Tag-Archiv | Feuerwerk

Once in a Blue Moon

Blue Moon

Heute Nacht wird wieder eine ganz besondere Nacht sein.

Wenn der Vollmond zum 2. Mal in einem Monat erscheint, oder wenn in einer Jahreszeit (zwischen Frühlingsanfang und Sommeranfang) vier Vollmonde erscheinen, heißt die Nacht des 3. Vollmondes  Blaumond (blue moon), weil es so selten stattfindet, also nur etwa alle zweieinhalb Jahre: once in a blue moon, wie die Engländer sagen.

In dieser 15. Nacht im Monat Schaban wird auch Allah von den Muslimen um Vergebung ihrer Sünden gebeten um bis Ramadan wieder rein zu sein.

Es ist die segensreiche Nacht der Vergebung in der das Schicksal für das nächste Jahr festgeschrieben wird.

Diese Nacht wird auch oft mit Feuerwerk begrüßt und die Moscheen strahlen hell erleuchtet, wie in den anderen heiligen Kandil- Nächten(Kandil heißt leuchten). So wurde diese heiligen Nächte schon im Osmanischen Reich zelebriert.

Am nächsten Morgen ist dann Fasten angesagt und die Gräber der Angehörigen werden besucht.

Wie feiert ihr denn diese Nacht?

Knalltrauma und der ganz normale Irrsinn im Urlaub

Wirkt ein sehr hoher Schalldruck sehr kurz (1 bis 3 ms) auf das Ohr ein, bekommt man ein Knalltrauma, bei dem das Innenohr geschädigt wird.

In der Ferne knallt es, als ob eine Bombe in die Nacht explodiert. Irgendwo ist zwischen den Animations-Halligallis der Umgebung auch noch ein Feuerwerk.

Einige Nachbarn schlagen Holzklötze in den harten Boden und knallen mit anderen Hölzern darauf, so laut sie können. Das soll ein Spiel für ihre Kinder sein, mit dem sie in den nächsten Tagen auch fleißig knallen.

Eigentlich spinnen die Menschen ja an Vollmond, aber heute sieht er aus wie eine große rote Melonenscheibe, die knapp über dem Horizont schwebt.

Die Franzosen aus dem Zelt von nebenan, die sich per Bettlaken die blauen Aktivisten nennen (weil sie immer besoffenen sind?)feiern auch nach 23:00 Uhr noch lautstark, so dass an Schlaf nicht zu denken ist.

BlaueAktivisten

Die Knaller von nebenan kicken ihren Fußball frühmorgens schon vor dem Frühstück so laut an die an die Hauswand, dass ich das Gefühl habe, mein Kopf zerspringt. Ich flüchte in den Einkaufladen, hole mir die Zeitung und lese am Strand, an dem auch schon die ersten Ballspieler aller Art eintreffen, dass bei Stuttgart 21 ein Polizist mit einem Knalltrauma ins Krankenhaus kam:

Im Internet meinen übrigens manche, dass sei nicht so schlimm gewesen.

Am Strand verhalten sich einige Väter heute wie Tiere. Sie grunzen, quieken, bellen und wiehern um ihren Kindern zu gefallen. Wenigstens knallen sie nicht. Eine rüstige Alte rennt mit ihren beiden Stöcken hinter den Joggern her um fit zu bleiben. Auch die knallen nicht im Sand! Der Lärm kommt von mehreren Teenies, die ihre Schläppchen gegeneinander klatschen um so der Umgebung den Rhythmus ihres Lieblingssongs kundzutun.

Beim Zurückkommen zu unserem Ferienhaus hören wir schon von weitem, dass Max von seinem Vater eine Trommel geschenkt bekam und stolz unseren Nachbarn präsentiert, wie kräftig er darauf einschlagen kann. Eine Nachbarin schwingt sich verzweifelt aufs Fahrrad und haut ab.

Am nächsten Tag haben andere Kinder eine große Blechdose auf die sie kräftig mit einem Seil einschlagen.

Ich glaube die haben alle einen Knall!