Tag-Archiv | Eurynome

Tanzmeditation mit griechischen Tänzen

Um den Frühling zu begrüßen tanzten wir einen griechischen Reigentanz, den Lerikon. Da musste ich mich am Anfang ganz schön konzentrieren um nicht aus der Reihe zu laufen:

Schon im Altertum tanzten die Griechen für ihre körperliche und emotionale Gesundheit und natürlich auch für die Seele.

Sacred Dance

Eurynome gebar einst tanzend den Kosmos, so lautet die griechische Schöpfungsgeschichte:

http://dschjotiblog00.blog.de/2010/04/04/weltenei-osterei-8304618/

Zu Plato kam der Tanz als ein Geschenk der Götter, die ihn selbst auch ausübten, oft als zyklische Reigentänze.
Mir gefallen allerdings diese hübschen Tänzerinnen mit schönen Kleidern besser als so ein luftbekleideter Zeuss:

Es ist wichtig so schöne alte Reigentänze wie diesen hier nicht zu vergessen, da sie die Einheit von Himmel und Erde und den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit wiederspiegeln:

Im Reigentanz erzeugen wir ein gewaltiges gemeinsames Kraftfeld, das das Bewusstsein der Gruppe erhöht und uns führt. Wir spüren das Göttliche in unserem Inneren, das uns verwandelt und gesunden lässt.

Wird hier das Kreisen der Himmelskörper im Kosmos nicht wunderbar getanzt?

Vom Weltenei zum Osterei

Das Ei ist ein Symbol für das Leben, die Fruchtbarkeit, die Wiedergeburt und die Unendlichkeit, da es Träger des Lebens und der Lebenserneuerung ist. Die Vorstellung, dass das Weltall ein lebendes Wesen ist, reicht weit zurück:

Flamingoei

Am Anfang erhob sich die älteste griechische Göttin, Eurynome nackt aus dem Chaos, trennte den Himmel von den Wassern und das Licht von der Dunkelheit. Dann begann sie zu tanzen. Sie tanzte immer ekstatischer auf einer Welle gen Süden, als sie plötzlich bemerkte, dass da noch der Nordwind, den sie durch ihre Bewegung ausgelöst hatte, war. Sie ergriff ihn und rieb ihn zwischen ihren Händen, bis er sich in die große Schlange Ophion verwandelte, die sich um ihre Glieder schlang und sich mit ihr paarte. So wurde Eurynome vom Nordwind schwanger, und legte darauf als Taube das Weltenei. Ophion aber wand sich 7 x um das Ei, bis es ausgebrütet war und daraus die gesamte Schöpfung schlüpfte und damit die Menschen sich daran erinnern, werden die ältesten Tierarten der Welt auch heute noch aus Eiern geboren.

In der chinesischen Mythologie heißt es: „Am Anfang aller Zeit gab es nur Dunkelheit und
Chaos. Diese Dunkelheit hatte die Form eines Eies und in sie wurde das erste lebende Wesen hineingeboren. In der indischen Mythologie wuchs das goldene Ei aus einem Samenkorn, das auf dem kosmischen Ozean umhertrieb. Brahma schlüpfte aus diesem Ei und teilte sich selbst in ein männliches und ein weibliches Wesen. Auch im alten Ägypten spielt das Ei eine Rolle in Mythen über die Entstehung der Welt.

Teil 2:

Die Menschen in Hermopolis erzählten von dem Urhügel wo eine Gans ein Ei legte, aus dem der Sonnengott Re entschlüpfte. Auf den Mauerfriesen antiker Jupitertempel symbolisieren Ei-Ornamente die Zeugungskraft Jupiters. In römisch- germanischen Gräberfeldern wurden Eier aus dem 4. Jahrhundert als Grabbeigabe gefunden.

Ein Riesenei fiel aus dem Himmel in den Euphrat. Die Fische rollten es an das Ufer, wo die Tauben es ausbrüteten und Venus, auch Astarte genannt, kam heraus. Deshalb wurde das Ei das Symbolder Astarte oder Ostera.

Früher wurden die Ostereier als Fruchtbarkeitssymbole der Frühlingsgöttin Ostara zum Opfer gebracht und rot angemalt, der Farbe des frischen Blutes der Göttin Ostara. Das frische, hellrote Blut galt ebenfalls als Zeichen besonderer Fruchtbarkeit. Junge Mädchen, die zu Ostara ihre erste Monatsblutung bekamen, wurden besonders verehrt. Ihr Blut galt als heilig. Es wurde aufgefangen und zum Segen der Ernte in einem Ritual der Erde übergeben, um die Fruchtbarkeitder Felder magisch zu verstärken. Später wurden die Eier in den Farben der Natur bemalt, wobei jede benutzte Farbe eine rituelle Bedeutung hatte. Man färbte die Eier mit Zwiebelschalen, Blauholz, gefärbten Stofffetzen und Stechginster.