Tag-Archiv | Eier

Will ich, dass ich ein Huhn wäre?

weidehuhnerstalle

Auf meinem letzten Spaziergang über die winterlich verschneiten Felder wunderte ich mich über die Pommesbuden, die überall in der Landschaft herum standen. Beim näheren Hinsehen stellte sich heraus, dass in den mobilen Buden lauter Hühner gackerten. Es waren mobile Hühnerställe, die da auf der Weide standen. Manche hatten sogar Solardächer oben drauf.

https://www.youtube.com/watch?v=p2C3jWd0h30&feature=youtu.be

Bei den nahegelegenen Bauernhöfen konnte ich mir dann am Eierautomat die Eier der Weidehühner kaufen. Zuhause kochte ich sie dann zusammen mit meiner Eieruhr, bis dieses sogenannte Piepei bei der richtigen Härte „ICH WOLLT‘ ICH WÄR‘ EIN HUHN“ spielte.

https://www.youtube.com/watch?v=1zatzMwnNJQ

Danach war ich wieder fröhlicher.

 

Der verzauberte Osterbrunnen von Bad Überkingen

Osterbrunnen

In Bad Überkingen steht seit 1998 ein 3 Meter großer Osterbrunnen, für den mehr als 12 000 Eier ausgeblasen und verziert wurden. Allein für den Überkinger Sauerwasserkrug mussten die Hühner ungefähr 1300 Eier legen.

Diese Osterbrunnen habe ich im vorigen Jahr besichtigt.:

http://dschjotiblog00.blog.de/2014/04/14/osterwasser-osterbrunnen-18244927/

Natürlich haben die Naturgeister wieder fleißig am Osterbrunnen mitgebastelt.

Osterwasser aus dem Osterbrunnen

Osterbrunnen

Osterbrunnen mit dem lebensspendenden Wasser wurden bereits in heidnischen Zeiten mit Eiern als Fruchtbarkeitssymbolen geschmückt um das Ende der entbehrungsreichen Zeit zu feiern:

Die Natur liefert nun viel frisches Grün und bunte Blumen, die mit bunten Bändern zu hübschen Kunstwerken verarbeitet wird.

Endlich ist Natur nach dem langen Winter wieder erwacht:

Das hier geschöpfte Osterwasser hat ebenso heilkräftige Wirkung wie dasjenige,das ich in der Natur schöpfte. Hierüber habe ich bereits vorletztes Jahr geschrieben:

http://dschjotiblog00.blog.de/2012/04/09/osterwasser-kleinen-schweiz-13474253/
An welchen Orten habt Ihr denn schön geschmückte Osterbrunnen gefunden?

Die Geister von Eschenbach

Der Spuk ging schon beim Eierautomat am Anfang von Eschenbach los. Irgendwelche Geister gönnten mir die Eier nicht. Sogar das 2 €- Geldstück, das ich vorschriftsmäßig hinein warf, wollten sie behalten und gaben es nur auf meine wütendes Getrommel wieder heraus.

Danach stellten sie den ganzen Ort auf den Kopf. Beim Rathaus genügten ihnen zwei Bürgermeister nicht, sie mussten die Bürgermeister auch noch mehrfach klonen.

So hatte ich mir die Geister von Eschenbach eigentlich nicht vorgestellt.

Einer flog die ganze Zeit dröhnend über unseren Köpfen herum und andere zischten von hinten heran oder klingelten, damit wir zur Seite sprangen. Sie machten wohl heute ein Geisterrennen.

Die Wassergeister ließen es von oben tröpfeln, so dass wir den ursprünglich vorgesehenen Weg abkürzten. Gegen die kalten Geister des Windes hatten wir uns warm eingepackt, dafür schien die Sonne dann umso wärmer, wenn sie mal hinter den Wolken hervorlugte.

Etliche Häuser sahen aus, als ob ein Feuergefecht mit Kugeln stattgefunden hätte. Die Schindeln und die Rolläden waren durchsiebt und die Blechverkleidungen hatten eigenartige Dellen. Wir liefen an einem riesigen verwüsteten Maisfeld vorbei, über das die wilde Meute getrampelt war. Zwischen den übriggebliebenen Stengeln grinsten die Kobolde hervor.

Vielleicht sollte hier mal ein Geisterjäger vorbeikommen…

Bei denen piept es doch

Wie halten die das Gepiepse nur aus? Ohne Merkzettel finde ich nicht mal die freilaufenden Eier, weil es dauernd piept.

Ich bekomme schon Kopfweh, wenn ich nur zur Tür herein komme und sie müssen das den ganzen Tag in dem kleinen Kasten sitzend aushalten. Der Computer misst, wie schnell sie sind und später können alle sehen wer am langsamsten war.

Ich schreibe hier nicht etwa von der Legefrequenz der Hühner, sondern von der Eingabegeschwindigkeit der Kassiererinnen beim Ziehen der Ware über den Scanner.

Da muss ich nämlich beim Discounter immer aufpassen, dass ich meine freilaufenden Eier ans Ende der übrigen Einkäufe lege, damit ich nachher keine Eierpampe habe, wenn sie vorne vom Band fallen, weil ich sie nicht schnell genug auffange.

Nun habe ich erfahren, dass die Kassiererinnen wegen der Geschwindigkeitskontrollen an der Kasse so schnell sein müssen, damit sie keine schlechten Bewertungen bekommen.

Die Kundenfrequenz wird natürlich auch erhöht, weil die Kunden so schnell wie möglich versuchen werden, dem Piepskonzert zu entkommen. Ob sie dann wohl auch alles gekauft haben, was sie sollten?

Ich habe jedenfalls letzes Mal vor lauter Stress die Eier vergessen mitzunehmen.

Feierte Tigerlilly Sexpartys in meinem Wohnzimmer?

Heute Nacht, als der Mond fast voll war und das dunkle Wohnzimmer beleuchtete, hat sie sich wieder in meinem Wohnzimmer amüsiert. Das sieht man hier an den Spuren auf dem Teppich ganz deutlich:

Schleimspur auf Teppich

Da ich es satt hatte immer die Spuren ihrer Ausschweifungen beseitigen zu müssen, habe ich sie durch das ganze Wohnzimmer so lange verfolgt, bis ich sie im Blumentopf entdeckte, wo glaubte sich vor mir verstecken zu können.

Sie war aber überhaupt nicht erschrocken, sondern grinste mich richtig unverschämt mit ihrem Mona Lisa Lächeln an. Sie wollte mir weismachen, dass sie es nicht gewesen sei.

Aber seit Bill Clintons verräterischem Stirnrunzeln weiß ich Bescheid. Ihre Hörner zuckten äußerst verdächtig, als ich sie zur Rede stellte.

Tigerlilly&Co am Schaukelstuhl

Beim Paarungsspiel umschlingen sie sich nämlich spiralförmig und seilen sich dann an einem langen Schleimfaden von meinem Schaukelstuhl ab. Sie befruchten ihre Eier mit einem Samenpaket das in die Geschlechtsöffnung eingeführt wird und manche von ihnen befruchten sich sogar selbst.

Ich stellte mir lebhaft vor, wie Tigerlilly ihre Gelege von vielleicht 300 Eiern überall in meinen Blumentöpfen versteckt hat….

Ich trug Tigerlilly sofort zu einer schönen großen Wiese und verließ sie.

http://dschjotiblog00.blog.de/2012/06/24/hilfe-feng-shui-wirkt-13930182/

Nun kann sie dort zusammen mit ihren Artgenossen soviele Sexpartys feiern wie sie will, aber nicht mehr auf meiner Couch!

Ausflug von Agra in die Geisterstadt Fatehpur Sikri

Beim Frühstück in unserem Luxushotel in Agra beobachtete ich, wie die Toasts vom Personal mit den Fingern beider Hände in den Toaster geschoben, herausgeholt und auf einem Teller gelegt wurden. Dann erschien der Kellner damit beim Gast und servierte die Toasts mit einer silbernen Zange. „Aber nicht auf meinen Teller, ich esse etwas anderes!“ Wir hatten nämlich inzwischen beobachtet, dass einige Inder bei ihrer Morgentoilette auf der Straße auch nicht die linke- Hand- Regel einhielten.

Beim Frühstücken meiner 5 selbstgeschälten Bananen und 3 selbstgepellten superhart gekochten 30-Minuten- Eier, beobachtete ich die Reinigungsarbeiten: Nachdem die ersten Gäste ihren Tisch verließen, deckten 3 Personen gleichzeitig den Tisch ab, drehten einfach die benutzten Platzdeckchen um, neuen Teller drauf und fertig für den nächsten Gast. „Ab morgen werden wir ganz bestimmt immer die ersten beim Frühstück sein!“

So kommen die Eier zum Hotel:

Eierwallajpg

Heute besuchten wir den riesigen grandiosen Palast der in den Sand gesetzten verlassenen Kaiserstadt Fatehpur Sikri.

Von jetzt ab nahm ich den Kampf mit den lästigen selbsternannten Guides auf. Ab jetzt ernannte ich mich auch zum Guide, schwenkte meinen Reiseführer und verkündete dies lautstark jedem der sich in unsere Nähe wagte. Die Kinder liefen ehrfürchtig davon und riefen: She is really a guide, she has a book! Sie ist tatsächlich eine Reiseführerin, sie besitzt ein Buch! So hatten wir unsere Ruhe und konnten gemütlich alles anschauen.

Dann kamen wir an ein riesiges, tiefes mit Wasserlinsen bedecktes Becken, in das ein Inder für uns für ein paar Rupien hineinspringen wollte. Ich hätte ihm lieber etwas gegeben, damit er nicht dort hineinspringt. Aber wir sind dann lieber schnell weitergelaufen, damit er nicht doch noch springt.

Abends erzählte man uns, dass die Schlepper oft 30% bekommen, wenn Touristen in den teuren Läden etwas kaufen. In einem Laden behauptete der Verkäufer, das von uns gesuchte Buch sei schon auf dem Weg zu uns und würde in ein paar Minuten eintreffen. Er spielte uns inzwischen schöne Musik auf seiner Sitar vor und dann fand er es lustig, dass ich bemerkte, dass 5 indische Minuten eine europäische halbe Stunde sei.

Dann führte er uns in einen engen düsteren Raum, sein Büro, in dem mehrere Leute arbeiteten. Wir hörten dort einige CDs an, bis ich eine Überwachungskamera für die Straße entdeckte. Nun war uns auch klar, woher er soviel über uns wußte, woher wir kamen, wann wir in Agra eingetroffen sind, wohin wir gingen…… Mir wurde immer mulmiger zumute.

Nachdem er uns dann sämtliche Gegenstände seines Geschäftes andrehen wollte und uns sogar einlud irgendwo hinzufahren, wo er ein Restaurant hätte und wir mit ihm speisen sollten, sind wir zum Warten auf das Buch erst mal ins Hotel zurückgegangen.

Nach einer weiteren Stunde stellte sich heraus, dass es das Buch gar nicht gibt. Wir kauften noch ein paar kleinere Dinge, als wir dann aber das Grammophon aus Uromas Zeiten kaufen sollten, lief ich zielstrebig zum Eingang, der natürlich verschlossen war. Ich schaute mich schon um nach einem geeigneten spitzen Gegenstand, als der Verkäufer eine andere Tür für uns öffnete und wir uns erleichtert verabschiedeten. Wir waren richtig froh, als wir wieder draußen waren.