Tag-Archiv | Dance

Frühlingstänze bewirkten berauschende Träume

Meteorologisch ist es eigentlich schon Frühling, die Blumen stehen aber wieder im Schnee:

Krokusse im Schnee

Wir wollten mit unseren Tänzen zuerst Mutter Erde leise erwecken. Wir treten aber bedächtig zu der leisen Musik auf die Erde und achten auf jeden Schritt, um die kleinen Triebe der jungen Pflänzchen nicht zu zertreten:

Meine Füße fest auf Mutter Erde,
segnen sie mit jedem Schritt.
Meine Liebe fühlt ihren Herzschlag
und mein eigenes Herz schlägt mit

In vorchristlicher Zeit als die sagenumwobenen keltischen Göttin Sybille auf der Schwäbischen Alb über die Felder lief, erblühten an diesen Stellen die Blumen. Später wurde aus der Göttin eine Königin und so wollten wir nun tanzend über die Frühlingswiesen laufen….

Beim „Lord oft the Dance“ stampften wir fest in den Boden, bis die Erde erbebte.
Denn wenn wir gegen die Erde drücken, werden wir von ihr emporgehoben:

Refrain:
Tanzt, tanzt, wo immer ihr auch seid;
ich bin der Herr des Tanzes, sagte Er,
und ich werde euch alle führen, wo immer ihr auch seid,
und ich werde euch alle in den Tanz führen, sagte Er

Mich führte er in der dann in der folgenden Nacht in diese wunderbaren Träume:

Dschjoti tanzt im Gangnam-Style

Gestern lernten wir im Zumba- Kurs den Tanz, den inzwischen schon die ganze Welt kennt:

Sogar unsere Kanzlerin ist süchtig nach dem Pop- Song des südkoreanischen Rappers Psy:

Genauso wie ihr Vogel, der nach dem YouTube- Video tanzt und mitjodelt:

Selbstverständlich tanzen ihn auch Obama und Michelle im weißen Haus nach dem Lied von der Spitze der Hitparade:

Ich muss noch ein bisschen Gangnam Style üben, weil ich dabei immer die Orientierung verliere und hinterher meinen Rollator nicht mehr finde.

Meryem ana

Es lohnt sich zu Marias Haus auf dem Nachtigallenberg (Bülbül Dağı) im Ruinenfeld von Ephesus zu pilgern. Dann werden euch nämlich laut Pius X. sämtliche Sünden erlassen. Dort entspringt eine Quelle von wo aus ein Bächlein an der Geburtsgrotte der Artemis vorbeifließt.

In Ephesus wurde die uralte Muttergöttin Artemis Ephesia als Natur- und Fruchtbarkeitsgöttin, aber auch als Kriegsgöttin und Todesgöttin von einer matriarchal ausgerichteten Gesellschaft verehrt. Die Frauen identifizierten sich mit der Großen Mutter und schrieben ihr alle weiblichen Eigenschaften zu.

Im Artemision, dem Tempel der Artemis fanden die Einweihungen in die Artemis-Mysterien statt. Der frauenfeindliche Apostel Paulus, versuchte die Epheser vom Glauben an ihre Große Göttin abzubringen. Die verjagten ihn aber mit Sprüchen wie:
„Groß ist die Artemis von Ephesos!“

Obwohl das Christentum schließlich doch siegte, überlebte die Große Göttin von Ephesos in der christlichen Muttergottheit Maria. Beide wurden mit einer Mondsichel dargestellt.

Mondtänzerin

Diesen Sacred-Dance tanzten wir besinnlich und meditierend:

Meryem Ana (Mutter Jesu) von Fuat Saka:

hier sind die Tanzschritte dazu:

Die Frauen tanzen erdgebundener, also weniger kraftvoll als die Männer. Sie verwenden anmutige Bewegungen, kleinere Schritte, Sprünge und Tritte.

Musik und Bewegungen unserer Ahninnen entzünden wieder das Feuer unserer Lebensfreude und berühren unsere Herzen durch Tänze und Melodien die im südeuropäischen und südosteuropäischen Raum authentischen erhalten wurden.