Tag-Archiv | Ameisen

Von Kühen und Ameisen

Von Kühen und Ameisen
Kälbchen

Die Kühe waren gleich neben unserem Grundstück und wir mussten achtgeben, dass sie uns nicht die Handtücher wegfraßen, so gierig machten sie sich über das saftige Gras her.

Überall hatten sie schon ihre „Kuhgangerln“ in den Matsch an den Hängen eingegraben (Pfade, die sie immer wieder entlang liefen).

Jeden Tag tauchten neue Kühe auf, so dass wir uns bald auch wie Kühe in der Herde vorkamen:

Besonders wenn sie mit uns zu Abend speisten, konnten wir ihr lautes Schmatzen und Schnaufen hören. Dies und das gelegentliche Muhen waren mal eine Abwechslung, weil wir ja sonst nur das Konzert der Rasenmäher unserer Nachbarn zu Hause kannten:

Sie düngten auch fleißig und erhöhten den Stickstoffgehalt im Boden. Deshalb gediehen die Blumen auf den Weiden umso prächtiger:

Dann kamen die Fliegen, Bremsen und Ameisen, von denen sich eine sogar in einer Sänfte tragen ließ:

Manchmal wollten die Kühe auch mal unsere Almhütte besichtigen.

Eine Kuh nahm Anlauf:

und dieser Bulle probierte es auf diese Art:

Für den Fall, dass das Zauneinreißen mal gelang, hatten sie Glocken umhängen, damit man weiß, wo man sie suchen muss:

Die Bäuerin vom Nachbarn schenkte uns leckere Milch, aus deren Rahm wir sogar Schlagsahne machen konnten.

Milchtasse

Ankunft im Dschungelhotel in Swamimalai

Unterwegs kamen wir bei einer Kirmes vorbei, mit Riesenrad, Karussell und Ständen aller Art .

Riesenrad

Die Götter feierten natürlich mit.

Kirmes

In unserem Hotel, in Swamimalai wurden wir mit Violine und Maultrommeln begrüßt.

Reception

Da das Hotel aus dem 18. Jahrhundert mitten im Naturschutzgebiet im Dschungel lag, gab es auch überall viele Insekten, die mit entsprechenden Mitteln vergiftet wurden und wir mit, wenn wir uns zu lange im Badezimmer aufhielten, wo die Mücken durch die Lüftungsöffnungen hereinkamen.

Shivastatue

Mit duftenden Blumenmalas und einheimischen Obst wurden wir in unserem Bungalow empfangen, so dass wir über die großen Spalte in der Tür hinwegsahen, durch die auch die Moskitos hereinkommen konnten.

Das vorgefundene Obst und unser Reiseproviant mussten wir möglichst schnell verspeisen und da sich in Windeseile klitzekleine Dschungelameisen über die Reste hermachten. So trugen wir die Schalen ganz weit weg.

Abends gab es gleich ein Konzert indischer Musik und da die Anlage recht groß war, hatten wir etwas Mühe dort hin zu finden. Zumal das Personal immer mit dem Kopf wackelte, wenn es „ja“ meinte.