Tag-Archiv | Dankbarkeit

Freude

Die Freude kommt von fröhlich. Wenn ich fröhlich bin und mich freue, fühlt meine Seele sich wohl, weil mein Herz sich weitet und die Begrenzungen meines Lebens aufhebt. Mein Mund lächelt, lacht oder jauchzt vor Freude, meine Augenwinkel bilden kleine Lachfältchen, weil etwas passiert, was mich erfreut. Kinder wackeln vor Freude sogar mit den Füßen und Hunde mit dem Schwanz. Freude ist wie eine Blume, die sich Blütenblatt um Blütenblatt entfaltet.

Freude ist eigentlich ein schönes Überraschungsgeschenk der Götter an die Menschen, weder gut noch schlecht, solange nicht gewertet wird. Dann aber kann sie nicht nur als Lebensfreude, sondern auch als Schadensfreude auftreten. Somit können wir selbst bestimmen, ob wir das Geschenk behalten möchten und wie lange wir uns dafür öffnen wollen.

Da ich in einem Zeitalter der unbegrenzten Wunscherfüllung lebe, will ich mich auch jahrelang ununterbrochen freuen können. Soll ich etwa 24 Stunden täglich „Freude“ meditieren? Da ich ja auch nicht den ganzen Tag esse, trinke oder schlafe, um meinen Körper am Leben zu erhalten, wird etwas weniger wohl reichen müssen um mein „inneres Kind“ zu nähren.

Ich muss, um die wirkliche tiefe und erfüllende Freude zu finden und zu bewahren, nach innen gehen und den Grund meines Herzens für die göttliche Saat vorbereiten. Dann muss ich sie empfangen und nähren, bis sie heranwächst zu einem Fluss ewiger innerer Freude, der uns mit unserer Quelle verbindet.

In Deutschland wird der Wunsch nach Fröhlichkeit eines Menschen oft mit Vergnügungssucht gleichgesetzt. Aber wahre Freude ist unabhängig von der äußeren Welt. Durch Dankbarkeit weitet sich das Herz und es stellt sich Freude ein. Wenn du dich selbst als unendliche Freude sehen und fühlen kannst, wird sie ewig bleiben und du kannst sie freudig in die Welt hinaustragen und die Welt verwandeln.

Von der Meditation über Liebe, Selbstliebe und Dankbarkeit zum Heiligen Christopherus

Ich fokussiere meine Gedanken auf das Thema Liebe, Selbstliebe und Dankbarkeit. Dann forme ich mit meinen Händen eine Kugel mit all meinem Leid und drücke diese zärtlich an mich, weil ich weiß, dass es zu mir gehört und es dazu dient, dass ich innerlich zu größerer Bewusstheit wachsen werde.

Durch Selbstliebe entwickle ich Selbstheilungskräfte und so öffne ich mein Herz weit für die wärmende Liebe, die mein Leid wie Eis in der Sonne schmelzen lässt. Meine Kugel wird immer kleiner, bis nur noch ein paar Tröpfchen übrig bleiben, die ich zwischen den Handflächen zerreibe.

In Dankbarkeit atme ich ruhig ein und aus. Ich fühle mich vom eigenen Leid befreit und habe nun den Wunsch diese heilende Liebeswärme auch an die Schöpfung zu verströmen. Da berührt mich wieder diese Hand, dieses Mal am Hinterkopf. Während ich überlege, ob das wohl ein Engel ist und was er möglicherweise von mir will, purzeln vor mir in Zeitlupe mehrere Heilige durcheinander vor mich hin. Eine weibliche Heilige, mit Baby auf dem Arm und Rosen entschwebt hurtig auf einer Wolke, eine andere mit blauer Haut, die aussieht wie die indische Göttin Durga, macht sich auch schnell aus dem Staub.

Christopherus1

Rechts neben mir steht plötzlich eine riesige Gestalt. Es ist der Heilige Christopherus, der Energie von meinem Christuslicht wünscht, um sein Leid zu schmelzen. Voller Dankbarkeit lenke ich diese Energie aus meinen Handflächen zu ihm hin.

Nach einer Weile löse ich mich vorsichtig aus dieser wundersamen Meditation.

Legende zum Heiligen Christopherus:
Es lebte ein riesengroßer, bärenstarker Mann namens Reporb, auch Offerus (Verdammter) genannt, der nachts ein Kind über den Fluss tragen sollte. Mit jedem Schritt wurde das Kind schwerer und das Wasser unruhiger und er erreichte nur mit großer Mühe das andere Ufer.
Er fragte das Kind:“Wer bist du?“ Wenn ich die ganze Welt auf den Schultern getragen hätte, wäre das nicht so schwer gewesen, wie du es warst. Das Kind antwortete:“Ich bin nicht die ganze Welt, ich komme von dem, der die Welt geschaffen hat. Ich bin Jesus Christus. Du hast auf deinen Schultern nicht nur mich getragen, sondern die Last der ganzen Welt.“
Als Beweis sollte Reporb, seinen Stock in die Erde stecken. Am nächsten Morgen fing der Stock an zu blühen und Früchte zu tragen. Von da an nahm der Riese den Namen Christophorus („der, der Christus trägt“)an und widmete sich der Verbreitung der Lehre Christi.

Christophorus ist zwar kein Heiliger der Katholischen Kirche mehr, weil er nicht beweisen kann, dass es ihn gab, aber er gehört zu den 14 Nothelfern und ist der Patron der Flößer, Brückenbauer, der Reisenden und Pilger und des gesamten Straßenverkehrs. Die kennen ihn jedoch, so wie die Hundefutter-Käufer.