Tag-Archiv | Einhorn

Der Himmel von Schwäbisch Gmünd

Das Wetter hat gut mitgespielt, als ich im Himmel der Landesgartenschau in Schwäbisch Gmünd eintraf.

Himmelsgarten

Es gab zur Begrüßung strahlenden Sonnenschein. Zunächst lief ich an Gräbern vorbei, die ich im Himmelsgarten eigentlich nicht erwartet hatte. Wenigstens waren hier die Engel noch nicht ganz ausgestorben:

Zuerst fiel mir mal der Himmelsstürmer ins Auge. Das hat nichts mit Fußball zu tun, sondern so heißt der Aussichtsturm dort, der das neue Wahrzeichen von Schwäbisch Gmünd sein soll.

Mir gefällt aber das Einhorn viel besser. Die Kinder finden es allerdings langweilig, weil sie es seit Jahren überall in der Stadt antreffen und sie lieber mal was anderes sehen wollen.

Den Himmelsstürmer von fast 40 Metern Höhe und 209 Stufen erstürmten die Kinder mit einer unglaublichen Geschwindigkeit, so dass ich mit meinem Rollator kaum hinterherkam.
Von oben hatten wir eine wunderschöne Aussicht auf die Gartenausstellung mit den fantasievollen Blumenmustern und die herrliche Umgebung.

Es gab viel moderne Kunst, vor allem Unerklärliches wie Handtaschen mit soviel Dreck darin, dass sogar Pflanzen daraus wuchsen.

Auch die Stühle im Himmel gefielen allen gut, weil sich jeder seinen zu ihm passenden aussuchen konnte.

Gut fand ich auch, dass dort noch eine Arche Noah war, so gibt es wenigstens im Himmel noch ein paar Tiere, wenn die auf der Erde alle ausgerottet sind. Es gab auch riesige Bienenstöcke und andere Tiere zum streicheln.

Der Hanf im Hanfirrgarten war wohl ein Irrtum. Die Pflänzchen wuchsen wohl wegen Wassermangels so spärlich, dass sie kaum zu erkennen waren.

Das ganze Wasser ging wohl für die Wasserspielplätze drauf, in denen die Kinder spielten und so die Erde nicht vermissten.

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Der Zauber des Waldes

Ich lief wieder in den Wald um den Zaubergesängen der Waldgeister zu lauschen und das zu schauen, was jenseits unseres Horizontes.

So drang ich ein in den dichten Urwald der Gefühle und bekam andere Ansichten.

Ich begegnete merkwürdigen Fabelwesen, die mir dennoch sehr vertraut waren. Kobolde, die Kinder des Chaos versteckten sich überall. Dryaden, Baumnymphen schwebten verträumt durch die Äste der riesigen Bäume. Feen verschiedenster Größe belebten den lichtdurchfluteten Teil des Waldes.

blue moon meditation

Aber auch Harpyien, die Vögel mit den Frauenköpfen lauerten im Gebüsch. Aber ich glaube, die erschrecken nur Männer…

Aus den gluckernden und gurgelnden Bächen stieg eine einschläfernde Melodie auf und geheimnisvolle Stimmen ertönten. Irgendwann hörte ich nur noch das rhythmische Getrappel der Hufe der Einhörner, deren Zauberkräfte die Legenden durchdringen.

Als ich begann Teil ihres Zaubers zu werden und ihnen entgegenlief, traf ich auf ein paar seltsame gehörnte Wesen. Sie waren ganz zutraulich, aber irgendwann bekam ich es doch mit der Angst und rannte weg. Eines dieser gehörnten Tiere rannte noch hinter mir her, um mich zurückzuholen, aber als es merkte, dass ich mich vor ihm fürchtete, blieb es stehen und schaute mir ganz verwundert nach.