwangau wurde es immer japanischer. So viele fotografierende Menschen hatte ich noch nirgendwo gesehen. Pferdekutschen fuhren vorbei, Pferdeäpfel und Fliegen warteten darauf, dass jemand hineintrat und Schulklassen johlten den Berg hinauf.

Unterwegs fotografierten immer wieder Gruppen von Japanern mit ihren Handys ganz gewöhnliche Waldschnecken.

In Japan werden Schnecken neuerdings eingesetzt um alte Hautzellen lebender Menschen zu fressen. Das ist der letzte Schrei auf dem Biomarkt:

http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Schnecken-ins-Gesicht-Schneckenschleim-gegen-Hautalterung-id26055446.html

Da gefällt mir aber diese Therapie mit den Kaulquappen besser, die ist nicht so schleimig:
http://dschjotiblog00.blog.de/2012/05/11/mikromassage-kaulquappen-13663330/

Was meint Ihr?

Bergab ging es dann zum Luxusshopping am Samurai vorbei in den Abzockladen. Ich mischte mich unter die Japaner, konnte aber leider die Schilder nicht lesen, obwohl die Buchstaben doch aussahen wie hingeworfene Buchenstäbchen, die bei uns Runen heißen.

Als ich dann in die obere Etage schleichen wollte, wohin die anderen Japaner alle liefen, wurde ich als Alien erkannt und ziemlich grob daran gehindert dort Kontakte zu knüpfen um meine Schnecken aus meinem Garten zu exportieren.

Erst im Nachhinein wurde mir dann klar, dass ich da oben ja verraten könnte, dass es die 250 g italienischen Nudeln a la Made in Germany für 5.- €, unten in Füssen viel billiger im Supermarkt gibt.

Genauso geht es ja z. B. auch in Indien und in Ägypten zu, wo die Touristen nur in bestimmte Geschäfte gekarrt werden um dort teuer einzukaufen und die interessanten Orte nicht erleben.

Viel interessanter waren nämlich auch der Alpensee und der urige Alpenrosenweg, der Baumkronenweg und der Lechfall, über die ich im nächsten Eintrag berichten werde.

Das mystische Pfronten

In Pfronten, liegt direkt an der Grenze zu Österreich an einer stark befahrenen Straße. Ich bummelte durch die Stadt und an der Vils entlang durch den hübschen Kurgarten.

Im Ortsteil Berg traf ich in der wunderschönen Pfarrkirche St. Nikolaus den ehrwürdigen Bruder Georg. „ehrwürdig“, das ist ein Ehrentitel, weil sein Leben als vorbildmäßig beurteilt wurde. Er bewies mir sogar, dass er die Bilokation beherrscht, wie ihr auf dem Foto sehen könnt:

Bilokation

Trotzdem wurde er immer noch nicht heilig gesprochen. Dazu muss er sich wohl erst nach Indien beamen.

Abends besuchte ich wieder das Rasenmäherkonzert, das in der Ferienhausanlage, das jeden Nachmittag bis in die Abendstunden stattfand.

Das Ständchen mit den Heckenscheren zur Begrüßung war besonders eindrucksvoll. Die Laubbläser und Heckenscheren habe ich lieber nicht mit aufgenommen, weil es mir sonst wieder Kamera und PC zerrissen hätte:

Die mystische Burgruine Falkenstein

Mystischer Falkenstein

Unten am Parkplatz beim Falkenstein in Pfronten im Allgäu ging es links herum für 4 € Parkgebühren und rechts herum zum selber Laufen auf den Falkenstein.

Das Muelteweible, welches in dieser Gegend die Kinder bringt, weil die Menschen keine Zeit oder keine Lust mehr haben sie selber zu erzeugen, warnte mich vor dem engen und steilen Aufstieg zum Falkenstein, der höchstgelegenen Burgruine Deutschlands.

Es meinte, ich müsse mindestens 5 Kilo Bergwanderschuhe und ein Paar Stöcke benutzen um die rutschigen Wege da hoch zu kommen.

Ich wollte aber meine luftigen Trackingschuhe anbehalten und wandte mich an die Madonna mir beim Aufstieg zu helfen. Sie leitete die Naturgeister zu einem wunderschönen Mantra an. Je höher ich kam, desto imbrünstiger besangen sie die Große Göttin.

http://www.mythologie-atlas.de/altlandkreis-f%C3%BCssen/pfronten/muelteweible-pfronten-dorf/

Trotzdem schwitzte ich soviel Angstschweiß, dass meine Armbanduhr stehen blieb. In der Mariengrotte betete ich zur Madonna und sie wies mir den Weg zu einem Geschäft in Pfronten, das meine Lieblingsuhr, die ich mir schon lange gewünscht hatte, auf 5 € heruntergesetzt hatte.

Nachdem ich sie gekauft hatte, lief die alte Uhr auch wieder.

Der Zauber des Hopfensees

Als ich am Militärbereich vorbei kam, knallte es heftig und die Naturgeister haben wieder die Schilder verhext.

Frühmorgens war es am Hopfensee noch ziemlich kalt und die dort wachsenden Blaubeeren warenschon reif und schmeckten vorzüglich. Der See selbst ist einer der wärmsten in den Voralpen.

Als ich ein Stempelstelle für den Jakobsweg fand, zückte ich sofort mein Heftchen, aber leider hatte jemand den Stempel und das Kissen geklaut und etwas weiter so einen blöden Kasten angebracht, damit man denken sollte, dass es da drin sei.
Aber beim Öffnen flog ein Eimer voll Wasser raus und zwar direkt auf meine Kamera. Das fand ich überhaupt nicht lustig.

Das Fischmännle vom Hopfensee fand das auch nicht komisch, weil das dann immer verdächtigt wird, solche Streiche zu spielen. Außerdem öffnet Wasser den Zugang zur Andeswelt:

http://www.mythologie-atlas.de/altlandkreis-f%C3%BCssen/hopfen/fischm%C3%A4nnle-hopfensee/

Der Weg zur Burgruine war sehr romantisch und die Sonne brannte heiß. Als ich dann noch Kamele traf, dachte ich schon an eine Fata Morgana, aber die waren echt:

Überall stehen kleine Kapellen in denen auch Andachten stattfinden herum. Dort gibt es auch interessante Informationen.

So wusste ich nun, woher das Klopfen aus dem Plasmafernseher in der Ferienwohnung kam. Das sind nämlich die Armen Seelen, deren Angehörige nicht für sie beten können, weil sie nicht der katholischen Kirche angehören.

Die Armen Seelen nähren sich von den reinigenden Kräften des Weihwassers und geweihte Kerzen leuchten in ihre Dunkelheit hinein.

Ich habe mich dann aber doch nicht getraut den Fernseher im Ferienhaus mit Weihwasser zu begießen.