Tag-Archiv | Hölle

Le Puits d’Enfer – das Tor zur Hölle

Hel

Die melancholischen Gesänge der Sirenen, der magischen Geschöpfe des Meeres waren hier, am Puits d’Enfer, am deutlichsten zu hören.

Puits d’Enfer, so heißt bei Olonne die tiefe Spalte in der Klippe, in die das Meer bei Flut hinein donnert und mit ihr, alle Gestalten der Unterwelt. Am Anfang des Videos hört man sogar ein Skelett aus dem Jurassic Parc unter den Klippen quietschen.

Der Eingang zu dieser kalten keltischen Hölle ist schwierig, gefährlich und blutgetränkt. Nicht nur am Eingang lauern jede Menge Ungeheuer und man muss vorsichtig sein, die höllischen Gewalten nicht zu entfesseln.

Diese heiligen Höhlen der Mutter Erde reichen bis weit ins Landesinnere hinein. Hier wurden einst magische Rituale mit Blutopfern zelebriert.

Ran, die alte Meeresriesin zieht gerne Menschen mit einem riesigen Netz in ihr dunkles Reich hinab und raubt deren Gold, wenn sie es nicht zur Kreissparkasse zur „sicheren Aufbewahrung“ bringen. Um Ran zu besänftigen, muss man ihr wie frühere Schiffsmannschaften Menschenopfer darbringen. Dann lädt sie einen ein in ihre riesigen gemütlichen Höhlen worin auch die Sirenen und ihre neun Töchter wohnen.

Ich setzte mich an die Klippen und blickte in den weit aufgerissenen Rachen des schäumenden Höllenschlundes und erkannte in den Tiefen den Eingang zur Anderswelt. Ich konnte den Lockungen der Tiefe nicht widerstehen…

Als ich in sie hinein drang war ich plötzlich befreit von den engen Schranken meines Körpers. Ich fühlte mich nicht mehr als Einzelnes Wesen. Verbunden mit Allem, schwamm ich durchs Meer, die Sonnenstrahlen empor zu den Sternen und war Glückseligkeit:

Ich dachte schon, ich sähe die Göttin Hel in der Ferne, aber es war nur der hell erleuchtete Leuchtturm der Ile d` Yeu, der aus dem Dunst auftauchte. Besser ist es nämlich ihr hier nicht zu begegnen, weil es auch die Meeresriesin Ran sein könnte, sich dann wieder ein neues Opfer holt.

Die höllischen Kreaturen bei der Abtei Saint-Jean d’Orbestie

Dieser Morgen war unheimlich still. Nur Vogelgezwitscher drang aus dem nahegelegenen Schilf herüber. Noch waren die obligatorischen Heckenscheren, die pünktlich um 10 Uhr einsetzten, nicht aktiv. Der Rasen war kurz geschoren und die meisten Urlauber waren bereits abgereist.

Nach einem gemütlichen Frühstück und einem Bad im inzwischen gereinigten Pool der Adam`s Family, spazierte ich durch die Landschaft und fand mich bei der Abtei Saint-Jean d’Orbestie wieder, welche Benediktinermönche 1107 gegründet haben.

Aus der gleißenden Sonne trat ich in die uralten dunkle Gemäuer ein und glaubte eine Kirche zu betreten. Aber sie enthielt weder Altar noch Bänke.

Höllische Kreaturen

Gruselige Geschöpfe, die die direkt aus der Unterwelt des nahegelegenen Puit d´enfer (Tor zur Hölle)zu kommen schienen, grinsten mir aus den Gemäuern entgegen. Einige, wie Pluto waren mit dem Lehm des Fußbodens verklebt, aus dem sie gestiegen sind. Teufelsmünzen klebten noch auf ihren Körpern.

Fasziniert von ihrer Scheußlichkeit konnte ich dennoch eine gewisse Schönheit in ihnen erkennen. Es war die Schönheit der Göttlichen Mutter der Schöpfung, durch die Brille des Künstlers betrachtet, der solche Kreaturen aus Kupfermünzen schuf:

Trotzdem war ich froh, als ich wieder draußen die warme Sonne anbeten durfte. Beim Wandern durch Dünen und Heidelandschaften zum Meer wurde es mir auch wieder warm ums Herz.

Ladyboys in der Kaffeetasse

Zuerst trinke ich meinen Lieblingskaffee solange, bis der Kaffeesatz erscheint. Dann lege ich die Untertasse auf die Kaffeetasse und drehe beides zusammen um. Nun hebe ich die Kaffeetasse vorsichtig auf und stelle sie wieder hin. Nein nicht auf den Unterteller, denn in diesem Geschmier will ich ja nun meine Zukunft lesen.

Zuerst muss ich dort nun mir bekannte Formen und Figuren suchen, eine Struktur erkennen und damit einen Zusammenhang mit dem zu lösenden Problem herstellen.
Das heißt ganz einfach: ich werde jetzt auf meine Frage eine Antwort bekommen.

Meine Freundin stochert erst noch einmal mit dem Finger im Kaffeesud herum und ihre Freundin schwenkt vorher ihre leer getrunkene Kaffeetasse dreimal derart, dass der Sud am Tassenrand verbleibt. Das hat aber schon irgendwas hexenartiges um nicht zu sagen abergläubisches, finde ich.

Nachdem jeder seine Figuren entdeckt hat, fangen wir nun an uns gegenseitig die Symbole zu erläutern.

In meinem Kaffeesatz entdecke ich weibliche Formen. Ziemlich viele Frauen! Nur bedeuten leider meine wunderschönen Kaffeesatz-Frauen: weibliche Figuren stehen fürs Lästern. Das steht so in meinem Traumbuch, das ich extra fürs Kaffeesatzlesen mitgenommen habe. Das hat aber bestimmt ein Frauenfeind geschrieben!
Aber meine Freundin hat die rettende Idee. Es sind gar keine Frauen in meinem Kaffeesatz. Es sind thailändische Ladyboys!

Also müssen wir im Kaffeesatzorakelbuch nachschauenen, was unter „Mann“ zu lesen ist:
Ein Mann, so will es die Vereinigung türkischer Kaffeesatzleseexperten, steht für Geld. 🙂 Viele Männer müssten dann also für viel Geld stehen… :)))

Meine Freundinnen rufen eifrig nach dem Kellner: Dschjoti zahlt für alle! 😦

Der Kaffee muss heiß wie die Hölle, schwarz wie der Teufel, rein wie ein Engel und süß wie die Liebe sein.

Wie trinkt Ihr ihn denn?

Mozarts Zauberflöte mit Philharmonic Doctors Opera

Bevor das Flötenspiel vielleicht doch noch verboten wird, wollte ich schnell noch einen wichtigen Eintrag einstellen:

Ein Opernensemble mit ca. 100 Teilnehmern aus etwa 15 Ländern, Ärzte, Heiler, Therapeuten, Heilpraktiker, Musiktherapeuten, Yogalehrer, Schamanen usw fand sich zu einem Benefizprojekt zusammen, mit Rüdiger Dahlke als Schirmherrn.
Schulmedizin und spirituelle Heilarbeit begegnen sich in Offenheit.

Hier ist dazu die heilerische Auslegung der Zauberflöte Wolfgang Amadeus Mozart:

In der Ägyptischen Hochkultur verwenden Die Priester alte Energieheilungsrituale.

Die reine bedingungslose Liebe zwischen Tamino und Pamina wird geprüft und steht der natürlich–menschlichen triebhaften Liebe zwischen Papageno und Papagena gegenüber.

Der Machtkampf zwischen Sarastro und der Königin der Nacht steht stellvertretend für die Dualität zwischen Recht und Unrecht, Gut und Böse, männlich und weiblich,wird hier aufgelöst.

Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen – Sathya Bernhard, soprano, PDO:

Es gibt keinen Sieger und Besiegten! Sarastro öffnet sich für eine Versöhnung. Die Königin der Nacht geht durch eine Ohnmacht, einen kleinen Tod, der sie verändert und das Dunkle transformiert, den Stolz fallen zu lassen und die ausgestreckte Hand des Sarastro anzunehmen. So integriert sie sich, und die 3 Damen folgen ihr in den Schlusschor: „Es siegte die Stärke…“ – die Herzensstärke, ohne die eine Versöhnung und das Fallenlassen der Verhärtungen nicht möglich wäre, „…und krönet zum Lohn die Schönheit und Weisheit mit ewiger Kron'“. Die materiellen Kronen sind abgenommen, der Kampf beendet und sie finden sich unter der ewigen Krone zusammen.