Tag-Archiv | Gespenster

Dussehra

Ich flog mit dem Kopf voran auf dem Bauch liegend die Treppe hinunter in den unteren Flur auf der Suche nach Gespenstern, die hier irgendwo lauern mussten…

(Dabei war ich mir nicht bewusst, dass ich mich auf der Astralebene befand).

Als ich die Haustüre und das Küchenfenster öffnete, war es draußen stockduster. Im Zimmer neben der Haustüre spürte ich die Gegenwart eines uralten Monsters und jagte es zornig zur offenen Tür hinaus. Ein frischer Wind fegte nun zur Tür und zum Küchenfenster herein und nahm das gesamte verbrauchte Chi und alle weiteren Geister mit sich davon.

Heute Morgen war die schwere düstere Energie, die dieses Zimmer seit Monaten oder Jahren besaß, verschwunden.

Durch Bekannte erfuhr ich heute auch, dass heute in Indien das Hindufest Dussehra gefeiert wird, der Sieg des Guten über das Böse.

Einst erschlug die Göttin der Vollkommenheit, Durga (die Frau des Gottes Shivas) den Büffeldämon Mahisha. Hieran soll dieses Fest erinnern.

Die Weiße Frau vonČeský Krumlov

Wir besichtigten die düstere Burg Český Krumlov. Von außen sah sie aus wie ein Gefängnis und im Burggraben lebten Bären. Fotografieren wurde uns strengstens verboten. Die Bilder finden sich aber dennoch im Internet:

http://www.zamek-ceskykrumlov.eu/tour-routes-and-exhibitions/castle-museum/

Von den Wänden der düsteren Gemächer starrten die verstorbenen Adligen auf uns herab und von unten grinsten uns die Köpfe von riesigen Bärenfellen mit Krallen an. Die Gespenster der Vergangenheit umringten uns und raubten einigen von den Besuchern den Atem. Vampire saugten an unseren Energiereserven, während die hübsche junge Schlossführerin die auswendig gelernten geschichtlichen Hintergründe herunterleierte.

Die Welt da draußen mit der warmen Sonne schien weit entfernt und war nur durch winzige Fenster zu erahnen.

Als wir den leeren Speisesaal mit seinen dunklen Ebenholzmöbeln betraten, war es als säßen die Edlen dort und speisten. Ein Schauer lief mir über den Rücken und die Luft wurde immer stickiger, als wir in den nächsten Saal kamen. Da war sie, die weiße Frau von Rosenberg aus dem 15. Jahrhundert:

Die weiße Frau

Die liebliche Perchta wurde von ihrem Vater gegen ihren Willen an den Witwer Johann von Liechtenstein verheiratet, der sie quälte und dann sollte sie ihm dies auch noch verzeihen. Sein Druckmittel war, dass er im Sterben lag. Da sie sich weigerte, verfluchte er sie, so dass sie als Geist auf den Burgen der Rosenberger erscheinen muss, wenn bedeutende Ereignisse geschehen werden.

Zum Glück trug sie weiße Handschuhe, denn schwarze Handschuhe weisen auf unglückliche Ereignisse in der Zukunft hin.