Tag-Archiv | Ballengang

Flyten, wie ich das Schweben lernte

Zuerst bekamen wir eine Einweisung fürs Flyten. Fly bedeutet fliegen, wir sollten also lernen uns über dem Boden schwebend zu bewegen:

Nachdem wir bei unserer Schweigewanderung unsere Gedanken beobachtet hatten, lenkten wir dieses Mal unsere Aufmerksamkeit in die Füße. Wir sollten uns auf unser Chakra 2 Meter unter uns konzentrieren.

Und dann ging es los:

Da es so ähnlich wie Nordic Walking geht, war Moni mit ihren Stöcken im Vorteil:

Unsere Laune stieg in schwindelerregende Höhen.

Natürlich wurde gerätselt, woher diese Methode denn nun kommt. Einmal heißt sie Godo ein anderes Mal Qi Gong Gehen:

http://dschjotiblog00.blog.de/2012/02/12/geh-godo-12766713/

Hier heißt es, sie käme aus der Lüneburger Heide und nicht aus Amerika und sei ganz neu. Aber Vorsicht. Sie raten auch dazu bei der Arbeit zu flyten:

http://www.wittness.de/media/M&N_Flyten%20Artikel%20092009.pdf?PHPSESSID=8h93kf72vk8k2fnkhbfuekvrn3

Durch diesen Ballengang trainierten wir jedenfalls unsere Beinmuskulatur.

Manche entdecken beim Flyten sogar ihr inneres Kind:

Labyrinth

Steffi begegnete ihren Bekannten, die sich sicher sehr über ihre eigenartige Gangart in so einer merkwürdigen Gruppe wunderten:

Froschweg

Ich fand wir sahen aus, als ob wir alle derselben Anstalt entsprungen wären und bisweilen entfernten sich einige. Andere taten als ob sie nicht dazugehörten oder mimten die Aufseher dieser Horde.

Auch auf dem Barfußpfad mussten wir das Flyten ausprobieren. Dort ging es dann über Sägespäne, Kieselsteine, Sand, Wiese, Schnecken

Schnecke

und durchs Wasser. Gut dass ich Schuhe an hatte, als es durch den Matsch ging.

Weil wir bei der Flytingmeditation so viel gekichert haben, sollten wir demnächst wohl mal eine Kichermeditation machen.Was meint Ihr dazu?

Geh mit Godo

Im Ballett konnte ich dieses „Hacke, Spitze, 1, 2, 3“ ebenso wenig ausstehen, wie den zackigen Marsch beim Militär, wo die Ferse „ich will nicht“ (in den Krieg) ruft.

Nun weiß ich auch, warum ich in der Stille der Natur so eine Abneigung gegen das harte Auftreten beim Nordic Walking mit den 2 klappernden Stöcken habe.

Ich liebe nämlich den gefühlvollen Ballengang oder Vorfußgang in dem ich locker mit meinem Vorfuß auftreten darf. Leichtfüßig schreitendes Gehen in den Eurythmiestunden ließ mich immer schnell zur Ruhe kommen.

Aus diesem bewussten Gehen wurde inzwischen eine ganze Philosophie:

Godo, das Gehen mit dem Herzen, nennt Dr. med. Peter Greb diese Gangart, die sich auf Körper, Geist und Seele auswirkt. Er beschäftigt sich seit 25 Jahren mit dem menschlichen Gangverhalten und erläutert, dass wir Ballengänger sind, weil ein Kleinkind über die Vorderfüßchen läuft.

Go kommt vom englischen „ Geh“ und Do ist der japanische Weg.

Godo kommt von godere und heißt genießen und das rufen Italiener angeblich beim Sex. Deshalb können italienische Priester keine Godowerbung am Schuh tragen, erzählt Dr. Greb u. a. auf diesem Video:

Mit diesem ursprünglichen Ballengang können wir starre Bewegungsmuster loslassen und spielerisch unsere Stärken finden.

Auch weil Gang und Sprache über den gleichen Nervenstrang gesteuert werden, können wir viele Krankheiten wie Venenleiden, Asthma, Rückenschmerzen, und vorzeitige Alterungsprozesse verhindern. Sogar Wort- Sinn Störungen entstehen durch falsches Auftreten.

Depressionen können durch Treppensteigen vergehen und Tänzer bekommen kein Asthma, weil man hier im Ballengang läuft.

Haben denn die gestressten Hackengänger alle Asthma und Depressionen? Eigentlich müssten sie bald aussterben, weil die Ferse die Reflexzone für Beckenorgane, Hoden und Eierstöcke darstellt.