Tag-Archiv | Göppingen

Keltische Grabhügel

Die Naturgeister luden mich ein, die keltischen Grabhügel im Oberholz bei Göppingen zu besichtigen. Wenn sie mir nicht geholfen hätten, wäre ich fröhlich an den bewachsenen Hügeln vorbeispaziert.

Grabhügel

Also führten sie mich durch Streuobstwiesen und öffneten mir mit ihrem Gesang das Tor zur Anderswelt.
Ich wanderte also durch die Jahrhunderte bis ca. 500 vor Christus, als die Kelten in Grabhügeln bestattet wurden. Damit sie niemand entwendete, wurden Felsbrocken darauf gestellt und Erde darüber geschüttet. Trotzdem kamen Grabräuber um die Schätze aus den Hünengräbern zu stehlen und sie bei sich zuhause zu verstecken. So wie hier als sie auch den Altar geklaut haben:

http://dschjotiblog00.blog.de/2013/09/16/altar-geklaut-16403403/

Zum Glück haben sie die Bäume und Sträucher stehen gelassen und die Naturgeister sind auch noch da, wie ihr hören könnt:

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Das Zebra auf der Pferdekoppel

Heute trabte und schnaubte ein Zebra in mein Leben. Ob es mich wohl auf die Vereinigung von Gegensätzen aufmerksam machen wollte?

Sobald ich beim Vorbeifahren aus den Augenwinkeln heraus das Zebra erblickte, fuhr ich in den nächsten Parkplatz und rannte zurück. Ich habe es extra gefilmt, damit ich später einen Beweis habe, dass es überhaupt existiert.

Die Streifen sind schließlich eine Götterbotschaft und kündigen eine gute Ernte an.

Mit diesem Krafttier kann man die Geheimnisse des Lebens und seine Mysterien ergründen und die Dinge von zwei Seiten betrachten.

Die Nymphe Echo sang in Göppingen

An diesem Regensonntag fiel natürlich unsere Wanderung zum Hohenstaufen aus, weil es kräftig regnete.So beschworen wir den Regen indem wir die prasselnden Tropfen nachahmten, bis er schließlich aufhörte.

Dann bummelten wir durch die Mörike- Anlagen mit Göppingens ältestem Bauwerk aus dem 7. Jahrhundert, der Oberhofenkirche. Die Türen waren, wie bei den meisten evangelischen Kirchen verschlossen. Aber die Naturgeister, die uns von dem sorgfältig gepflegten Alten Friedhof mit seinen Gräbern schon fröhlich zuwinkten, meinten dass es da draußen in der Natur viel bezaubernder sei.

Da konnte ich natürlich nicht wiedersprechen und wir stimmten in ihre Choräle mit ein:

Beim Brunnenhäuschen war ich mir nicht sicher, ob die Naturgeister nicht wieder ihren Schabernak mit dem Mineralwasser des Mörike- Brunnens getrieben hatten und trank lieber nichts davon.

Hinter der Bettelkapelle warf die griechische Nymphe Echo mit seltsamen Lauten, die wie Wellen an- und ab schwellten, unsere Stimmen zu uns zurück. Diese Töne bannten dann die Naturgeister mit solch gewaltiger Kraft in meine Kamera, dass der Deckel zersprang.

Die Nymphe war einst so unglücklich in den schönen Narziss verliebt, dass sie sich so lange nach ihm verzehrte, bis nur noch ihre Stimme übrig blieb.Deshalb kann ich leider kein Bild von ihr einstellen.

Der verzauberte Weihnachtsmarkt von Göppingen

Dem der reinen Herzens ist, wird sich in der Heiligen Nacht der wundersame Weihnachtswald zeigen, heißt es.

Am Tag vor Weihnachten hatte ich immer noch einige Dinge zu erledigen und so suchte ich einen Weihnachtsmarkt, der noch geöffnet war. So kam ich nach Göppingen und freute mich über die schön dekorierte Stadt und dass man dort noch bis zum 29. Dezember gebrannte Mandeln, Socken und Weihnachtssterne bekommt.

Es lag zwar kein Schnee aber frühlingshafte Temperaturen und Sonnenschein trugen zum Zauber dieser Waldweihnacht bei:


Als es dunkel wurde und ich in die helle Nacht hinausschaute, legte sich bereits ein Teil des Zaubers der Heiligen Nacht über die Welt und Friede zog ein in mein Herz.

Überall glitzert und wispert es wie im Weihnachtswald.

Als ich nach Hause kam, grünte und blühte es, die Erdbeeren in meinem Garten begannen zu reifen. Helle Glocken klangen aus meinem Gartenteich. Alles glänzte und funkelte darin. Die Bäume erstrahlten in einem milden Licht viele kleine Sternlein blinkten von überall her.

Ich fühle mich glücklich und hörte den Klang der Weihnachtslieder von überall her…

Wer radelt so spät durch Nacht und Wind?

In dieser kalten Oktobernacht war es dieses Mal kein Schwertransport, dem wir begegneten, sondern ein eigenartiges Wesen auf einem Fahrrad mit vielen Lämpchen und Plakaten mit Zeitungsausschnitten und Wimpeln das da vor uns her fuhr:

Ich wollte es filmen, damit niemand nachher behaupten könnte, wir hätten ein Nachtgespenst gesehen und das käme vom Mantra singen oder gar von der Meditation. Da ich beim Abfahren dachte, ich hätte genügend Schwertransporter gefilmt, habe ich die Kamera hinten ins Auto gepackt. Wir mussten das ausladende Gefährt also vorsichtig überholen

Dann sprang ich aus dem Auto, holte die Kamera aus der Tasche und passte das rasselnde und klingelnde und Fähnchen wedelnde Unikum ab.

Zu meiner Überraschung hielt der Alien an und freute sich über das Interesse an ihm.
Wie man hier hört und sieht, war es aber kein Alien und auch kein Nachtgespenst, sondern ein freundlicher älterer Herr, der sich mir als Volker von Mallinckrodt vorstellte.

Er radelt mit seinem klingenden Litfasssäulen- Fahrrad durch Europa gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit:

http://www.myvideo.de/movie/8843424
Wer radelt so spät durch Nacht und Wind – MyVideo

http://www.myvideo.de/watch/8843424/Wer_radelt_so_spaet_durch_Nacht_und_Wind

Leider mochte Youtube mein Video nicht, deshalb war es so verpixelt. Bei Myvideo ist es zwar scharf, dafür gibt es aber vorne die Werbung.

Volker von Mallinckrodt erzählte, dass er in Stuttgart, München und Paris Malerei studiert hat und seine Werke in Museen ausstellt, als Kunststoffverarbeiter selbstständig war, auf Glas malt und mit Öl malt und dichtet. Er macht auch Lesungen…

Er hat 7 Wohnsitze bei reichen Leuten, die diese nicht nützen. Mit ihnen ist er befreundet und sie lassen ihn dort umsonst wohnen.

Seine Frau ist mit seinem besten Freund abgehauen und so blieb ihm als Unternehmer nur noch sein Fahrrad.

Vor 9 Wochen war er im Krankenhaus, weil er von Nazis verletzt wurde und nun ist sein Fahrrad kaputt. Deshalb fährt er jetzt mit dem Fahrrad seiner Freundin. Er sagte, die Göppinger Polizei unternähme nichts in seinem Fall. Die Neonazis scheinen ihn ernster zu nehmen. Er musste nämlich sogar einmal ab Thüringen unter Polizeischutz fahren, damit die Neonazis ihn nicht umbringen.

Volker von Mallinckrodt kommuniziert sogar mit der Queen Elizabeth, Prince Charles und mit Politikern aller Farben. Nur Angela antwortet ihm nie. Wahrscheinlich gefällt ihr die von ihm selbst gemachte Riesenbriefmarke mit ihrem selbstgemalten Portrait nicht, die an seinem Sattel klebt.

Er überließ mir mehrere Flyer über sein Leben. Hoffentlich treffe ich ihn mal wieder, wenn es hell und weniger eisig ist. Dann werde ich ein schönes Foto von ihm und seinem Gefährt knipsen.

Aber hier habe ich einen Link gefunden, wo Ihr ihn mit seinem lustigen Gefährt sehen und noch mehr über ihn erfahren könnt:

http://www.die-kirche.de/index.php?id=33&tx_ttnews%5Btt_news%5D=240&cHash=6cee762e417496183e6d195b8034ad5e

Im Notfall 110 und 112 wählen? Es kam keine Hilfe!

Eine weinende junge Frau lag heute nur halb angezogen und verletzt, auf der Straße und Passanten riefen die Polizei in Göppingen unter 110.

Die sagte, sie sind nicht zuständig und man solle das Rote Kreuz anrufen. Die Warteschleife dorthin dauerte ewig und dort erfuhr man, dass momentan kein Wagen einsatzfähig sei und deshalb niemand kommen könne.

Wer ist verantwortlich, wenn die Frau stirbt?