Tag-Archiv | Auge

Wanderung mit Shivas 3. Auge

Mein Navi führte mich in die Zauberwelt Shivas, das im Nebel verborgene Geisterreich um den Tegelberg bei Geislingen:

Nebelgeister

Als ich endlich mit dem Auto über die steile und holprige Straße auf der Kuchalb bei Geislingen oben ankam, war die Landschaft von einem gespenstischen Nebel umhüllt. Dieser Nebel ließ die alltägliche Wirklichkeit immer mehr verschwinden. Naturgeister und Gottheiten wandelten im Nebel umher.

Auch ich streifte wie Shiva, anstatt zu arbeiten, durch den Wald des Tegelberges und gab mich meinen Träumereien hin.

Im dicksten weißen Morgennebel, liegt Shivas geschlossenes drittes Auge, mit dem er alles wahrnimmt. Vom Hindugott Shiva erhielt ich sein 3. Auge, damit ich immer weiß, wo ich bin.

So musste ich mich nicht so sehr auf die Wegzeichen konzentrieren, die im Nebel sowieso nicht zu sehen waren. Aus Dankbarkeit sang ich permanent das Mantra zu Ehren Shivas und die Naturgeister sangen eifrig mit.

„Erdmännle, Erdweible und etliche Fabeltiere versperrten oft die glitschigen Wege. Elfen wisperten, dass sie einst als Maden aus der Leiche des Riesen Ymirs herausgekrochen seien…

Ganz plötzlich und unerwartet tauchten auch Kobolde vor mir auf und posierten für die Kamera. Danach verschwanden sie wieder im Nebel:

Später konnte ich auf meinem Navi die zurückgelegte Strecke nicht mehr anschauen, weil sie wieder vom Bildschirm verschwand.

Aber die Bilder, die ich aufnehmen konnte, sind noch da. Manchmal froren allerdings die Kältegeister meine Finger oder meinen Touchscreen so ein, dass sich nichts mehr bewegte. So konnte ich dann aber auch nicht vom rechten Weg abkommen und die rutschigen Hänge ins Tal hinabstürzen.

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Miró Ausstellung in Baden- Baden

Wir waren bei der Joan Miró Ausstellung in Baden-Baden um die Werke des katalanischen Künstlers Joan Miró (20.4.1893- 25.12.1983) zu bestaunen.

Joan Miró stammt aus Barcelona gehört zu den Vertretern des Surrealismus und war mit Pablo Picasso und Max Ernst bekannt. Seine magischen Symbole für Mond, Sterne, Vogel, Auge und Frau zählen zu den bekanntesten Elementen seiner Kunst.

Überall auf den Bildern sitzen, sah man Miros Sternzeichen blitzen. Mal waren sie als Mond und mal als Banane, die einen Mann auf einem Stuhl darstellte, getarnt. Aber immer konnte man die Hörner des Stiers erkennen.

Vor dem Bild „Weinflasche“ beobachtete ich einige Personen, die selbiger mit sehnsüchtigen Blicken zulächelten und sich nur schwer von diesem Bild lösen konnten.

Weinflasche

Joan Miró selbst wird ihrem Inhalt wohl sehr zugesprochen haben, als er das Bild »Die Mohnschlange kriecht über ein Veilchenfeld, das von trauernden Eidechsen wimmelt« malte.

Ein charakteristischer Ausspruch Mirós war:
„Wie dachte ich mir all die Ideen für meine Bilder aus? Nun, ich kam spät nachts in mein Atelier in der Rue Blomet zurück und ging zu Bett, manchmal ohne etwas zu Abend gegessen zu haben. Ich sah Dinge, ich hielt sie in meinem Notizbuch fest. Ich sah Erscheinungen an der Decke “

Aha!
💡

Miro scheint auch farbenblind gewesen zu sein oder hatte er mit seiner »Die Farbe der Poesie« sehr poetisch sein wollen, indem er sein Gemälde: „Goutte d’eau sur la neige rose“ nannte? Ich sehe hier Orange!

WassertropfenrosaSchnee

Dieses Bild „Peinture“, hat doch sicher eine Schulklasse hereingeschmuggelt:

Peinture

Mit der Serie Toiles brûlées (Verbrannte Leinwände) protestierte Miró gegen die Kommerzialisierung der Kunst und forderte die „Malerei zu ermorden“. Ich finde das hat er geschafft.

Nun kommt Joan Miros eigene Erklärung für einige seiner rätselhaften Bilder:

„Aber wie ich es schon anderweitig gesagt habe, war der wahre Grund der, dass ich mir einfach das Vergnügen gönnen wollte, den Leuten, die in der Kunst allein ihren kommerziellen Wert sehen – all denjenigen also, die glauben und behaupten, dass ihre Werke ein Vermögen wert sind, einmal ‚Scheiße!‘ entgegenzurufen.“ (Joan Miro)

Miro und Manu Chao: