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Freude

Die Freude kommt von fröhlich. Wenn ich fröhlich bin und mich freue, fühlt meine Seele sich wohl, weil mein Herz sich weitet und die Begrenzungen meines Lebens aufhebt. Mein Mund lächelt, lacht oder jauchzt vor Freude, meine Augenwinkel bilden kleine Lachfältchen, weil etwas passiert, was mich erfreut. Kinder wackeln vor Freude sogar mit den Füßen und Hunde mit dem Schwanz. Freude ist wie eine Blume, die sich Blütenblatt um Blütenblatt entfaltet.

Freude ist eigentlich ein schönes Überraschungsgeschenk der Götter an die Menschen, weder gut noch schlecht, solange nicht gewertet wird. Dann aber kann sie nicht nur als Lebensfreude, sondern auch als Schadensfreude auftreten. Somit können wir selbst bestimmen, ob wir das Geschenk behalten möchten und wie lange wir uns dafür öffnen wollen.

Da ich in einem Zeitalter der unbegrenzten Wunscherfüllung lebe, will ich mich auch jahrelang ununterbrochen freuen können. Soll ich etwa 24 Stunden täglich „Freude“ meditieren? Da ich ja auch nicht den ganzen Tag esse, trinke oder schlafe, um meinen Körper am Leben zu erhalten, wird etwas weniger wohl reichen müssen um mein „inneres Kind“ zu nähren.

Ich muss, um die wirkliche tiefe und erfüllende Freude zu finden und zu bewahren, nach innen gehen und den Grund meines Herzens für die göttliche Saat vorbereiten. Dann muss ich sie empfangen und nähren, bis sie heranwächst zu einem Fluss ewiger innerer Freude, der uns mit unserer Quelle verbindet.

In Deutschland wird der Wunsch nach Fröhlichkeit eines Menschen oft mit Vergnügungssucht gleichgesetzt. Aber wahre Freude ist unabhängig von der äußeren Welt. Durch Dankbarkeit weitet sich das Herz und es stellt sich Freude ein. Wenn du dich selbst als unendliche Freude sehen und fühlen kannst, wird sie ewig bleiben und du kannst sie freudig in die Welt hinaustragen und die Welt verwandeln.