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Das Gebiet beim Golfpatz von Platja de Pals

Da im Mittelalter immer wieder Piraten die Städte angriffen, wurde der Turm la torre Mora in Platja de Pals gebaut. Darum herum sieht man noch die Ruinen der Fischerunterkünfte, in denen sich jetzt die Naturgeister tummeln.

Kakteen

Auf meinen Wanderungen stellte ich fest, dass man genauso wenig durch den km-langen Golfplatz hindurch laufen konnte, wie durch das Naturreservat.

Der Golfplatz trennt die Häuser vom Strand, so dass die Bewohner km-weite Umwege machen müssen um an den Strand zu kommen. Da sie dann mit ihrem ganzen Gepäck mit dem Auto fahren, freuen sich die Parkautomatenbesitzer.

Im Golfplatzgelände waren kaum Golfspieler und ich wundere mich, dass für die paar Hansel so ein Aufwand getrieben wird.

Mitten hindurch laufen dürfen nur einige Berechtigte und die anderen müssen drum herum laufen. Wenn man aber Golfpatz Platja de Pals googelt, findet man nur kommerzielle Angebote, wie großartig der Golfplatz sei. Dabei muss man dort auch noch spezielle Kleidung tragen,sonst kriegt man eins mit dem Golfschläger übergebraten (siehe Dresscode im Video).

Vor dem Gebäude standen lauter Rollatoren. Meinen habe ich gleich mal dazugestellt, damit er sich mit ihnen anfreunden kann:

Auf dem Weg zurück kam ich an den Reisfeldern vorbei, wo es sich die Naturgeister schmecken ließen. Es gibt sie schon seit 1452.

Mit dem Eisheiligen ums Staufeneck

Der Eisheilige Servatius gelobte mir, dass er es an seinem Geburtstag nicht auf mich herab regnen lassen würde, und wenn doch, nur ein bisschen.

Also holte ich meinen wasserdichten Wintermantel aus dem Schrank, packte meinen Regenschirm ein und wagte trotz der bedrohlich sich auftürmenden schwarzen Wolken, den Ausflug zum Staufeneck.

Die Burg Staufeneck wurde um 1240 von Friedrich von Staufen erbaut. Jetzt steht da im Rehgebirge nur noch die Burgruine Staufeneck und ein Hotel. Von hier aus genoss ich den weiten Blick über das Filstal und zum Albtrauf, wo ich zuletzt gewandert bin.

Servatius ließ mich noch etwas warten, bis er mir gnädiger weise erlaubte loszugehen, weil er meinte, er müsse es noch mal kräftig hageln lassen, damit er später nicht in Versuchung kommt.

Weißer Nebel und liebliche Musik webten ihren Zauber, während sie aus den Wiesen stiegen und ließen das Wegzeichen, die blaue Raute manchmal auftauchen und auch stundenweise verschwinden, so dass ich mich beim Wandern wieder an den Zaubergesängen der Naturgeister orientieren musste.

rote Pilze

Am Wegesrand zum Schurrenhof, einem Freizeitpark lagen lauter Ausgrabungsgegenstände herum, an denen sich die Naturgeister wieder mal künstlerisch betätigt haben. Die Neidköpfe sollten wohl die Touristen verscheuchen.

Anstelle von Unterständen für Wanderer gab es hier jede Menge von Kreuzen und Betstätten. Statt hier zu beten hielt ich mich aber lieber an das Versprechen des Eisheiligen den Gott Donar, der auf den Wolken saß, zu besänftigen, als die dunklen Hagelwolken wie Furien drohend über meinem Haupte kreisten.

Ich kam an vielen Höfen vorbei, aber dass einer davon Böppeleshof heißt, glaube ich nun doch nicht. Hier, an den alten Kraftorten lag allzuviel Zauberei und Schabernak in der Luft.

In Reichenbach wollte ich etwas Süßes beim Bäcker kaufen, aber ich fand nur 2 Geldinstitute und einen Metzger, so musste ich mir mein Abendessen eben im Wald pflücken: Hollunderblüten in Pfannkuchenteig gebraten würde zusammen mit roter Grütze wunderbar schmecken.

Beim Golfplatz wurde es eigenartig ruhig. Weit und breit waren keine Golfspieler zu sehen und erst recht keine Tiere und die Naturgeister ließen sich schon gar nicht blicken. Überall waren Warnschilder dass man mit Bällen beschissen wird, wenn man vom rechten Wege abkommt.

Ob die angeblichen Hagelkörner die im letzten Jahr die Gegend verwüstet haben, vielleicht in Wirklichkeit Golfbälle waren? War das die Rache der Naturgeister, dafür dass ihnen zu viel von ihrer Natur, die sie jetzt nicht mehr verzaubern konnten, genommen wurde?

Aber im Bärlauchwald war wieder allerlei Hexenwerk verrichtet worden. Ein leeres Vogelei steckte an einem Zweig und nicht weit entfernt kicherten die Hexen aus den Baumwipfeln.

Zuletzt blickte ich noch einmal ins Weite Tal hinab und sah am blauen Himmel nur ein paar weiße Wolken.

Außer ein paar leichten Schauern hatte Servatius Wort gehalten, bis ich im Auto saß. Zum Abschied demonstrierte er wieder seine Macht. Er zog eine riesige schwarze Hagelwolke aus seinem Sack und ließ es herab prasseln.