Tag-Archiv | Felsen

Meine Begegnung mit den Russischen Bären

Rusischer Bär

Beim steilen Aufstieg auf der Geislinger Felsen- Tour teilten sich die Treppen vor meinen Augen und funkelndes Licht breitete sich dazwischen aus.

Ein Totempfahl schoss aus dem Boden.

Kurz darauf wurde mir der Atem geraubt, vor der unvergleichlichen futuristischen Landschaft, die sich unter mir ausbreitete. Mitten drin erkannte ich das Löwenzeichen und wusste, dass ich noch auf dem richtigen Weg wandelte.

Überall säumten Beerensträucher die Wanderwege.

Gerade als ich die süßen Beeren verspeisen wollte, kamen die Russischen Bären aus dem Gebüsch. Sie setzten sich auf die Blumen und tranken deren Honig.

Sie waren ganz zutraulich und ließen sich von meiner Kamera nicht verscheuchen. Im Gegenteil – einer posierte und zeigte seine Pracht von allen Seiten:

https://www.youtube.com/watch?v=ntWfB6J4AwE&feature=youtu.be

Die russischen Bären haben übrigens ihren ungewöhnlichen Namen daher, weil ihre Raupen so flauschig aussehen.

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Das Schwäbische Felsenmeer

Als ich die mystischen alten Heidenpfade der Ostalb betrat, legte ich mir wie die alten Römer die machtvollste Schutz- Heil- und Zauberpflanze, Beifußblätter in meine Trackingschuhe, um meine Füße zu schonen und weil man mit diesem Besenkraut auch fliegen kann. Die Blätter des Beifußes können wie Fahnen hundertfach chinesischen Segen herbeirufen.

Wentalweible

Im Felsenmeer wimmelte es von Naturgeistern, die sich zwischen den hohen sonnendurchfluteten mit Moos bewachsenen Felsen aus hartem Dolomitkalk versteckten und die Gestalten von Tier- und Märchenfiguren annahmen.

Hinter jeder Talbiegung fand ich eine andere Traumlandschaft der Alb, oft nebulös und immer wunderschön. Vor 150 Millionen Jahren hat ein Fluss das Wental geformt. Heute fließt das wenige Wasser aber unterirdisch.

Hinter den mystischen verzauberten Felsen aus Dolomit mit Namen wie Spitzbubenstadel, Nil-pferd, Sphinx, Steinhüttle, Bischofshut und Hirschfelsen stecken Sagen, wie die vom Wentalweible.

Das Wentalweible soll seine Vorräte während der Hungerjahre zu Wucherpreisen verkauft und Maße und Gewichte gefälscht haben. Als dies herauskam, hat sie sich aus Scham darüber, von dem nach ihr benannten Felsen heruntergestürzt.

Dieser Felsen entstand, weil sie von einem Blitz in einen Felsen verwandelt wurde und in der Andreasnacht, vom 30. November auf den 1. Dezember, wild heulend ihr Schicksal bejammert. Deshalb hieß das Wental früher einmal Windthal.

An diesem Tag liefen aber auch ganz viele Wentalweible und sogar Wentalmännle im wildromantischen Wental zwischen Bartholomä und Steinheim umher, weil es der vorerst letzte schöne Sommertag gewesen sein soll.

Ab der Stelle an der sich das Wental verengt heißt es Gnanntal. Dann beginnt der Meteoritenkrater, bei Steinheim, in den vor 15 Millionen Jahren ein Meteor eingeschlagen ist.

Bei der Wanderung durch das Schwäbische Felsenmeer habe ich mich schon gefragt, warum die Leute nach China, Japan oder Amerika reisen, wenn wir so eine schöne Landschaft auch hier haben.