Tag-Archiv | Frösche

Die Frösche sind wieder auferstanden

Frösche bitten um Wasser

Der Teich sah aus, als ob sie darin Orgien gefeiert hätten. Die neu eingepflanzten Wasserpflanzen schwammen völlig zerrissen auf der Wasseroberfläche. Die Fische, die sich zuvor verkrümelt hatten, lugten ängstlich aus dem Teich.

Am Rand des Beckens saßen sie nun, die beiden Frösche. Jeder auf einer Seite, als ob sie nichts miteinander zu tun hätten.

Monatelang hatten sie tief im Boden zugebracht, in den sie sich eingegraben hatten um den Winter zu überstehen. Einige ihrer Verwandten hatten es sogar wie die Saddhus in Indien, mehrere hundert Jahre in Felsblöcken eingeschlossen, überlebt. Deshalb ist der Frosch auch ein Symbol der Reinkarnation.

Aber nicht lange darauf saßen sie wieder einträchtig nebeneinander. Nun hoffe ich, dass sie mir den Regen herbei singen, weil meine Pflanzen dringend Regenwasser benötigen:

Die ägyptische Göttin Heket, die zuständig für Unsterblichkeit und Auferstehung ist, trägt einen Frosch – Kopf. Ebenso Kuk, der Urgott der Finsternis sowie weitere Urgötter Ägyptens trugen alle einen Froschkopf.

Bei den Warao-Indianern am Orinoco erscheint die Ur- oder Erdmutter ebenfalls in Froschgestalt.

Im Feng Shui bringen Frösche Reichtum. Deshalb sollte man einem Frosch eine Münze ins Maul stecken und ihn an die Eingangstüre setzen und zwei davon in die Glücksecke.

Diese alten mystischen Krafttiere haben auch einen guten Draht zur Unterwelt und wurden von Hexen und Zauberern wegen ihrer ewigen Wiederkehr geschätzt.

Frühling im Hartwald

Auch im Wald ist der Frühling jetzt angekommen. Überall zwitschert es und es duftet es kräftig nach Bärlauch.

Hartwald

Die Frösche sind fleißig dabei für Nachwuchs zu sorgen.

Leider werden die Lämmchen nicht alle behalten, weil eine Herde immer nur eine bestimmte Größe haben darf. Manchmal wird aber auch ein älteres Schaf geschlachtet und das Lämmchen darf dafür überleben.

Da sich die Wollgewinnung nicht mehr lohnt, werden Schafe nur noch als Rasenmäher und als Fleischlieferanten gehalten. Auch hier fressen die großen die kleinen Betriebe.

Nur noch wenige Kleinbetriebe halten Milchschafe,deren Milch als Ersatz dient, wenn die Kuhmilch von Babys nicht vertragen wird.

„Earth provides enough to satisfy every man’s needs, but not every man’s greed.“

Mahatma- Gandhi

Die Erde liefert genug, um den Bedarf eines jeden zufriedenzustellen, aber nicht genug um die Habsucht eines jeden zu stillen.

Endlich sind sie wieder aufgewacht

Spiegelfröscheübereinander1

Seit Wochen schaue ich schon nach ihnen und heute, am ersten schönen warmen sonnigen Frühlingstag waren sie plötzlich wieder da, meine Grasfrösche, bestehend aus einem Pärchen und ein einzelnes Weibchen, das sich leider nicht fotografieren lassen wollte. Ihr Ego ließ auch das Filmen nicht zu, weil sie sich dabei nicht aufs Schwimmen konzentrieren könne. Sie fand sich wohl nicht schön genug. Vielleicht hat sie deswegen kein Männchen…

Ereignisreiche Schweigewanderung

Bei unserer Schweigewanderung durften wir nicht sprechen. Und so zog bei jedem Schritt mehr Zauber und Magie in unsere Herzen ein.

Herrenmühle

Direkt am Gasthof war ein großer Parkplatz. Es war schon etwas peinlich, einigen Bekannten zu begegnen, die wir nur lächelnd und winkend grüßen durften.

Aber die Katze der Herrenmühle verstand auch ohne Worte, dass sie auf diesem gefährlichen Stuhl posieren sollte:

Katzenstuhl

Am Froschteich wurden wir von lautem Froschgequake begrüßt:

Froschteich

Wir liefen auf dem Walderlebnispfad beim Herrenstausee Adelsberg entlang:

Per Zeichensprache beratschlagten wir, ob wir die Abkürzung nehmen sollten. Wir entschieden uns aber auf dem Rehweg weiterzuschweigen und wiesen uns mit Gesten auf allerlei Getier und Gehölz hin.

Ab und zu erhaschten wir einen Blick auf den See. Es gab auch kleine geheimnisvolle Pfade dorthin. Sie sind aber nicht ungefährlich.
In dieser Idylle hatte ich so ein aggressives Verhalten nämlich nicht erwartet:

Kaum dass ich deswegen vor Schreck bei der Flucht in die Büsche fiel, da lauerte schon das nächste Abenteuer:

Ohrweg

Weiter hinten am See hatte sogar irgendein Waldgeist sein Ohr verloren, aber immerhin soll man damit noch das Rauschen der Bäume und den Gesang der Vögel hören können:

Ohrtrichter

Die Koboldklinge war besonders geheimnisvoll weil die Dämmerung einsetzte und man dann allerlei Spukgestalten wahrnehmen konnte, die die Kamera aber nicht immer sichtbar machen will:

Wenn man genau hinschaut, sieht man wie ein Fischschwarm wie durch Geisterhand im Kreis schwimmt, seine Spirale immer enger zieht, damit er sich vor dem Feind schützen kann und dann davon schwimmt um sich selbst auf Futter zu stürzen. Sie stoßen dabei aber niecht zusammen, weil sie wie wir, bei der Schweigewanderung der einfachen Regel folgen: 1.Folge dem Fisch vor dir und 2.halte die Geschwindigkeit des Fisches neben dir.

Das Gequake der Frösche am Weiher wurde immer lauter und wies uns den Weg zurück.

Plötzlich sah ich kleine helle Lichter aufblitzen. Ich hatte sie schon einmal gesehen, diese elfenhaften Wesen die geheimnisvoll durch den finsteren Wald schwebten. Es waren Glühwürmchen, die uns umtanzten und uns aufforderten uns als Krafttiere begleiten zu dürfen. Sie wollten uns zeigen, wie wir Licht in die Dunkelheit bringen können.

Selbst diejenigen, die immer noch mit ihren Alltagsgedanken beschäftigt waren, hielten nun staunend inne, freuten sich und erinnerten sich an ihr inneres Licht.

Die Glühwürmchen erinnerten mich daran, dass es immer Jemanden gibt, der unser Wirken bemerkt und begrüßt, gerade wenn es am dunkelsten ist.