Tag-Archiv | Bauernregel

Siebenschläfer

Der Siebenschläfertag ist am 27. Juni. Er wird mit den Sieben Schläfern von Ephesus in Verbindung gebracht, mit dem Nagetier Siebenschläfer und nicht zuletzt mit Bauernregeln für das Wetter.

Der Siebenschläfertag beruht auf einer Legende aus dem 5. Jahrhundert. Danach haben sich sieben junge Christen in der Zeit der Christenverfolgung anno 251 in eine Berghöhle nahe Ephesus versteckt. Sie wurden entdeckt und lebendig eingemauert. Sie starben aber nicht, sondern schliefen 195 Jahre lang. Am 27. Juni 446 wurden sie zufällig entdeckt und befreit. Sie bezeugten den Glauben an die Auferstehung der Toten und starben kurz darauf. Darauf wurden sie als Heilige verehrt.

Nach den alten Bauernregeln soll das Wetter nun 7 Wochen so bleiben wie an diesem Tag. Aber da bei der Kalenderreform 1582 zehn Tage aus dem Kalender gestrichen wurden, dürfte Siebenschläfer eigentlich erst am 7. Juli sein.

Diesem Siebenschläfer ist das aber wohl egal:

Sommersonnenwende- Sommeranfang

Der astronomische Sommer beginnt am 21. Juni. Die Kelten begrüßten Alban Hevin, die Sommersonnwende mit dem längste Tag und der kürzesten Nacht mit einem Sonnenfest, das sie 12 Tage lang ausgiebig feierten.
Sie priesen Mutter Erde, die zu dieser warmen und blühenden Sommerzeit schwanger ist, mit den Früchten der Erde, den Düften der Blüten und mit dem Gesang der Vögel. Die Nacktheit galt als heiliger Zustand, der die Menschen mit dem Ursprung verband.

Luftbekleidet und mit Kränzen aus duftenden Kräutern umgürtet wurde in alten Zeiten zu getanzt. Beifuß und Gundermann steigerten die Ekstasefähigkeit und Hellsichtigkeit. Mit Bärlapp-Sporenstaub, auch als Blitzpulver oder Hexenmehl bekannt, das die Druiden ins Feuer warfen gab es aufregende Licht- und Explosionseffekte.

Heutzutage wird überall in Deutschland die Sommersonnenwende gefeiert.
Fröhlich mit Singen und Tanzen geht es auch bei bei den Externsteinen zu:

Bauernregel zu diesem Tag:

Ist die Milchstraße klar zu seh’n, bleibt das Wetter schön.

Funkeln heut‘ die Stern‘, spielt der Wind bald den Herrn.

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