Tag-Archiv | Finger

Durch Mudras mit den Göttern sprechen

kraftvolle Handgesten aus dem alten Indien, stehen als Symbol für bestimmte Eigenschaften und drücken die Energien von Gottheiten aus.

Die Göttin Durga steht beispielsweise für Stärke, Feuer, Zerstörung und Reinigung. Indem ich ihre Geste mit meinen Fingern forme, kommuniziere ich mit ihren Kräften und kann ich mich in ihre Schwingungen einfühlen.

Ebenso falte ich meine Hände, wenn ich bete und kann somit in einen entsprechenden Zustand fallen, dass ich mit dem Göttlichen kommunizieren kann.
Auch durch kräftiges ein- und ausatmen und durch Meditation kann ich dies erreichen.

Die 2000 Jahre alten Fingerhaltungen aus der Natyasastra, die auch für den Tanz verwendet werden, heißen Mudras. In der Meditation verstärken Mudras die entsprechenden Energien.

Ich muss die Gegebenheiten schaffen um das Göttliche in mich eindringen zu lassen, so dass es durch mich wirken kann, sei es im Tanz, beim Malen oder einem anderen Ausdruck.

Das Göttliche kann sich in einem Lebewesen oder einem Kunstwerk, aber auch im Tanz offenbaren.

Wenn ich in diesem Gegenüber ganz aufgehe und mich selbst nicht mehr wahrnehme, kann ich zum Gegenüber werden und genauso empfinden wie dieses. Das ist ein innerer Zustand, in dem das Göttliche ungehindert durch mich hindurch wirken kann.

In Indien sagt man: „Wohin meine Hand geht, dahin gehen meine Augen. Wohin meine Augen gehen, dahin gehen meine Gedanken. Wohin meine Gedanken gehen, da entsteht Ausdruck. Wo Ausdruck ist, entsteht Rasa.“

Hier habe ich versucht Rasa zu erklären:
http://dschjotiblog00.blog.de/2010/02/26/rasa-lila-tanz-goettlichen-liebe-8080279/

Male ich ein Bild, so muss ich den Pinsel in meiner Hand und die Leinwand mit den Augen betrachten um das, was ich in mir spüre auszudrücken. Ich fühle und sehe das Wesen nun ganz genau vor mir, das ich malen will und seine Schwingungen übertragen sich auf mich. Die Hand malt automatisch das was ich empfinde.

Wichtig ist, dass ich mir bewusst bin, dass nicht ich, also mein Ego dieses Kunstwerk aktiv erschafft, sondern das Göttliche durch meinen Körper, meinen Geist und meine Seele wirken kann, weil ich mich ihm hingebe und seine Kraft durch mich hindurch fließen lasse.

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Warum alle Sanskrit lernen sollten

Heute habe ich den 5. Finger wieder gefunden.

Als ich gerade auf Strümpfen durch die Wohnung lief, verfing sich ein komischer Stein in meinen Wollsocken. Als ich ihn genauer anschaute, glaubte ich den Fingernagel Shivas zu erkennen.Da war er, der 5. Finger, den ich schon so lange vermisste.

Shivas Hände

Sofort klebte ich den Finger mit Fixogum wieder an seine Hand, die schon seit einer Weile auf den fehlenden 5. Finger wartete. Zumal ich erst kürzlich den 4. Finger gefunden habe, als das Bild von der Wand fiel:

http://dschjotiblog00.blog.de/2012/07/08/bild-faellt-wand-14069299/

Die Trommel ist ein Attribut des tanzenden Nataraja Shivas und drückt den Urlaut aus.

Shiva hält mit seiner rechten Hand die Trommel Damaru und rasselt mit diesem Mudra den Urlaut. Aus diesen Trommelschlägen entstand einst die heilige Sprache Sanskrit.

Kein Wunder, dass sich die Menschen so verrückt verhalten. Wenn sie kein Sanskrit mehr verstehen, wissen sie auch nicht, was Shiva ihnen auf dem Sommerfest in Stuttgart mitteilen wollte:

Wie ich zu meinen Zimbeln kam

Meine ersten Zimbeln suchte ich mir übers Telefonbuch und landete gleich bei einer Firma für Orchesterausstattung.

Ich wurde dort sehr nett empfangen und gleich in der ganzen Firma herumgeführt und lernte viel über Musikinstrumente. Zu meiner Verwunderung wurden die Musikinstrumente an denen wir vorbei kamen immer riesiger.

Dann standen wir vor gigantischen Zimbeln:

The best cymbal player from Hungary:

Ich wollte doch nicht die beste Zimbelspielerin von Deutschland werden, sondern nur…damit tanzen!

Also erklärte ich, dass sie an meine Finger passen sollten und nicht an meine Arme.

Nach weiterem Suchen fanden sich auch Fingerzimbeln. Jedoch hatte ich nun die Qual der Wahl. Also wählte ich die mittelschweren.

Stolz kam ich dann zum Tanzunterricht mit diesen Zimbeln deren Dums und Taks höllisch laut die zarten Töne der Zimbeln unserer Lehrerin übertönten und lautstark alle auf meine noch nicht vorhandenen Zimbelkenntnisse aufmerksam machten. Zum Glück konnte ich mir bei ihr aber leisere Exemplare kaufen.

Nun übte ich fleißig „taka dum dum takatak dum takatak“, wo immer ich auch war: bei langweiligen Elternabenden, bei öden Besprechungen, an der Supermarktkasse…….
Natürlich übte ich ohne Zimbeln, mit den Händen unterm Tisch oder in der Manteltasche…

Wenn ich diese Infos früher gehabt hätte, gäbe es jetzt diesen Blogeintrag nicht:

http://www.bauchtanzinfo.de/musik/zimbeln.htm

Handauflegen statt Handaufhalten, das Geheimnis unserer Hände

Welches offensichtliche Geheimnis unsere Hände offenbaren, lernte ich beim Jin Shin Jyutsu oder dem japanischen Heilströmen, einer mehrere tausend Jahre alten Kunst zur Harmonisierung der Lebensenergie im Körper.

So nehmen wir am besten Informationen auf und verarbeiten unsere Gedanken:

Gedanken verarbeiten

Wir werden uns der Weisheit unseres Körpers bewusst und lernen, seine Botschaften zu verstehen und zu nutzen, um die emotionale, mentale und körperliche Harmonie wieder herzustellen. Wir begeben uns zum Ursprung unserer Gefühle und harmonisieren sie.

Unsere Energie wird meistens durch unsere negativen Gedanken blockiert, aber auch durch Narben oder zu viel Stress. Sorgen wirken auf Milz und Magen. Deshalb ist Daumendrücken (auch für sich selber) gut für das Selbstbewusstsein, aber auch gegen Ermüdung und Erschöpfung.

Die Schlüssel zum Harmonisieren sind unsere Finger. Sie können unseren Körper, Geist und Seele wieder in Harmonie bringen, wenn unsere Batterien erschöpft sind. Fast alle Energiebahnen fließen durch die Finger, daher können wir uns am einfachsten dadurch harmonisieren, indem wir nacheinander jeden einzelnen Finger strömen, wobei die eine Hand die Finger der anderen Hand einzeln umfasst. Nach einigen Minuten verspüren wir ein Kribbeln oder gar ein Pulsieren, der Energiestrom fließt. Die Wirkung ist ähnlich wie bei den Mudras.

Jedem Gefühl ist ein Finger zugeordnet. Jeder Finger hat ein eigenes Thema:

Angst wirkt auf die Muskulatur, Niere und Blase, man macht sich vor Angst in die Hose. Wir können den Zeigefinger gegen Rückenschmerzen halten oder rechthaberisch in die Höhe strecken.

Wut und Frust wirken auf Blut, Galle und Leber. Entweder läuft die Galle über oder es läuft uns eine Laus über die Leber. Wird das Blut nicht richtig gereinigt, gibt es Ablagerungen in den Adern oder in den Knien. Also umfassen wir den Mittelfinger und gießen den Energiestrom in die Knie.

Trauer wirkt auf Lunge und Dickdarm. Wir halten den Ringfinger, wenn wir unzufrieden sind, um wieder klar zu sehen.

Die Verstellung oder Täuschung wirkt auf den Dünndarm. Hierfür ist der Kleine Finger zuständig.

Die Fingerspitzen werden auf bestimmte “Sicherheitsenergieschlösser” gelegt, um so den Energiefluss zu harmonisieren und wiederherzustellen und so Stress und Spannungen abzubauen. Ein Hauptzentralstrom, der vorne am Körper hinab und auf der Rückseite hochfließt und 12 Organströme fließen durch unseren Körper und kommen an den Sicherheitsenergieschlössern an die Oberfläche und sind hier auch durch sanftes Handauflegen aktivierbar.

Oft wenden wir Jin Shin Jyutsu unbewusst an. Bei Schmerzen, fassen wir mit den Händen instinktiv dorthin. Ein Kleinkind lutscht am Daumen um das Gefühl von Geborgenheit zu fühlen.

Zum Nachdenken fassen wir mit der Hand an die Stirn. Dort ist das Energieschloss 20, das für unser Gedächtnis zuständig ist.

Bei Rückenschmerzen nehmen wir oft unbewusst eine harmonisierende Haltung ein, indem wir die Hände nach hinten gerichtet auf das Becken legen, auf Sicherheitsenergieschloss 2.

Es gibt 26 solcher Harmoniepunkte, die wir behandeln können:

Es werden auch bestimmte Kombinationen von 26 “Sicherheitsenergieschlössern gehalten.

Zur Beruhigung legen wir die Arme überkreuz und stecken sie einfach unter die Achselhöhlen und atmen zwei Minuten ruhig vor uns hin.

Umgekehrt können wir uns nun auch analysieren. Wir können einen Finger halten und beobachten, welche inneren Bilder und dazugehörigen Gefühle in uns aufsteigen.

Was bedeutet also mein Pickel auf Energieschloss 21 (da ist die Wange)?
Aha, die Verdauung funktioniert nicht. Ich habe etwas Unverdauliches oder wieder zuviel Schokolade gegessen!
Was mache ich dagegen?
Am Daumen nuckeln, das hilft gegen Süßsucht.
Auch wenn man ihn vorher ins Nutellaglas steckt? 🙂