Tag-Archiv | Gardasee

Die Spiritualität am Gardasee

Der Gardasee mit seinen vielen Wallfahrtskirchen, Klöstern, Einsiedeleien, Kirchen und Kapellen, die oft auf Überresten eines heidnischer Heiligtümer erbaut eignet sich durch seine mystisch-suggestive Atmosphäre ausgezeichnet dazu, spirituell in sich zu gehen.

Gardaseegemälde1

Diese Bauwerke liegen meistens an ganz besonderen Kraftorten und mitten in der Natur.Der Pilgerweg nach Santiago führt ebenfalls am Gardasee entlang.

Wunderschöne Heiligenstatuen und– Gemälde sowie Madonnen tauchen überall am Wegrand auf und da die Menschen ihnen auch Blumen und anderes bringen, wirken sie besonders kräftig. Bei einer entsprechenden Meditation oder im Gebet können diese Wesen dann auch dem einen oder dem anderen erscheinen. Sie haben uns jedenfalls auf allen unseren Wegen immer gut beschützt.

Die Religiosität der Bewohner ist hier noch tief verwurzelt und wird in zahlreichen Feierlichkeiten und mit wunderschönen Prozessionen ausgedrückt. Daran hat auch kaum etwas geändert, dass die römisch-katholische Kirche in Italien seit 1984 keine Staatsreligion mehr ist.

http://www.youtube.com/watch?v=Co3smmhtyaQ

Es werden nicht nur Feste für die Schutzheiligen gefeiert, sondern auch Erntefeste zur Wein-, Oliven und Obsternte.

Hier gibt es Info für Spirituellen Urlaub:

http://www.teletour.de/italien/gardasee/comunita_del_garda/index.html

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Faulenzen in der Ferienanlage am Gardasee

Poolanlage

Nachdem wir nun so viel unternommen hatten, wurde uns bewusst, dass wir uns auch noch ausruhen wollten. Also machten wir nur noch kleinere Spaziergänge. In der Ferienanlage gab es auch noch viel zu beobachten:
Außer den Enten gab es noch jede Menge anderer Tiere in der Anlage und am See.

Eidechse

Viele Millionen und Abermillionen von kleinen Mücken umtanzten uns am Gardasee. Der Kuckuck schallte jeden Abend und jeden Morgen durch die Anlage.

Eine Katze, die um Almosen bat, holte sich wieder Kraft durch etwas Milch und Sauerrahm. Danach war sie so kräftig, dass sie mit einem Satz auf den Olivenbaum sprang und mit der Eidechse im Maul wieder herunter kam. Wir gingen dann fort, weil wir ihr bei ihrem Festmahl nicht auch noch Gesellschaft leisten wollten:

http://www.youtube.com/watch?v=wdRthMSFCcw

Eigentlich musste es unten am See und im Ort außer Eidechsen auch Mäuse oder Ratten geben, weil wir öfters Fallen sahen, mit giftiger Aufschrift.

Rattenfalle

Am letzten Morgen war der Swimmingpool mit lauter Olivenblüten geschmückt. Ob sich das wohl der Liegenwerfer ausgedacht hatte?

Es war amüsant, dem Badeaufseher beim Liegenwerfen zuzusehen. Er machte das genau so wie der Pinselschwingende Maler, den wir auf der Promenade nach Bardolino beobachtet hatten. Das war eben a la Italia.

Immer wieder warf er die Liegen krachend in Position, bis er alle Urlauber verjagt hatte.

Jetzt war mir endlich klar, warum so viele Liegen kaputt waren. Ich dachte an Vandalismus. Er war wohl in seinem früheren Leben ein Feldwebel und glaubte, er müsse alle in Reih und Glied aufstellen. Dabei schob am nächsten Morgen sowieso jeder die Liegen wieder an einen anderen Platz und verstellte die Lehne:

http://www.youtube.com/watch?v=3Ex3Wjw__9E

Hier ging er übrigensviel sanfter mit den Liegen um, als an den vorausgehenden Tagen, als ich die Kamera nicht bei mir hatte.

Was ist eine Cozzeria?

Ab Bardolino sahen wir viele Campingplätze. Nun war uns klar, woher die vielen Menschen auf der Uferpromenade kamen.

Wir sahen einen Sandstrand mit Liegen hinter Gittern. Wer sich dahinter verirrt, wird angezeigt wegen Hausfriedensbruches. Ob das die Radfahrer wohl wussten, die da alle hindurch fuhren?

Von Cisano zog es uns nun nach Lazise. Von dort wollten wir mit dem Schiff zurück nach Garda fahren.

Lazise war wunderschön angelegt, bis weit zur Stadt hinaus. Überall blühte es und es gab viele Bänke und Parks.

Elfe

In Lazise sahen wir sogar eine Cozzeria (6: 40), in die wir aber lieber nicht hineingingen. Die Übersetzungsprogramme, die ich googelte, trauten sich nicht mal, diesen Begriff zu übersetzen.

Ob der Begriff Cozzeria wohl von cozze= Muschel kommt?

http://www.youtube.com/watch?v=mOYbNMc-8xM

Leider mussten wir uns wieder beeilen, die Stadt anzusehen, weil es für uns nur noch ein Schiff zurück nach Garda gab.

Bei der Anlegestelle in Cisano stiegen zwar einige Urlauber wieder aus. Aber in Bardolino stand eine riesige Schlange von Urlaubern, die alle noch auf unser Schiff passten, allerdings unter Deck.

Auf der halbstündigen Schiffsreise nach Garda, jodelten und jauchzten uns die Sirenen wieder etwas vor, das bestimmt noch kein Drittanbieter bei Youtube je gehört hat:

http://www.youtube.com/watch?v=dz_4ANmo6W8

Nach diesem Ausflug wollte ich nur noch Pool, Hängematte, mein Buch und Eis.

Spaziergang von Garda über Bardolino nach Cisano

Gardasee

Leise plätscherten die Wellen am Gardasee und die Enten führten ihre Küken spazieren. Wir wateten wieder durch den Weg vor dem Lido Cafe, der wie immer nass war.

An diesem wunderschönen Morgen wir liefen nach Bardolino, wo mal wieder Krämermarkt war.

Am Ufer trieben sie einen eigenartigen Wassersport. Sie versuchten in einer riesigen Plastikrolle über den Gardasee zu laufen.

http://www.youtube.com/watch?v=txo8fy7PXBc&feature=c4-overview&list=UUx7owFxywDsgLXSMhTDtydQ

Wir wollten lieber nicht auf diese Weise nach Garda zurücklaufen, um nicht die Lachplatte von Garda zu werden. Deshalb liefen wir lieber normal auf dem Weg weiter, zwischen Radfahrern, Anhängern, Hunden, Rollstühlen, Enten und Spaziergängern….

Dann kamen wir durch das Örtchen Cisano.

http://www.youtube.com/watch?v=ekntf_U79Lg&feature=c4-overview&list=UUx7owFxywDsgLXSMhTDtydQ

Eigentlich wollten wir dort nur mal hinter die nächste Ecke schauen, wie es dort wohl aussah und so liefen noch etwas weiter…

Die verrückten Enten auf der Uferpromenade von Garda

Immer, wenn wir die Uferpromenade entlang spazierten, erregten irgendwelche Wasservögel das Aufsehen der Urlauber.

Küken von Garda

Ob es diese verhexten Enten waren:



http://www.youtube.com/watch?v=4_5N-KJQcxc&feature=c4-overview&list=UUx7owFxywDsgLXSMhTDtydQ

oder die Entenfamilie mit ihren süßen neuen Küken:

http://www.youtube.com/watch?v=IS6V5c3pAUA&list=UUx7owFxywDsgLXSMhTDtydQ

Bei den Enten geht es so sittsam zu, wie heutzutage nicht mal mehr in der Kirche. Die Weibchen links und die Männchen rechts vom Schwan.

Die Enten halten Abstand von ihm, weil sie wissen, dass Schwäne sich nicht nur von Brot allein ernähren:

https://www.youtube.com/watch?v=gS6Ya9LwE_w

Nur manche Menschen wissen es noch nicht.

Im Labyrinth des Monte Luppias

Über uns türmten sich schon wieder Wolken auf. Deshalb liefen wir zügig weiter, den Pilgerweg entlang, vorbei an blühenden Wiesen und wunderschönen Ausblicken auf den See.

Als die Sonne wieder heiß zu brennen anfing, umfing uns der kühle Wald vom Monte Luppia. Nur leider war der wieder total verhext. Es ging immer leicht bergauf und manchmal wurde der Weg enger und steiniger oder war vom Gebüsch überwachsen.

Wir fanden einen felsigen großen Platz mit einer unglaublich schönen Aussicht auf Garda, Bardolino und den Gardasee. Die Blumen, die hier wuchsen, hatten wir noch nie gesehen. Irgendwo hier mussten die Graffitis der Steinzeitmenschen sein, die 1964 hier entdeckt worden sind.

Wir machten eine Weile Rast und genossen die feinen Energien dieses Kraftplatzes und lauschten den Gesängen der Naturgeister. Wir konnten unten am Berghang im Olivenhain sogar den riesigen Pool unserer Ferienanlage entdecken.

Aber die Wolken kamen bedrohlich näher und wir mussten irgendwie von diesem steilen Felsen wieder herunter kommen. Also mussten wir zum letzen Schild zurück. Diesem folgten wir, bis wir merkten, dass der Weg in die falsche Richtung führt. Da es der einzige Weg war, der nach unten führte, folgten wir dem dann trotzdem.

Manches kam mir irgendwie bekannt vor, wie der alte Brunnen. Den hatte ich doch schon mal gesehen. Aber hier waren wir ja noch gar nie gewesen…

Wir kamen an verwunschenen alten Gemäuern vorbei, mit Schildern, dass die Gebäude einstürzen können. Wir liefen aber einfach weiter, dem Pilgerpfadschild nach. Kurz vor Torri del Benaco drehten wir wieder um, weil wir ja nach Garda wollten. Wir pfiffen auf die Schilder und liefen nur noch parallel zum Gardasee. Das war dort, wo die Sirenen sangen.

Bachbettgeröllweg

Wir liefen wieder einen Weg, der immer enger wurde und im Gestrüpp endete. Dann zwängten wir uns einen engen Trampelpfad entlang, der wenigstens nach unten und in die richtige Richtung verlief. Aber er wurde immer mehr zum Bachbett. Inzwischen war uns das auch egal, Hauptsache wir kamen vor dem Regen zurück.

Lampe im Müllsack

Wir rollten, rutschten und hangelten uns mit der Lampe im Riesenkarton im Müllsack und den Rucksäcken dieses Bachbett voller Geröll hinab, bis uns plötzlich eine Italienerin mit Fahrrad und Kopfhörern entgegen kam. Sie musste zuerst das Fahrrad auf die Felsen herauf wuchten. Dieses Mal war ich diejenige die fragte, ob es hier nach Garda geht.

Zu meiner Erleichterung zeigte sie in die Richtung aus der sie kam.

Es war hier viel steiler als auf dem Foto, aber an der Stelle musste ich mich gut festkrallen und hatte keinen Finger frei um zu fotografieren:

Felshangweg

Wir rutschten und hangelten uns also weiter das Bachbett hinab und hofften, dass es nicht so ein Gewitter gibt wie gestern. Bei jeder Kurve des Bachbettes hoffte ich, dass das Geröll mal aufhört, aber es ging Kilometerweit so weiter und mit uns ächzten die Waldgeister.

Als endlich wieder ein Schild kam, waren wir erstaunt, dass das ein Weg sein sollte. Er führte uns aber zu dem Wegkreuz, das wir schon kannten und so mussten wir uns nur noch einen uns bekannten Weg zur Uferpromenade hinab schleppen und ich dann konnten wir unsere müden Füße im Gardasee abkühlen.



http://www.youtube.com/watch?v=7PcrHXUmamk&feature=c4-overview&list=UUx7owFxywDsgLXSMhTDtydQ

Inzwischen war es halb neun Uhr abends und wir waren richtig froh, dass es noch nicht geregnet hatte. Es reichte sogar noch für eine Runde Schwimmen im Pool.

Die Magie zwischen Torri und Albisano

Ein Geistlicher wehte in die Kirche. Seine Aura fühlte sich im Vorbeigehen so leicht und durchlässig an wie ein Windhauch, so sehr war er in seine eigene Welt vertieft.

Die feinstoffliche Welt am Gardasee begann sich wieder bemerkbar zu machen, nachdem wir Torri del Benaco besichtigt hatten.

Lampe

Wir kauften noch eine Lampe, ein Kilo Kirschen und etwas zum Trinken und begaben uns dann auf den Weg nach Albisano.
Den Weg dorthin zu finden schien nicht schwer zu sein, einfach den Schildern nach und immer bergauf…

Aber bald kamen wir wieder in verzauberte Gegenden, in denen nur noch Schilder nach Santiago de Compostella zeigten und zwar in alle Richtungen. So liefen wir hin und her und kreuz und quer mit unserem Müllsack, in dem die Lampe in einem riesigen Karton verstaut war, den Berg hinauf.

Manchmal dachte ich schon, wir würden in Malcesine herauskommen. Weder die Pferde noch die an uns vorbeipfeifenden Mountainbiker konnten uns weiterhelfen. Die überall herumstehenden Madonnen lächelten uns aber zu und machten uns Mut.

Wir kamen an Wasserfällen und schönen Blumen vorbei. Als der Weg dann kurz vor dem Gipfel mal wieder in einer hohen Wiese endete, staksten wir hindurch. Nach einer längeren Wanderung der Straße entlang, erreichten wir doch tatsächlich das wunderschöne Albisano.

Auf dem Kirchplatz nervte eine Frau mit ihrem Hund, so begab ich mich völlig erschöpft erst mal in die Kirche und kühlte mich ab und genoss die Ruhe hier.

Danach bestaunten wir vom Aussichtspunkt, der Balcone del Garda genannt wird, die Brecianer Berge, die wir schon vom Schiff aus bewundert hatten.

Jetzt kann ich zwar den alten Einbettungscode wieder hereinschreiben, aber das Fenster bleibt unsichtbar.Ob das am rückläufigen Merkur liegt?

http://www.youtube.com/watch?v=_bmI9FgSh1I&feature=c4-overview&list=UUx7owFxywDsgLXSMhTDtydQ#

Leider war mal wieder Siesta, als wir am Laden mit dem Eis vorbeikamen. Aber nun war es ja nicht mehr weit. Wir mussten nur noch den Weg oberhalb, parallel zu dem vom Torri nach Garda zurücklaufen und im Kühlschrank mein selbstgemachtes Eis verputzen – aber denkste…