Tag-Archiv | Februar

Die Zeit bis Imbolc

Imbolc bedeutet „Schafe zum Säugen anlegen“, weil um diese Zeit die ersten Schafe geboren werden.

In der Natur ist es immer noch eisig kalt, obwohl es jetzt abends länger hell ist. Umso überraschter war ich, als ich meine neu gekauften Winterlinge eingrub und daneben bereits Kornblumen wuchsen. Auch auf den Wiesen entdeckte ich mehrere Gänseblümchen.

Ich traf sogar die Lichtgöttin Brigid, die aber in ihrem blauen Kleid noch kräftig fror, als sie die Samen weckte und die Bäume wachrüttelte. Zaghaft lugten die Elementarwesen und Fruchtbarkeitsgeister aus der Erde hervor.

Noch aber hat die dunkle, schwarze Göttin die Percht und ihr Gefolge, die Herrschaft über die Natur:

In der Nacht vom 1. Februar auf den 2. Februar aber wird keltische IMBOLC oder das Fest der BRIGID oder LICHTMESS gefeiert und Orakel werden befragt. Dann wird die wilde Frühlingsenergie wieder hervorbrechen…

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Spaziergang im Schnee

Als heute alles grau in grau war und es auch noch schneite, entschloss ich mich zu einem Spaziergang im Schnee. Ich genoss die frische Luft und bewunderte die hübschen Sträucher und Bäume. Manchmal sahen sie in der Schneelandschaft wie Gespenster aus. Zuweilen sah ich aber auch andere Farben als weiß:

Bald konnte ich aber kaum noch irgend etwas sehen. Es kam mir vor, als wäre ich in einer riesengroßen Wolke. Dann hörte ich die Schafe von vorgestern hinter der Nebelwand und lief in ihre Richtung.

Sie waren hierher weiter gezogen. Der Schäfer sah aus wie ein Schneemann in einem Negativfilm, so ruhig stand er da. Auch die Hunde hatten nicht so viel zu tun, weil die Schafe sich eng aneinanderdrängten. Noch hatte hier der Bauer sein Feld nicht gedüngt und die Schafe konnten genüsslich ihr Eis am Stiel verspeisen.

Die kleinen Lämmchen wärmten ihre Füßchen an den Stellen, an denen noch kein Schnee war:

Februar oder Sturmmond 2010

Wolfsmond weicht nun dem Sturm- oder Totenmond und es scheint ein interessanter Monat zu werden. Sturmmond steht für die Reinigung und den Neubeginn. Ebenfalls bedeutet „februaris“ im Lateinischen Reinigung und deshalb wurde der Februar nach dem römischen Reinigungsfest Februa benannt.

Hornung ist ein alter deutscher Name für den Februar und wurde so genannt, weil der Rothirsch in dieser Zeit sein Geweih (Horn) abwirft, damit das neue Gehörn Platz hat. Bei den Gärtnern hieß der Februar Schmelzmond (Taumond). Narrenmond hieß er, wegen der Vorfrühlings- und Fruchtbarkeitsrituale, die abgehalten wurden, um die Dämonen des Winters zu vertreiben.

Im Gegensatz zu den lauten Gewittern in der anderen Jahreshälfte kommen Gewitter zu dieser Zeit eher leise herauf und bedecken die Erde mit einem Mantel der Kälte und des Schnees. Doch unter dieser Decke ruht sich die Natur aus und bereitet sich auf ein neues Erwachen vor.

Vom 6. bis 9. Februar, lohnt es sich dann ab und zu mal den Sternenhimmel zu beobachten, da sollen nämlich die Alpha- Aurigiden aus dem Sternbild Fuhrmann über das Firmament flitzen und bekanntlich darf man sich beim Erspähen einer Sternschnuppe ja etwas wünschen.