Tag-Archiv | Bad Überkingen

Der mystische Albtrauf

Autalwasserfall

Auf meiner Albtraufwanderung um Bad Überkingen traf ich nicht nur auf unzählige Märzenbecher, sondern auch auf alle Arten von Naturgeistern.

Meine Füße wurden ganz schwer, als ich den mystischen Pfad, zum Autalwasserfall erklomm.
Hier sind die Energien so fein, dass ich mich auf eine Stufe setzte und mit der Buchstabenmeditation begann.

Da jeder Buchstabe einen heiligen Laut symbolisiert, begann wieder dieses eigenartige Knistern um mich herum.

Während ich mich in den Zaubergesang der Quellen einschwang, malte ich Buchstaben auf meine Füße und dankte ihnen, dass sie mich an diesen zauberhaften Ort getragen hatten.

So brauchte ich nicht lange ein und auszuatmen, um die aufgenommene Energie in meine Füße hinabsteigen zu lassen, bis die Buchstabenmystik eine leichte Ekstase in mir hervorrief. Ich konnte diese liebliche Fee an den Wasserfällen bei ihrem Tanz beobachten:

Zuletzt verschwand sie in der Brunnensteighöhle. Aber dorthin wollte ich ihr nicht folgen.

Der verzauberte Osterbrunnen von Bad Überkingen

Osterbrunnen

In Bad Überkingen steht seit 1998 ein 3 Meter großer Osterbrunnen, für den mehr als 12 000 Eier ausgeblasen und verziert wurden. Allein für den Überkinger Sauerwasserkrug mussten die Hühner ungefähr 1300 Eier legen.

Diese Osterbrunnen habe ich im vorigen Jahr besichtigt.:

http://dschjotiblog00.blog.de/2014/04/14/osterwasser-osterbrunnen-18244927/

Natürlich haben die Naturgeister wieder fleißig am Osterbrunnen mitgebastelt.

Die verzauberte Gegend um die Brunnensteighöhle

In diesem Naturschutzgebiet treten jede Menge Karstquellen an die Erdoberfläche. Überall ragen bemooste Kalktuffgespenster und Klingen in die Landschaft, über die das Wasser rieselt. Wasser, der Geist des Lebens tritt hier aus Brunnen und Quellen überall aus der Erde hervor.

Ich erbat den Segen der Quellnymphen, deren Zaubergesang ich schon von Weitem vernahm.
Die Blumendevas lieben diesen Ort über alles, ebenso wie männliche Inspiration des Grünen Mannes.

Ihn fragte ich um Rat, wie ich meine verschwundenen Dateien (files aborted) von Windows 8.0 wiederfinden kann. Ein Quellgeist, der die Täter durchs Fenster verschwinden sah, riet mir die Temporary Files rauszuwerfen und dafür meine Datendatei wieder reinzuschreiben. Keinesfalls sollte ich zukünftig meine Daten in einer Wolke sichern, in der sie stündlich ausspioniert werden können!

Bemooste Treppen führten den weißen Hang hinauf und ich konnte nicht widerstehen ihnen zu folgen. Der Weg führte mitten durch die weiße Pracht der Märzenbecher hindurch. Der Wald und die Weisheit der Natur flüsterten mir zu, was ich vergaß.

Tief schaute ich in Odins Auge um die Geheimnisse des Seins zu ergründen.

Einst bat der Riese Odin den Hüter der Brunnen der Erkenntnis um einen Schluck aus seiner Quelle. Als Gegenwert dafür, dass er die innere Sicht erhielt, gab er eines seiner beiden Augen her, das nun auf dem Grunde ruht.

Bemooste Felsen und Baumstümpfe säumten den glitschigen steilen Weg nach oben. Unter den Wurzeln der Esche, bei einer Quelle lugten die drei Nornen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hervor.

Als ich nur noch weiter kletterte und mich an den Wurzeln festhielt, nur um nicht wieder zurück zu müssen, griff die Gegenwart mich bei der Hand und zog mich empor, wo ein lieblicher Wasserfall den Hang hinab plätscherte.

Weiter oben bei der Brunnensteighöhle wurde der Weg wieder breiter und trockener. Von der Hochebene aus konnten wir sehen, wie auf dem Wanderparkplatz immer mehr Autos parkten und wie die Pilgerscharen sich ins Autal ergossen um ihre Augen an der Blütenpracht der Märzenbecher zu weiden.

Dschjoti in den Märzenbechern

Im Autal von Bad Überkingen breitete sich nach der Waldkapelle, die wie eine Schneiderei aussah, auf dem Waldboden ein weißer Teppich von Märzenbechern aus.

verzauberte Märzenbecher

Manche nennen den Märzenbecher auch Frühlingsknotenblume oder Leucojum Vernum , die da millionenfach an den Hängen blüht. Leukos heißt weiß und ion bedeutet Veilchen auf Griechisch und genau so dufteten die Märzenbecher. Für uns Menschen sind sie giftig, aber den Insekten und anderen Naturgeistern spenden sie aus ihren Bechern reichlich Nektar.

Sie lieben nassen Boden und gedeihen am besten unter Laubbäumen, durch die im Frühjahr das Licht hindurch scheinen kann. Mitten unter ihnen saßen die Elfenkönige auf ihren Hünengräbern und die Naturgeister hexten aus der Schutzhütte zwei eigenartige Klohäuschen.

Kein Wunder, dass ich Schwierigkeiten hatte, mich auf meinen drei bis vier verschiedenen Wanderkarten zurechtzufinden:

Außerdem benebelte der Zaubergesang der Naturgeister, in den die Märzenbecher kräftig mit einstimmten, nicht nur die Landschaft, sondern auch die Menschen, die sich hier aufhielten.