Tag-Archiv | flow

Wie ich wieder zur Malerei fand

Don`t drink from the fairies cup

Der Zugang zum Reich der Ideen für meine Kunst war schon lange Zeit verschlossen, als mir eine Freundin von früher über den Weg lief.

Sie wollte unbedingt, dass ich ein Bild für sie malen sollte und bat so darum, dass ich ihr ihren Wunsch nicht abschlagen konnte.

Sie nannte mir ein Thema und wollte ein großes Bild. Ansonsten ließ sie mir freie Wahl in der Gestaltung und ich durfte mir Zeit lassen.

Bereits während der Vorbereitungen merkte ich, wie geheimnisvolle Kräfte mich durchströmten und meine Seele erweckten. Ich bekam immer mehr Zugang zum Reich der Ideen und wusste bald nicht mehr was ich alles nicht mit aufs Bild bringen sollte.

Zuerst malte ich sie in ihrer Traumwelt, konnte mich aber nicht von dem Gemälde trennen. Dann malte ich das Bild, welches sie sich gewünscht hatte. Es wurde noch schöner und farbenprächtiger und gefiel ihr sehr. Es hängt nun an einem besonderen Platz in ihrer Wohnung.

Der besondere Lohn der vielen Arbeit lag nicht nur im üblichen Flow beim Malen des Bildes und wenn ich in meiner Fantasiewelt versank, sondern dass mein Kanal zur Kreativität wieder offen liegt und ich Freude und Energie habe neue Kunstwerke zu schaffen.

Bhajans

Bhajans sind heilige Gesänge, zum Lobe Gottes oder seiner Inkarnationen (der Götter, mit verschiedenen Namen). Sie werden in der Gemeinschaft gesungen .
Es handelt sich hier um die Götter Ganesha, Shiva (wird sehr rhythmisch besungen), Vishnu, Krishna, Rama oder Devi, aber es werden auch Allah, Jesus, Buddha, Zarathustra und Sai Baba als Wiederverkörperungen Gottes besungen. Einzelne Gesichtspunkte des Göttlichen werden gepriesen um diese so in uns zu erfahren. Ebenso erfährt sich die Gottheit durch uns.
So sind mir auch die Reden von Jesus verständlich:

Johannes 6:56 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.

Johannes 15:5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.

Bhaj kommt von lieben, verehren, sich hingeben, teilen.
Sie sind aus den uralten Wissen, den Veden der Hindus entstanden. Weise Männer und Seher, die Rishis haben sie in ihrer Seele erfahren.
Erlernt werden sie durch vormachen und nachahmen.
Ramakrishna legt nahe, dass man zuerst die Gottheit visualisieren soll. Das ist für Christen schwierig, da man sich ja kein Bild von Gott machen soll. Aber man darf ja auch zu den Heiligen beten. Dabei vergisst man sich dann und traut sich auch aus voller Kehle zu singen. In dieser Meditation geht man völlig in dem Lied auf und erfährt ein Glück ( Flow), das uns ganz und gar erfüllt.

Es wird zwar behauptet, dass die Luft und sogar die Atmosphäre durch Bhajan singen gereinigt wird, aber warum ist dann meine Wohnung so staubig? Ich glaube es ist doch nicht so gut meinen Staubsauger gegen Bhajan-CDs einzutauschen.

Om Namah Shivaya

Shree Saraswati