Tag-Archiv | Feuer

Wenn die Sonne still steht

Sommersonnenwende

Wenn die Sonne still steht tanzen die Geister über dem Wasser aus dessen Tiefen die Töne ferner Zeiten heraufsteigen.

Am 21. Juni ist Sommersonnenwende und der längste Tag des Jahres. Die Schafskälte ist endlich vorbei.

Das Licht triumphiert am längsten Tag des Jahres über die Dunkelheit und der Schleier zur Anderswelt lichtet sich.

In Deutschland wird am 24. Juni das Johannisfest mit großen Feuern gefeiert.

https://www.youtube.com/watch?v=7sY24vHosHo&feature=youtu.be

Damit die Natur sich in ihrer ganzen Pracht entfalten kann, benötigen wir sowohl die Wärme der Sonne, als auch das lebensspendende Wasser.

Geister

Shivaratri Shivas weibliche Hälfte Parvati

Shiva besteht, wie wir Menschen auch, aus zwei Hälften. Beide laden mich mit ihrem lieblichen Lächeln, das ihre Lippen umspielt ein, ihrem jeweils einzig richtigen Weg zu folgen.

Shiva Parvati

Shivas weibliche Hälfte, Parvati, deren Wangen im Purpur der göttlichen Gnade gefärbt sind, ist anmutig und ihr Blick war strahlend wie die Sonne. Sie umgarnt mich mit der Aussicht auf weltliche Freuden und Genüsse.

Shivas männliche Hälfte ist nur mit einem Fell bekleidet. Obwohl sein Antlitz tiefe Verinnerlichung zeigt, funkelt sein Blick wie die Sterne am Himmel, während er mich vor Parvatis honigsüßen und egosteigernden Wein warnte. Wo Freude ist, da ist auch Leid.

Er erinnert mich an die Vergänglichkeit des irdischen Lebens und lässt mich an meine Tränen und schlaflosen Nächte denken.

Ich erwähne aber auch, dass nicht nur Wege mit Disteln, Dornen und Gestrüpp ins Paradies führen.

Er empfiehlt mir, lieber aus dem kosmischen Milchozean trinken. Sein Reich sei nicht gespickt mit Einsiedlerhöhlen, in denen gefastet wird und wo man sich selbst kasteit. Es lauern in der Einöde auch nicht überall bösartige Dämonen, weil er sie mit seinem Dreizahn alle besiegen würde, meint er. Immerhin stände er ja auf dem Dämon der Unwissenheit. Während er dabei ärgerlich shimmyartig sein Haupt schüttelt, steigt ein wohlriechender Duft aus seinen Haaren. Der Klang Shivashallt durch die Nacht:

Shiva tanzt mit mir die kosmischen Sprünge, Funken schlagen aus seinen Augen, die mich in Ananda, den ekstatischen Zustand, in dem sich das Ego auflöst, bringt. Statt Abhängigkeit fühlte ich Freiheit.

Der Lauf Parvatis Sonne erscheint mir nun viel zu langsam. Shivas Glanz blendet mich und flößt mir Ehrfurcht ein.

Ich küsse seine lieblichen Lotusfüße, die bezeugen, wie gerne er damit über die Erde schreitet und blinzele dabei heimlich unter sein Fell.

In der Mitte seines Antlitzes liegt sein geschlossenes drittes Augen im Nebel, mit dem er alles wahrnimmt. Ich hoffe, dass er es nicht öffnet, denn dann würde er möglicherweise voller Wut mit den Füßen aufstampfen und mit seinem Feuer die gesamte Schöpfung vernichten.

Schamanische Visionssuche

Das Läuten der Kirchenglocken begleiteten uns auf unserem Weg. Es war noch glühend heiß, an diesem Sommerabend. Trotzdem brannte schon unser Feuer um die Atmosphäre zu reinigen.

Uns reinigten wir mit Rasseln und räucherten uns mit Salbei.

Wir begrüßten die Energien der Mutter Erde und baten um die Erlaubnis für unser Visionssuche.

Wir begrüßten die Geistwesen des Ostens, des Neuanfanges in unserem Kreis.
Dann, die des Südens, des Wassers und der Fülle, des Wachsens und des Selbstvertrauens.

Wir luden auch die Kraftwesen des Westens ein, die zum Element Erde gehören, mit der Qualität der Reife sowie die des Nordens der Fülle und der Geduld.

Auch Mutter Erde baten wir um Erlaubnis hier nach Antworten zu suchen.
Zuerst dehnten uns streckten wir uns in alle Richtungen.

Wir stampften mit unseren Füßen kräftig und rhythmisch in die Erde, schüttelten uns und hörten sie dröhnend antworten.

Mit kräftigem Rasseln reinigten wir uns erneut.

Durch das rhythmische Rasseln kam unser Bewusstsein in die Fußsohlen und unsere Köpfe wurden frei. Alphawellen durchströmten unser Gehirn.

http://www.youtube.com/watch?v=VbiJ03eRVbo

Wir setzten uns, um uns auf unsere Reise zu begeben.

Wir baten um Schutz und um Führung. Wir spürten ein Lüftchen um uns und den Kontakt zu Mutter Erde. In unserer Vorstellung gingen wir an einen besonderen Ort in die Natur, an dem wir uns besonders wohl fühlten.

Wir hörten den Gesang der Vögel und das Brausen der Geister. Wir nahmen uns als Teil der Schöpfung wahr.

Eine innere Stimme empfahl uns weiterzugehen bis wir in ein Dickicht kamen, welches sich für uns öffnete. Eine Höhle lud uns ein hineinzukommen.

Es wurde immer dunkler und wir spürten mit inneren Sinnen und tasteten mit unseren Händen den Weg. Nach einer Weile führte uns eine alte Steintreppe wieder hinauf ins Helle.

Der Lichtkegel führte uns zum Ausgang auf dem Berg. Die Hütte darauf war unser Ziel.

Dort erwartet uns ein altes weises Weibchen, das uns anlächelte. Ich setze mich zu ihm und erzählte ihr vertrauensvoll, was mich bewegt. Sie meinte, dass ich die Antwort auf meinem Lebensweg durch die Zeit bekomme, ich müsse nur auf die Zeichen achten…

Ich ging allein bis zum Berggipfel, wo mein Krafttier auf mich warten sollte um mich auf meinem Lebensweg ein Stück zu begleiten und um mich zuunterstützte. Ich ging in die Richtung des Abendrotes und musste nicht lange warten, bis mich eine Ameise biss.

Das sollte doch wohl nicht etwa mein Krafttier sein?

Zum Glück erschien dann doch noch ein riesiger Löwe und vor lauter Freude darüber, vergaß ich meine Furcht vor ihm.

Bevor das letzte Tageslicht verschwunden ist, ging ich zurück zur Hütte und bedankte mich für dieses Erlebnis. Ich weiß, ich bin hier immer willkommen, wenn ich Rat benötige. Das Krafttier brachte mich noch zurück an meinen Ausgangsort.

Ich ließ noch in der Stille alles auf mich wirken…

Agnihotra

Ein kleines Stück Scheiße wurde von Hand zu Hand um den mit Gebäck und Geschirr gedeckten Esstisch herum gereicht. Manche prüften mit ihrer Nase, ob sie einen Geruch wahrnehmen konnten. Je nach Herkunft riecht es nach frischen Kräutern oder gar nicht. Es war getrockneter Kuhdung, den Ihr sogar im Internet bestellen könnt…

Homahofgeist

Bei unserer Ankunft beim Homahof in Heiligenberg blies uns ein eisiger Wind entgegen, aber es blühten schon ein paar Blümchen im Garten und im Hofladen gab es riesige Früchte, Literatur, CDs und Zubehör fürs Agnihotra zu kaufen. „Agni“ ist die göttliche Kraft des Feuers und „hotra“ ist die Anrufung.
Wir wurden zuerst von der süßen Hofkatze und dann auch von den freundlichen ehrenamtlichen Mitarbeitern des Hofes begrüßt.

Nach einem Infogespräch wurde es uns draußen zu kalt und wir setzten uns in die warme Stube bei Plätzchen und Tee.

Dann übten wir das Agnifeuer zu entfachen und sangen Probemantras.

Weil es draußen scheußlich kalt, nass und windig war, gingen wir zum Sonnenuntergang in den Raum in denen die Utensilien für diese uralte Feuertechnik auf uns warteten: eine Kupferpyramide, Kuhdung, Ghee, Reis, Kerze, Streichhölzer. Wir wurden noch einmal unterrichtet, wie wir Agnihotra anwenden müssen. In dem kleinen Raum wurde es mit den ca. 30 Leuten recht laut, weil jeder noch seine ganz persönlichen Fragen beantwortet haben wollte.

Durch das Agnihotra wird die Atmosphäre so gereinigt, dass die Natur auch gereinigt wird.

Wegen der Energielinien blickten wir in Richtung Osten.

Den von beiden Seiten mit Ghee (Butterschmalz) eingestrichenen Kuhdung legten wir auf die erste Stufe der Pyramide weil dort der 1. Energiepunkt liegt und dort sollte später auch der Reis zu liegen kommen. Ein weiteres Stück Kuhdung fängt unten das herabtropfende Ghee auf.

Der Pyramidentopf soll immer am selben Platz stehen um sich mit der Energie aufzuladen.

Mit „Swaha“ gebe ich den Reis ins Feuer.

Es gibt Kuhdung in verschiedenen Dicken. Man muss die Zeit, bis er richtig brennt gut abpassen, weil dann mit dem Mantra begonnen wird. Den Zeitpunkt für das Singen des Mantras sucht man sich abhängig vom Anzündort koordinatengenau aus dem Internet heraus.

http://www.agnihotra-aktuell.de/main/index.php/agnihotra-zeiten

Aus Achtung vor der Energie bleibt man noch beim Feuer stehen. In einem Zeitfenster von 4 Min wird dann das Mantra gesungen.

Manche, die keine Zeit für die aufwändige Zeremonie haben, binden sich auch nur mental in die Energie ein.

Die zurückbleibende Asche hat reichlich Energie in sich und strahlt noch den ganzen Tag ab. Deshalb soll sie noch nicht sofort „entsorgt“ werden. Sie wird messerspitzenweise auf 3 Liter Wasser zum Düngen verwendet.

Danach saßen wir noch mit Horst Heigl, dem Gründer des Homahofs und seiner Frau zusammen und erfuhren noch viel über den Homahof und die reinigende Kraft des Agnihotras auf Körper, Psyche und die Umwelt.

http://www.homa-hof-heiligenberg.de/main/index.php

Nach dem Agnihotra gibt es einen Lichtrückstau, da Energie und somit Aggression frei wird. Deshalb sollte man alle Bekannten 3 Tage auf Abstand halten.

Auch sollte man nicht zu viele Wünsche ins Feuer geben, weil sich die Energien widersprechen können.

Maha Kalis Tanz mit Dschjoti

Nur weil ich aus meiner Haut gefahren bin, war ich in der Lage, Kali bei ihrem ekstatischen Tanz zu begleiten.

Bereits bei den ersten Tönen der Melodie erblickte ich die schwarze Hindu- Göttin mit ihrer knallroten aus dem Munde hängenden Zunge. Sie tanzte eine Art Zumba- Twist und ich staunte, dass sie ihre vielen Beinen so hervorragend unter Kontrolle hatte. Dazu schwenkte sie ihre zahlreichen Arme und forderte mich auf, es ihr gleich zu tun, was ich ganz begeistert auch gleich ausprobierte:

Unsere Meditationsgruppe lag nämlich ausgestreckt Kopf an Kopf und Fuß an Fuß wie ein riesiger Organismus diagonal auf dem Hallenboden. Wir hatten zum Tanzen nun immerhin 16 Arme und 8 paar Beine zur Verfügung.

Dann küsste Kali mich mit ihrer langen kalten Zunge auf die Stirn und ich wurde von ihrer Energie durchströmt, bis ich von innen heraus wie ein LED- Weihnachtsbaum leuchtete. Auch stellte sich ein wunderschönes Glücksgefühl bei uns ein, dem wir uns selig hingaben:

http://www.myvideo.de/movie/8861191
Die Erleuchtung beim Tibetischen Pulsieren – MyVideo

http://www.myvideo.de/Videos_A-Z?searchWord=Tibet+Pulsieren+Erleuchtung

Nach einer Weile wurde es mir aber immer heißer und ich sah Kali inmitten eines riesigen gelb- orange Feuers tanzen. Ich befürchtete in dieser Hitze zu verbrennen.

Mit der Zeit wurde aber die Musik ruhiger und die Energie wieder sanfter. Ich schwebte irgendwo zwischen den Welten und nahm meinen Körper nicht mehr wahr, bis unsere Guritha uns wieder aus der Versenkung holte.

Kali war verschwunden, aber ihre Energie durchdrang uns noch.

Hier habe ich schon einmal über meine Erfahrung mit dem Tibetischen Pulsieren berichtet:

http://dschjotiblog00.blog.de/2012/06/28/tibetan-pulsing-13980869/

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Feuerpuja bei Vollmond

In der Vollmondnacht des 29. September hatten wir das Sternzeichen Waage.

Der Fische-Vollmond weckte an diesem Samstag unsere Kreativität.

Wir hatten auf Zetteln aufgeschrieben, was wir loslassen wollten, um es bei unserer Feuerzeremonie dem Feuer zur Transformation zu übergeben.

Wir baten den Himmel und die geistigen Helfer um ihre Unterstützung.

Wir nahmen dann Reis in die Hand und warfen ihn ins Feuer. Dabei sprachen wir: „ich lasse los und bitte um Transformation“.

In Indien wird mit dem Werfen von Reis eine symbolische Vertreibung des Teufels dargestellt.
Nachdem wir um das Feuer tanzten und gesungen haben, stellten wir erstaunt fest, dass ein Holzscheit sich im Feuer auf und ab bewegte, wie eine Waage.

Vollmondnacht im August

Wir saßen seit Sonnenuntergang um das heilige Feuer in dem Agni, der Geist des Feuers an Stärke und Kraft gewann.

Während wir uns auf die Schwingungen des Abends einstimmten und uns mit dem heiligen Feuer verbanden, wurde Altes verbrannt und Raum für Neues geschaffen.
Wir übergaben dem Feuer was uns an unserem spirituellen Weg hinderte.

Wir erfuhren die Kraft unseres inneren Feuers, als sich allmählich der Vollmond hinter den Bäumen zeigte und sein wundersames Licht über die Wiesen gleiten ließ. Nur selten unterbrachen Tiere die Abendstille…

Gayatri Mantra:

OM BHUR BHUVAH SWAH
TAT SAVITUR VARENYAM
BHARGO DEVASYA DHIMAHI
DHIYO YO NAH PRACHODAYAT

Om, wir meditieren über das verehrungswürdige Göttliche,
den Urgrund der drei Welten, Erde, Luftraum und himmlische Regionen.
Möge das Höchste Göttliche uns erleuchten, auf dass wir die höchste Wahrheit erkennen.