Tag-Archiv | Chandra

Chandra Namaskar, der Gruss an den Mond

Mondtänzerin

Mit dem Aufgang des Vollmondes kehrt Stille in mich ein und während ich dem Mond meine Finger entgegenstrecke und mich wie ein Baum im Wind nach rechts und nach links neige, schwebe ich bereits in höhere Bewusstseinssphären zu Shiva empor.

Ich fühle wie mein Atem ganz ruhig in mich ein und ausströmt:

Ich grüße den Mond mit diesem uralten Ritual… und spüre wie seine Energien zu mir fließen und mein Denken zum Stillstand kommt.

Meine Füße sind tief verwurzelt mit der Erde und oben trage ich den Himmel auf meinen Händen. Ich ziehe mich zusammen und recke und strecke meine Glieder in alle Richtungen, tanze, bete und spiele mit den Anziehungskräften zwischen Erde und Mond. Die Schwere zieht aus meinem Körper hinaus und ich fühle mich ganz leicht.

Mein drittes Auge öffnet sich und mit der Zeit kann ich meinen Lichtkörper von innen erkennen. Wärmende Strahlen ummanteln mich. Das Licht vibriert und Ammas glitzernde Augen funkeln mich an. Ich lausche der Hymne an Shiva und sehe ihn tanzen, während der Mond aus dem Milchozean heraussteigt:

Die Energie strömte so stark, dass ich mich nach dieser Meditation mit einem Eis kühlen musste. Ich fühlte mich, wie ein aus der Asche gestiegener Phoenix:

Siehe: http://dschjotiblog00.blog.de/2009/10/17/hoelle-himmel-tanzt-bewegungsablauf-daikinitanz-transformieren-hoelle-himmel-daikinipraxis-versuch-7187919/

Shivaratri 2010

In der Nacht vom 12. Zum 13. Februar 2010 , in der heiligssten aller Nächte,ist Shivaratri die Nacht des (Großen)Shiva oder Mahashivaratri. Am 14. Tag des Monats Phalguna wird Shiva, der Gütige, der Segen, gefeiert. Das ist die Bedeutung des formlosen Shiva. Seine Aufgabe ist die Zerstörung, damit Neues entstehen kann. Er trinkt das Gift des Urmeeres und rettet so die Welt.

Damit man den Formlosen Shiva (Shankara) mit seinen drei Augen (drei Welten) erkennt, wenn man ihm begegnet, wird er mit einem Dreizack (die drei Aspekte der Zeit) dargestellt. Statt ihm wird gerne auch ein Lingam verehrt. In einer Eishöhle in Armarnath wird sogar ein Eis-Lingam angebetet, das bei zunehmendem Mond wächst und sich bei abnehmendem verkleinert.

Shiva wird mir aber sicher auch meine klitzekleinen Sünden vergeben, wenn ich nicht diese anstrengende Reise zu diesem Wallfahrtsort machen werde und auch nicht wegen ihm den Berg Kailash besteige. Dafür wird er mich auch, wenn er in der vierzehnten Nacht der dunklen Hälfte des Mondes über die Erde schreitet, die ganze heilige Nacht beten und Mantren singen hören, so wie es der Göttliche in den heiligen Schriften selbst verlangt. „Möge unser Herrgott durch unsere Lobgesänge entzückt sein.“

“AUM NAMAH SHIVAYA

Irgendwo muss ich dann noch ein Lingam finden, denn dort drinnen ist Shiva zu finden und wird mich, wenn ich mich ihm voller Liebe und mit lodernden Herzen nähere und das Lingam mit Wasser, Milch, Joghurt, Butter und Honig begieße und mit den Blättern eines heiligen Baumes schmücke, von meinen klitzekleinen! Sünden befreien. Ich werde sicherheitshalber mal ein paar Basilikumblätter mitnehmen.

SHIVARATRI ist aus spiritueller Sicht ein besonders günstiger Zeitpunkt. Es ist der 14. Tag des Mondzyklus, der Moment an dem der Mond fast gänzlich verborgen ist. Der Verstand ist mit dem Mond eng verbunden. CHANDRA, der geheimnisvolle Engelsherrscher des Mondes, ist gleichzeitig die Gottheit, die den Verstand beherrscht. Er verliert an jedem Tag nach Vollmond ein sechszehntel seiner Strahlung, so dass er in der SHIVARATRI-Nacht nur den sechzehnten Teil seiner Kraft hat. Somit sind bei Neumond die Launen des Verstandes stark reduziert, so dass man leicht die geheimnisvolle Anwesenheit Gottes verspürt und sich auf seine unvergängliche Herrlichkeit und Gnade einlassen kann.

Um dies auch zu verwirklichen, muss man die Kraft zu Lieben entwickeln. Dieses geht am besten über den Verzicht. So wie die Hindus, werde ich also auch am Tag zuvor fasten um mich dank der geheimnisvollen Gnade SHIVAS, der im Lotus meines Herzens wohnt,zu transformieren. Ich werde in dieser Nacht versuchen alle dem Leben innewohnenden Sorgen und Leid zu vergessen und um mich herum Freude und Seligkeit auszustrahlen, um mich der unerschöpflichen Höchsten Quelle der Göttlichen Freude und Seligkeit zu nähern.