Tag-Archiv | Erdmutter

Die Frösche sind wieder auferstanden

Frösche bitten um Wasser

Der Teich sah aus, als ob sie darin Orgien gefeiert hätten. Die neu eingepflanzten Wasserpflanzen schwammen völlig zerrissen auf der Wasseroberfläche. Die Fische, die sich zuvor verkrümelt hatten, lugten ängstlich aus dem Teich.

Am Rand des Beckens saßen sie nun, die beiden Frösche. Jeder auf einer Seite, als ob sie nichts miteinander zu tun hätten.

Monatelang hatten sie tief im Boden zugebracht, in den sie sich eingegraben hatten um den Winter zu überstehen. Einige ihrer Verwandten hatten es sogar wie die Saddhus in Indien, mehrere hundert Jahre in Felsblöcken eingeschlossen, überlebt. Deshalb ist der Frosch auch ein Symbol der Reinkarnation.

Aber nicht lange darauf saßen sie wieder einträchtig nebeneinander. Nun hoffe ich, dass sie mir den Regen herbei singen, weil meine Pflanzen dringend Regenwasser benötigen:

Die ägyptische Göttin Heket, die zuständig für Unsterblichkeit und Auferstehung ist, trägt einen Frosch – Kopf. Ebenso Kuk, der Urgott der Finsternis sowie weitere Urgötter Ägyptens trugen alle einen Froschkopf.

Bei den Warao-Indianern am Orinoco erscheint die Ur- oder Erdmutter ebenfalls in Froschgestalt.

Im Feng Shui bringen Frösche Reichtum. Deshalb sollte man einem Frosch eine Münze ins Maul stecken und ihn an die Eingangstüre setzen und zwei davon in die Glücksecke.

Diese alten mystischen Krafttiere haben auch einen guten Draht zur Unterwelt und wurden von Hexen und Zauberern wegen ihrer ewigen Wiederkehr geschätzt.

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Die Erdmutter Fjörgyn und die (Un)moral der Götter.

In der Nordischen Mythologie ist Jord ( laut Edda auch Joerd ,Fjörgyn, Hlódyn, Nerthus, Besla ) die Personifikation der unbewohnten und der nicht kultivierten Erde, die Göttin der Wildnis und der Primitive Erde. Ihre Formen breitet sie in den Landschaften aus: mal üppig, mal wüst.
Sie ist die Tochter des Riesen Annar und der Göttin Nótt ( Nat, Nacht)und die Schwester von Auð and Dagr. Sie wurde als urmütterliche Naturgottheit schon verehrt, als es den Tyr- und Odinsglauben noch gar nicht gab.

Die Erdgöttin Jörð zeugte mit Odin den mächtigen Thor. Odins Gattin Frigg ist übrigens auch eine Tochter Fjörgyns (Jörð). Da sich das Götterleben wohl nicht in unserer materiellen Welt, sondern auf einer feinstofflichen Ebene abspielt, wo andere Gesetze herrschen, sollten wir auch nicht unsere moralische Messlatten anlegen.

Der römische Geschichtsschreiber Tacitus schreibt, wie man der Erdgöttin Nerthus zu Ehren einen reich geschmückten, von Kühen gezogenen Wagen durch die Gegend fuhr und dass wegen der festlichen Stimmung die Waffen ruhten.

Jord erschuf den Baum, der die drei Äpfel der Jugend trägt. Sie vertraute die Äpfel und den Ort des Baumes nur Idun an, der Göttin der Jugend und der Unsterblichkeit.