Tag-Archiv | dan tien

Qi Gong im Park

Während der Sommerzeit wurde in mehreren Städten der Umgebung Qi Gong im Park angeboten, weil im Freien die Energien am besten sind. Da ich mich insbesondere im Sommer gerne in der Natur aufhalte, wollte ich hier die Zusammenhänge von Natur, Energien und dem Leben erfahren..
Besonders gut waren die Energien bei Regenwetter wahrnehmbar.

Nimmt man die Haltungen der Lohans (heilige Männer aus China) ein, so werden die Energien verstärkt. Hieraus entstanden die Qigongübungen. Inzwischen bildeten sich verschiedene Qigongstile heraus, manche sind ganz schön kompliziert. Auch manche Kampfsportarten gingen aus dem Qigong hervor, z. b. Gong Fu. Hier werden die harmonischen Bewegungen von Tiger, Leopard, Schlange, Drache und Kranich nachgeahmt

Die gewonnene Energie soll Wehwehchen, Zipperlein und sogar Krankheiten beseitigen und kann auch auf andere übertragen werden.

Unser Körper nimmt das Chi des Universums auf und soll gleichmäßig durch die Meridiane unseres Körpers fließen. Dann sind wir gesund und munter. Fließt es aber nicht richtig, bekommen wir Blockaden und Energiestau und das merkt man an Kopfschmerzen, Müdigkeit und schlechter Laune.
Wir können durch Qi Gong Übungen unser Energiepotential anheben und der Energiedurchfluss durch die Meridiane wird größer.

Qi Gong

Ungefährer Ablauf einer Qigongstunde:

Zuerst stellten wir uns locker hin, um die Energieaufnahme vorzubereiten.
Wir schütteln unsere Hände und Füße aus.
Wir stellten uns vor, dass wir am Scheitel angebunden sind und wie eine Marionette nach oben gezogen werden. Dabei wird die Wirbelsäule, gestreckt und gerade , der Kopf wird leichter, der Nacken entspannt sich. Die Schultern sind tief und locker. Die Arme und Hände sind entspannt. Wir nehmen den Atem wahr und beobachten, wie er den ganzen Körper bewegt.
Durch extrem langsame Vorbereitungsübungen wie „den Kreis umarmen“ oder „mit einem imaginären Ball spielen“, „den Regenbogen schwenken“ oder „die Wolken teilen, kann die Energie von außen wirksam mit der von innen verbunden werden zum Qi, das durch die Meridiane wandert.
Eine besonders schöne Übung war „den Mond über die linke Hand betrachten“.

Dann folgten die Hauptübungen mit illustrativen Begriffen wie: der Phönix, der Bär…
Energiezentren speichern die Energie. Das Hauptzentrum liegt im Bauchraum. Man nennt das Gebiet, in dem sich alles sammelt „Dan Tian“, das Meer der Energie.
Wir fingen das Chi aus dem Kosmos in einer Schale auf und formten daraus eine schöne blaue Kugel mit Energie aus dem Kosmos. Diese ließen wir ins Herzzentrum emporsteigen. Um das Herz herum gibt es wiederum dieses wichtige Energiezentrum. Hier erwärmten wir die Kugel mit dem Feuer des Herzens, ließen sie pulsieren und sandten sie wieder hinab ins Dantien , wo sie wieder abkühlen konnte.
Dann drehten wir die Jadekugel (Medizinballgröße) vor dem Dantien, teilten das Yin und das Yang senkrecht durch unsere Körperachse in Schwarz und Weiß, hielten Sonne und Mond in unseren seitlich ausgestreckten Händen, führten sie vor uns zusammen und standen da wie die Krieger Buddhas, mit angelegten Armen.
Die Arme wurden über den Kopf geführt, damit unsere Handflächen die Energie in einem Dreieck zu unserem 3.Auge (einem weiteren wichtigen Energiezentrum) schicken konnten. Nun war der Energiefluss besonders stark.
Dies alles wurde mehrmals wiederholt
Zum Schluss muss die Energie wieder in den Bauchraum eingesammelt, zurückfließen und gleichmäßig verteilt werden um sie dort zu verdichten und bei Bedarf aus ihr zu schöpfen Gleichmäßiges Energieverteilen im Körper geschieht durch Klopfen mit der Hand an bestimmte Meridiane.
Um das Herz herum gibt es wiederum ein wichtiges Energiezentrum. Wir schenkten uns und unserer Umwelt deshalb ein „inneres Lächeln“.

Wir stellen uns wieder locker hin, atmen ruhig ein und aus und sammeln unsere Energien, ins Dantien wieder ein.
Dann stiegen wir mit einem Fuß vor und voller Energie, aus dem magischen Kreis heraus.