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Zauber am Forggensee

Im Frühjahr hörte ich, dass mein Urlaub diesmal nicht ins Wasser fiele. Ganz im Gegenteil der 40 Meter tiefe Forggensee im Ostallgäu sei weg und die Gegend sehe aus wie eine Mondlandschaft.

Das hörte sich an, wie die Sage vom versunkenen Dorf:

http://www.mythologie-atlas.de/altlandkreis-f%C3%BCssen/schwangau/deutenhausen/

nur umgekehrt!

Ein Anruf bei den Sirenen ergab, dass sie sich bei mir beklagten, dass die Menschen ihnen im Winter immer das Wasser aus dem Forggensee stehlen um die Wasserkraft nutzbar zu machen.

Der Seespiegel wird auch gesenkt, um Hochwasser aufzufangen zu können. Dann erscheinen Reste alter römischer Straßen und Gemäuer.

Die Wassergeister und die Lebewesen des Sees müssen sich dann alle in einem kleinen Becken zusammendrängen, bis der See zur Reisezeit endlich wieder gefüllt wird.

Im Jahre 1954, bei der ersten Aufstauung des Forggensees muss es ganz schön schlimm für die betroffenen Menschen in den versenkten Weilern gewesen sein, ihre Existenz zu verlieren, damit jetzt die Touristen auf dem Schiff herumfahren können und nachts die Städte erleuchtet werden können.