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Meine Tochter macht eine Ausbildung zur Gebärfachkraft

Kinder kriegen wird immer komplizierter. Jede Woche ist meine Tochter jetzt unterwegs. Bald muss sie zusammen mit unserem Schwiegersohn zur Erholung nach Tirol um beim „Babymoon“ ihre letzten Tage der Zweisamkeit zu genießen:

Hier kann der werdende Papa sogar den Kinderwagenführerschein machen.
Als noch kein Bäuchlein zu sehen war, fuhr sie mehrmals über 1 Stunde fast 100 km mit dem Auto um Schwangerschaftskleider zu kaufen.

Dann kamen die Babyklamotten dran, einschließlich Trockner. Es war äußerst schwierig, da sie noch nicht wussten ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, also ob die Sachen in blau oder rosa gebraucht werden. Das wurde dann aber mit einem Ultraschall beim Arzt schleunigst geklärt. Sogar die Gesichtszüge sind zu sehen, wenn das Baby nicht schamhaft seine Händchen vors Gesicht legt.

Nun musste die Babyeinrichtung her. Wickeln auf dem Boden? Denkste, da braucht man eine Wickelkommode. Mein Einwand, dass ich heute noch über den großen Onkel gehe, weil ich von so einem Ding runter gehopst bin, obwohl ich das laut Entwicklungsplan noch nicht konnte, zählte hier nicht. Der sicherste Kindersitz fährt auch schon mit, wenn es zur Besichtigung des Kreissaals geht.

Nun geht es jede Woche zu Kursen: Elternkurse, Wickelkurs, Hechelkurs, Entspannungskurs, Wassergymnastikkurs, Stillvorbereitungskurs, Geburtsvorbereitungskurs, Babypflegekurs, Babyernährungskurs……

Der werdende Papa macht schon mal beim 1. Hilfekurs für Babys und bei einem für Kleinkinder mit. Hoffentlich hat er bis das Kind endlich da ist nicht alles wieder vergessen.

Jetzt staune ich jedenfalls gewaltig über seine Kenntnisse und wundere mich, wie unsere Tochter und meine ganze Generation überlebt haben. Damals wuchsen Babys von alleine und die Mütter konnten noch nicht ins Ausland abgeschoben werden, wenn sie nicht schwanger wurden. Da gab es noch keine Zertifizierung als Gebärfachkraft:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15985969.html

Für mich ist die neue Art Babys zu bekommen genauso eigenartig wie die unserer Eltern, als sie sie sich noch vom Klapperstorch machen ließen:

Wer wird Tagesmutter?

Lamas sind eine Kamelart und ernähren sich vegetarisch. Wie man hier sieht, sind sie äußerst neugierige und soziale Tiere.

Bei der Geburt der Lama-Fohlen ( Crias) stehen alle Weibchen drum herum und beobachten das Geschehen.

Hier allerdings handelte es sich um das Baby einer anderen Rasse, was sie in ihrem Eifer wohl gar nicht gemerkt haben:

http://www.facebook.com/video/video.php?v=195935573776611

Die Nachfahren der Inka opferten getrocknete Crias an die Erde und die Indios mauerten sie beim Hausbau mit in die Wand ein, damit es ihnen Glück bringt.