Tag-Archiv | Andreastag

Heiliger Apostel Andreas- Andreasnacht- Andreastag

Die Andreasnacht ist die Nacht zum 30. November (Andreastag), dem Todestag des Hl. Andreas.
Er wurde in Bethsaida (Galiläa) oder in Kapharnaum geboren und starb
30. November 60 in Patras (Griechenland).
Andreas bedeutet „der Mannhafte“ (griechisch) und wird dargestellt mit einem x-förmigen Kreuz (Andreaskreuz), auch mit Fisch, Strick und barfuß.

Er war Fischer und einer der ersten Jünger Jesu.
Von ihm werden zahlreiche Wunder, Heilungen und Erweckungen berichtet. Er befreite den gefangenen Matthäus und gab dem geblendeten das Augenlicht wieder. Zahlreiche weitere Wunder, Heilungen und Erweckungen werden berichtet. Er baute Kirchen und bewirkte zahlreiche Bekehrungen.
In Patras soll er die Frau des Statthalters geheilt und zum Christentum bekehrt haben. Weil er Maximilia zu ehelicher Enthaltsamkeit riet, habe der Statthalter Andreas geißeln und zu besonderer Pein und langsamem Tod an ein X-förmiges Kreuz binden lassen. Zwei Tage, predigte Andreas am Kreuz hängend dem Volk, himmlisches Licht verhüllte den Sterbenden. Der Statthalter verhöhnte ihn und wurde daraufhin wahnsinnig und starb. Maximila ließ Andreas mit großen Ehren bestatten.

Das X-förmige Kreuz, dass vor Bahnübergängen steht, nennt man in Anlehnung an das Martyrium des Heiligen Andreas „Andreaskreuz“.

Die Andreasnacht wurde im Volksglauben zur Zauber- und Orakelnacht für Handel, Heirat u.ä. Kinder zogen singend von Haus zu Haus und bekamen Geschenke.

Ich bin der kleine Andreas,
liebe Leute, gebt mir was.
Gebt mir nicht zu wenig,
ich bin ein kleiner König!
Laßt mich nicht zu lange steh’n,
ich muß ein Häuschen weitergeh’n.

Diese Nacht ist besonders dazu geeignet, den gewünschten Partner an sich zu binden oder herauszufinden, wer er ist.
Andreas ist Patron von Russland, Griechenland und Schottland, der Fischer, der Fischhändler, der Bergleute, der Metzger und Seiler, der der Liebenden und des Ehestandes .

In manchen Orten hoffen in der Nacht vor dem Andreastag Mädchen von ihrem zukünftigen Mann zu träumen. Dazu können sie folgenden Text aufsagen:

„Heiliger Andreas, ich bitt‘ dich,
Bettstatt, ich tritt dich,
lass mir erscheinen
den Herzallerliebsten mein!“
und im Feuer oder Spiegel soll er dann erscheinen.

Auch die Bauern nutzen den 30.11. zur Weissagung.
Bauernregel: „Es verrät dir die Andreasnacht was wohl so das Wetter macht.“
Andreasschnee – tut Korn und Weizen weh!

Namenstagsständchen für Sarangiji: