Tag-Archiv | Auferstehung

Osterwasser aus der „Kleinen Schweiz“

In der Osternacht, der Nacht von Ostersonntag auf Ostermontag wollte ich noch vor Sonnenaufgang das Osterwasser in der „Kleinen Schweiz“ holen:

KleineSchweiz

Dieses geschöpfte Quellwasser ist sehr lange haltbar, zauberkräftig und heilsam, weil die Lichtkräfte zu dieser Zeit besonders stark wirken und so auch das Wunder der Auferstehung möglich machten:

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/04/04/ostermontag-8308281/

Da es aber fürchterlich kalt war und Katzen und Hunde regnete, machte ich mir klar, dass es ja strategisch unklug sei diesen heidnischen Brauch unbedingt zu dieser Uhrzeit auszuführen.

KleineSchweizmitBank

Vielleicht sollte ich doch erst gehen, wenn die Sonne sich als Symbol der Auferstehung zeigt. Außerdem hatten die alten Germanen bestimmt keinen Mondkalender und haben das Ostarawasser eher zur Sonnenwende geholt……

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/03/19/ostara-strahlende-germanischen-fruehlingsgoettin-8205202/

Nachmittags machte ich mich dann mit Wasserflasche und Regenschirm auf den Weg um das Osterwasser zu schöpfen:

WegindieKleineSchweiz

Zum Glück ging bei DEM Wetter niemand dort hin, ich durfte ja mit niemandem sprechen, damit aus meinem Osterwasser kein Plapperwasser wird.

Mit dem Osterwasser begoss ich dann meine Blumen, damit sie kräftig und stark wachsen und keine Blattläuse bekommen:

FroheOsternMargarite

Palmsonntag in Jerusalem

Wir kamen als Pilger nach Jerusalem um die heiligen Stätten zu besuchen an denen das Leiden Jesu und die Auferstehung stattfanden und um einen Teil der heiligen Karwoche mitzufeiern. Palmsonntag, der Sonntag vor Ostern, war der Tag, an dem die Juden sich erinnerten, dass Gott sie aus Ägypten befreit hat.

Wir starteten gut ausgerüstet mit gesegneten Palmzweigen und Kamera, mit der Prozession bei den Franziskanern. Auf dem Ölberg wollte ich flüchten, weil ich mir nicht vorstellen konnte, wie so viele Menschen durch so enge Gassen passen können ohne zerquetscht zu werden. Aber meine Reisebegleiter redeten mir gut zu und zeigten mir Ausweichstellen, falls es zu Tumulten kommen sollte.

Aber alles blieb zwar ausgelassen und fröhlich, aber friedlich, bis wir dann über das Kidrontal in die Altstadt von Jerusalem gelangten. Jede Volksgruppe intonierte und tanzte anders. So viele verschiedene Sprachen habe ich noch nie gehört. So muss es wohl gewesen sein, als auch Jesus zum Ärger der hohen Priester und der Pharisäer, auf einem Esel reitend als Friedenskönig in Jerusalem einzog und die Leute ihm zujubelten:

Totensonntag – ein Ewigkeitssonntag im Frühling

Seit einiger Zeit spielt das Wetter verrückt- gestern sah ich einen Schmetterling, auf meinem Balkon blühen duftende Honigblumen und im Garten die Rosen. Es ist das letzte Wochenende des Kirchenjahres – November 2009.

Trauer1

Morgen, am 22. 11. ist Totensonntag, ein Gedenktag für die Verstorbenen. Das irdische Leben endet zwar mit dem Tod, aber in der Bibel wird auch die Auferstehung der Toten, das Jüngste Gericht und das Ewige Leben beschrieben. Dies bezieht sich natürlich nicht auf den materiellen Körper.
Ein schönes Gleichnis erzählte Jesus von den klugen und den törichten Jungfrauen. Die törichten vergaßen, für ihre Lampen das Öl bereitzuhalten und kamen deshalb nicht mehr rechtzeitig in den Hochzeitssaal, zur eigenen Hochzeit. So soll man sich allzeit bereit machen für das Reich Gottes, da man weder den Tag noch die Stunde kennt, wann es soweit ist, einzutreten.
Diesen Lutherischen Choral dazu schrieb Philipp Nicolai 1599:
Wachet auf,“ ruft uns die Stimme
Der Wächter sehr hoch auf der Zinne,
„Wach auf du Stadt Jerusalem!
Mitternacht heißt diese Stunde!“
Sie rufen uns mit hellem Munde:
„Wo seid ihr klugen Jungfrauen?
Wohlauf, der Bräutigam kommt,
Steht auf, die Lampen nehmt!
Halleluja!
Macht euch bereit zur Hochzeitsfreud;
Ihr müsset ihm entgegengehen!“
Zion hört die Wächter singen,
Das Herz tut ihr vor Freuden springen,
Sie wachet und steht eilend auf.
Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig,
Von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig;
Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf.
Nun komm, du werte Kron,
Herr Jesu, Gottes Sohn!
Hosianna!
Wir folgen all zum Freudensaal
Und halten mit das Abendmahl.
Gloria sei dir gesungen
Mit Menschen- und mit Engelzungen,
Mit Harfen und mit Zimbeln schön.
Von zwölf Perlen sind die Tore
An deiner Stadt, wir stehn im Chore
Der Engel hoch um deinen Thron.
Kein Aug hat je gespürt,
Kein Ohr hat mehr gehört
Solche Freude.
Des jauchzen wir und singen dir
Das Halleluja für und für.

Zu diesem Thema schrieb Bach eine Kantate.