Tag-Archiv | giftig

Zauber am Alatsee

Der Weg zum Alatsee , einem malerischen geheimnisvollen Bergsee, der sich oben auf dem Gratrücken in einer von steilen Waldhängen eingefassten Mulde versteckte, schlängelte sich ziemlich steil empor.

Immer wieder rasten todesmutige Radfahrer mit atemberaubender Geschwindigkeit den Berg hinab.

Die wirkliche Gefahr liegt aber eher tief unten im See.
Das schwefelhaltige, durch Algen rot gefärbte Wasser ist nämlich giftig. Deshalb ist das Tauchen im Alatsee auch strikt verboten.

Aber irgendeine Alge muss wohl aus der Tiefe nach oben geschwommen sein um an meinen Beinen zu schnuppern. Die habe ich nämlich bis zu den Knien in den kristallklaren See gesteckt um mich abzukühlen und am nächsten Tag waren sie voller roter Bläschen.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden in diesem militärischen Sperrgebiet wohl auch geheime Waffen getestet.

Von den Schätzen, die auf seinem Grund des Sees liegen, wisperten die Naturgeister im Schilf. Die Kühe und die Badegäste, die bedenkenlos im Alatsee badeten, tummelten sich um den See herum.

Hier gibt es eine schöne Sage, wie der Himmel ein Unrecht an einer armen Frau wieder gut gemacht hat:

http://www.mythologie-atlas.de/altlandkreis-f%C3%BCssen/f%C3%BCssen/alatsee/

Auf dem steil abfallenden Weg zum Weissensee über Steine und Wurzeln hinweg, durch den Wald hindurch, war ich mit den Naturgeistern allein.

An dem Kraftort Magnusruh, an der sich der Mönch Magnus, der Allgäuer Missionar St.Mang aus St.Gallen im 8. Jahrhundert auf seinem Weg nach Füssen ausruhte, ruhten sie ebenfalls.

Buschwindröschen

In matriarchaler Zeit war das Buschwindröschen der „weißen Frühlings- Göttin geweiht.

Einst wuchs diese Anemone, deren Name auf Griechisch Wind heißt, im Zaubergarten der dreiköpfigen Hekate.Jetzt bewohnt sie auch meinen Garten:

Anemonensp334

Die Anemone, die auch Hexenblume hieß, soll auch böse Geister abwehren. Anemonensträuße vor dem Fenster, halten das Böse fern.

Buschwindröschenspiegel

Jedoch in Niederbayern stirbt im nächsten Jahr jemand im Haus, wenn man das Buschwindröschen als „Totenblume“ ins Haus bringt.

Das Buschwindröschen ist giftig, weil es in allen Teilen die Wirkstoffe Anemonol und Anemonin enthält, welche Darmentzündungen bewirken können.

In Kamtschatka wurden Extrakte aus dem Buschwindröschen als Pfeilgift verwendet.

Wo die Anemone nemorosa als harntreibendes Mittel genutzt wurde, traten beim Vieh, außer bei den Ziegen, Vergiftungen mit Blutharnen, Magen- und Darmentzündungen auf.

Hier gibt es noch mehr dazu:

http://www.oeav-obergailtal.at/index.php/naturschutz/pflanzenportraets/149-buschwindroeschen

Frühlingsgeister

Noch nicht ganz verschwunden sind die Dämonen des Winters. Sie streichen noch durch die Wälder.Die Geister, die ihr hier seht, schauen düster aus. Sie lassen in uns verborgene Ängste aufleben, die von uns gebändigt werden müssen.

Schachbrettspiegel1

Aber wenn die Buschwindröschen erscheinen, dann könnt ihr die zauberhaften Elfenwesen tanzen sehen. Aber Vorsicht, so zauberhaft sie ausschauen, so giftig sind sie auch.

Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr überall in der Natur Frühlingsgeister: in Wiesen und Wäldern, in den Gärten und im Gehölz…

.

Giftfische

Durch die Klimaerwärmung werden auch die Meere wärmer und so wagen sich sogar Giftfische in die Badebuchten Mallorcas. Das Strahlen-Petermännchen gräbt sich z.B. im Sand ein und sticht die Badenden dann in die Füße.

Mir graust es jetzt noch, wenn ich daran denke, dass ich so fröhlich im Roten Meer gebadet habe. Barfuß!

Damals kannte ich den Steinfisch noch nicht. Er ist einer der allergiftigsten Fische. Sein Gift ist ein Muskel- und Nervengift und extrem schmerzhaft. Es kann auch tödlich sein. Manchmal sind ihre Stachelstrahlen so stark, dass sie die Sohlen von Turnschuhen durchstechen können.

In mein Aquarium kommt so ein Ungeheuer jedenfalls nicht. Man kann es übrigens für ca. 120 € im Internet kaufen.

Der Rotfeuerfisch ist auch sehr giftig aber natürlich auch sehr schön anzuschauen.

Anemonenfische oder Clownfische heißen die Meerwasser-Zierfische, die in den warmen Gewässern der Korallenriffe des tropischen Indopazifiks leben. Sie verstecken sich in den giftigen Tentakeln der Anemonen vor den Raubfischen und verteidigen diese aber auch vor Fressfeinden. Es werden nur Männchen geboren und einige von ihnen können sich in einer Woche mal eben in ein Weibchen verwandeln und leben dann in einer Anemone mit mehreren kleineren Männchen zusammen.

Auch Muränen könnt ihr beim Baden im Mittelmeer begegnen. Sie gelten mit ihren spitzen Zähnen immerhin bei Tauchern als bösartige Giftfische. Da Muränen extrem kurzsichtig sind, bin ich mir auch nicht so sicher, dass sie mich nicht für einen Feind halten, wenn ich gerade mal zufällig in ihrem Revier schwimme.

Die Geistermuräne wechselt zuerst ihre Farbe und dann auch noch ihr Geschlecht. Das heißt, zuerst werden sie als Männchen geboren und dann werden sie zu Weibchen und legen Eier, aus denen die Männchen schlüpfen.

Die Römer haben Muränen als Delikatessen verspeist. Vielleicht ging deswegen das Römische Reich unter?

Unterwasser gibt es bisher noch keine Einschwimmverbote für Giftfische, wie die Sicherheitsbestimmungen in Kanada für „diejenigen, die nicht das Geschlecht zu haben scheinen, das auf ihren Papieren angezeigt wird“:

http://www.queer.de/detail.php?article_id=15860

http://chrismilloy.ca/2012/01/transgender-people-are-completely-banned-from-boarding-airplanes-in-canada/